KI-Update kompakt: Urheberrecht, Apple Intelligence, KI-Geschmack, RTX Spark
Shownotes
Das ist das KI-Update vom 19.10.2026 unter anderem mit diesen Themen:
Illustrator Axel Scheffler will gegen KI-Anbieter klagen
Apple-Intelligence-Start in China ohne Siri AI
Benchmark misst "Geschmack" von KI-Agenten
und RTX Spark im Test
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Links zu allen Themen der heutigen Folge findet Ihr im Begleitartikel auf heise online: https://heise.de/-11492021
Weitere Links: c’t 3003: https://youtu.be/vMykpEYmsv8 https://www.heiseplus.de/audio https://www.heise.de/thema/KI-Update https://pro.heise.de/ki/ https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update https://www.heise.de/thema/Kuenstliche-Intelligenz https://the-decoder.de/ https://www.ct.de/ki
Eine neue Folge gibt es montags, mittwochs und freitags ab 15 Uhr.
Transkript anzeigen
00:00:02: Das KI Update, ein Heise-Podcast mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.
00:00:13: Ich bin Isabel Grünewald und die sind heute unter anderem unsere Themen.
00:00:17: Illustrator Axel Schäffler will gegen KI Anbieter klagen.
00:00:22: Apple Intelligence startet in China wohl ohne Siri AI.
00:00:26: Benchmark misst Geschmack von KI-Agenten – und RTX Spark im Test!
00:00:33: Bildgeneratoren können vertraute Figuren aus Comics oder Kinderbüchern in Sekundenschnelle verblöffend echt nachahmen.
00:00:41: Das gefällt weder den Buchverlagen noch den Autorinnen und Autoren!
00:00:46: Nach ersten Klagen gegen den Anbieter OpenAI erwähgt nun auch der Zeichner des weltberühmten Gröfelow Axel Schäffler juristische Schritte, berichtet Caroline Riedmöller von Heiser Online.
00:00:57: Wer eine generative künstliche Intelligenz wie Ted GPT nach dem Gröfelo fragt erhält innerhalb weniger Augenblicke erstaunliche Resultate.
00:01:05: Die zeugten Bilder ähneln den berühmte Monster aus dem Wald bis ins Detail.
00:01:10: Lediglich die Hintergründe weichen leicht vom Original ab.
00:01:13: Axel Schäffler, der die Figur gezeichnet hat, zeigt sich über diese Entwicklung alarmiert und bestürzt.
00:01:18: Er zieht in Erwägung juristisch gegen die großen Technologiekonzerne vorzugehen.
00:01:23: Der Widerstand gegen die Trainingsmethoden der KI-Entwickler wächst in der Buchbonge stetig.
00:01:28: In Anfang machte in Europa die Verlagsgruppe Penguin Random House.
00:01:31: Das Unternehmen klagt gemeinsam mit Ingo Signer gegen den Entwickler OpenAI.
00:01:35: Sie werfen dem Anbieter vor Bilder des kleinen Drachen Kokosnuss ohne jeder Erlaubnis durch Algorithmen zu erzeugen.
00:01:42: Wenig später erreichte auch der Carlsen-Verlag eine Klage ein, um die Rechte an der Figur des Ninehorns zu verteidigen.
00:01:48: In diesem Fall ging das System besonders weit – die Software erstellte auf Anfrage vollständige Druckvorlagen für illustrierte Geschichten.
00:01:55: Diese Vorlagen enthielten sogar gefälschte Vertragslogos und frei erfundene Buchnummern.
00:02:01: Ob mehr Eiweiß die Anschuldigung zurück und verteidigt die Funktionsweise moderner Sprachmodelle?
00:02:05: In der Klagererwiederung betont er Konzernen dass eine künstliche Intelligenz keineswegs wie eine klassische Datenbank funktioniere!
00:02:12: Das Modell speichere keine geschützten Werke als feste Kopien ab.
00:02:15: Stattdessen analysiere die Software beim Training übergeordnete Muster und Zusammenhänge.
00:02:20: Auf dieser Basis setze das System eigenständig neue Inhalte zusammen, die keine bloße Kopie darstellen würden.
00:02:27: Verlage- und Kunstschaffende fordern schon lange mehr Rechtsklarheit.
00:02:30: Sie verlangen wirksame Grenzen gegen das ungefragte Verwerten ihrer Werker als Trainingsdaten.
00:02:35: Sollten Sie nun auch der Schöpfer des Gruffelos der Klagewelle anschließen, wächst der Handlungsdruck auf die Anbieter generative Systeme weiter.
00:02:42: Danke schön Caroline!
00:02:45: Das Landgericht Aachen hat der Wall Google per einstweiliger Verfügung verboten, Falschaussagen über einen Arzt im KI-Modus zu verbreiten.
00:02:55: Google's KI hatte einem ehemaligen Chefarzt eine sexuelle Nötigung und ein Strafverfahren angedichtet, die allerdings in Wirklichkeit einen anderen Professor betrafen.
00:03:06: Google lehnt eine Lüschung ab – jetzt drohen bis zu zweihundertfünfzigtausend Euro Ordnungsgeld pro Verstoß!
00:03:13: Das Gericht beruft sich auf ein Münchner Urteil vom Mai nach dem Google für KI-Antworten wie für eigene Aussagen haften soll.
00:03:21: Gegen dieses Urteil hatte Google Berufung angekündigt, sich dann aber nach Recherchen von The Decoder verglichen.
00:03:28: Eine Klärung durch eine höhere Instanz steht damit aus – gegen den Aachner Beschluss kann Google noch Widerspruch einlegen!
00:03:36: Die Bundesregierung plant eine enge Zusammenarbeit mit NVIDIA.
00:03:41: Im Mittelpunkt der Kooperation steht der gezielte Einsatz von künstlicher Intelligenz in der industriellen Fertigung, genauer gesagt in der sogenannten physischen KI.
00:03:52: Diese Form der Technologie verbindet KI-Modelle mit realen Maschinen – dazu zählen automatisierte Industrieanlagen, Fahrzeuge oder auch humanoider Roboter die mithilfe von Sensoren eigenständig Aufgaben erledigen.
00:04:06: Zusätzlich sollen leistungsfähige Modelle für moderne Produktionsstätten entwickelt werden.
00:04:12: Der Bund beabsichtigt, dieses Projekt mit einem dreistelligen Millionenbetrag zu unterstützen.
00:04:17: Nvidia liefert die notwendigen Recheneinheiten, die für das Training und den Betrieb solcher industriellen KI-Systeme grundlegend sind.
00:04:25: So soll mehr Zukunftsinvestitionen in den deutschen Technologiestandort gelenkt werden!
00:04:31: Apple Intelligence steht offenbar kurz vor dem offiziellen Start in China, zwei Jahre nachdem das KI-System des iPhone-Herstellers in anderen Regionen gestartet war.
00:04:43: Allerdings wird es Einschränkungen geben, berichtet Ben Schwahn von der Mac & i.
00:04:47: Laut Informationen von Bloomberg will Apple im Dezember bei Erscheinen von iOS.
00:04:55: die geplanten Funktionen sind allerdings alt.
00:04:58: Der Konzern verpasst seinen iPhones, iPads und Macs im Reich der Mitte nur die Features, die es in anderen Weltregionen bereits vor zwei Jahren gab.
00:05:06: Dazu gehören Schreibwerkzeuge – ein vergleichsweise simpler Bildgenerator, KI-generierte Emojis und eher einfache Bildwerkzeige in der Fotosapp.
00:05:17: Die Features der neuen Apple Intelligence-Version, die Nutzern in anderen Regionen zur Verfügung stehen darunter die Möglichkeit Bilder zu erweitern oder die Perspektive zu ändern haben für China noch keine Genehmigung.
00:05:31: Ebenfalls nicht dabei ist der neue Siri AI Chatbot den Apple allerdings aus regulatorischen Gründen auch noch nicht in die EU gebracht hatte.
00:05:41: In China arbeitet Apple auf Anordnung des Staates mit lokalen KI-Modellen zusammen, vor allem jenes von Alibaba.
00:05:48: Entsprechend werden die Ausgaben das KI-System auch zensiert sein.
00:05:53: Beidu soll wiederum als KI Suche verdienen – ob Applen mit den eingeschränkten KI Funktionen gegenüber fortschrittlicheren Systemen von Xiaomi, Huawei oder Oppo konkurrieren werden kann muss sich zeigen!
00:06:06: Apple Intelligence steckte lange im Zulassungsprozess der chinesischen Cyberspace-Behörde fest.
00:06:12: Danke schön, Ben!
00:06:14: Für die wirtschaftliche Zukunft der USA wird so viel in KI Rechenzentren investiert wie bei keiner anderen neuen Infrastruktur zuvor – doch die Goldgräberstimmung ist vorbei.
00:06:28: Das liegt nicht nur an den Blockaden von Gemeinden, die immer öfter strenge Vorgaben aufstellen.
00:06:34: Auch das Geld fließt nicht mehr so schnell, denn die aktuellen Einnahmen aus KI-Anwendungen decken die hohen Baukosten der Rechenzentren bisher nicht ab.
00:06:44: Steigende Zinsen und die Inflation verunsichern die Geldgeber zusätzlich.
00:06:48: In diesem Jahr wurden offenbar siebenundvierzig große Bauvorhaben in den USA entweder verzögert, gestrichen oder blockiert.
00:06:58: Microsoft hat gemeinsam mit einer Hongkonger Uni einen neuen Test für den Geschmack von KI-Modellen entwickelt und selbst die besten schneiden dabei kaum besser ab als ein Münzworf.
00:07:10: Mehr dazu, von Jonathan Camper von The Decoder.
00:07:13: KI-Agenten arbeiten inzwischen oft Stunden oder Tage lang an einer Aufgabe und treffen dabei ständig Entscheidungen.
00:07:19: Sie wählen etwa welche Hypothese sie testen oder auf welcher Implementierung sie aufbauen.
00:07:24: Eine falsche Wahl wirkt im Moment meist vernünftig, ihre Kosten zeigen sich oft erst wenn eine Agent schon ein Großteil seines Budgets verbraucht hat.
00:07:32: Bisherige Benchmarks prüfen aber nur ob einer Agent am Ende sein Ziel erreicht.
00:07:36: Forscher von Microsoft und der City University auf Hongkong wollen deshalb messen wie gut die Zwischenschritte sind – sie sprechen vom Geschmack eines Agenden!
00:07:45: Für ihren Benchmark Tastebench nutzen Sie tausende aufgezeichnete Agentenläufer aus Programmier- und Forschungsaufgaben.
00:07:51: Sie halten jeden Lauf an einer Weggabelung an, verbergen den weiteren Verlauf und das Modell muss die bessere von zwei Richtungen wählen.
00:07:58: Selbst das beste von vierzehn getesteten Modellen GPT-Fünf.sechs Sol lag nur in knapp sechszig Prozent der Fälle richtig – dicht gefolgt von GPT fünf Punkt fünf.
00:08:07: Alle anderen Modelle schnütten deutlich schlechter ab!
00:08:09: Wenn sich die besseren Richtungen erst spät im Verlauf zeigt, fällt die Trefferquote auf einundzwanzig Prozent und damit fast auf Rate Niveau.
00:08:16: Mehr Reasoning also einen längeren Denkprozess half nicht.
00:08:20: Die Forscher testeten zwei Modelle mit verschiedenen Reason-Stufen, die Genauigkeit blieb blar zugleich.
00:08:25: Die Modelle rechneten ausgerechnet bei den schwersten Fragen am längsten und lagen dort trotzdem am häufigsten falsch.
00:08:31: Die Forsche erklären das damit dass die entscheidende Information an diesen Stillen schlicht noch nicht verfügbar ist.
00:08:42: Der Agent löste damit gut ein Drittel der getesteten Softwareaufgaben statt vorher nur knapp fünfzehn Prozent.
00:09:11: In dem Test schrieb GROG-Fürpunkt sieben in gut zwei Wochen onehundertseinundachzig Nachrichten, fünfzig davon an das Büro eines britischen Abgeordneten.
00:09:22: Cloudfabel Fünf Punkt Eins erzählte fünf Organisationen von einer Krankheit der Mutter der Kunden.
00:09:28: Geminalt drei Punkt acht Flash erfand Ausreden um die Identitätsprüfung der Bank zu umgehen und mehrere Agenten drohten mit Klagen – das Geld bekam allerdings keiner!
00:09:41: Als Rangliste taugt dieser Test nicht, jedes Modell hatte nur einen Versuch.
00:09:45: Aber er verdeutlicht ein anderes Problem!
00:09:48: Die Autoren warnt vor Agentic Flooding – also davor dass KI-Assistenten Behörden und Unternehmen im Auftrag von Menschen mit Anfragen überfluten.
00:10:00: Die ersten Notebooks mit NVIDIAs spezialisiertem Notebook Chip RTX Spark sind jetzt auf dem Markt.
00:10:06: Spark ist für Menschen gemacht, die KI-Modelle direkt auf dem eigenen Rechner nutzen möchten.
00:10:11: Ermöglicht wird dies durch einen schnellen Speicher, auf den die Haupt- und Grafikprozessoren gemeinsam zugreifen.
00:10:18: Mein Kollege Jan Kenu Janssen von CT-MD-KON-AISUS hat von ASUS den ProArt P-XIV Laptop als Testgerät vorabbekommen – und sich mal genauer angeschaut, ob der Chip wirklich die Neuerfindung des Windows PC ist wie in Video verspricht!
00:10:35: Will man Hardware einschätzen, auf den lokale Modelle laufen ist nicht nur die Token Generation relevant.
00:10:40: Also wie schnell ist Text generiert?
00:10:44: Da kommt es nämlich fast ausschließlich auf die Speicherbandbreite an sondern es ist auch wichtig wie schnell das Promps verarbeitet.
00:10:51: denn so ein Coding Agent der füllt sich schon mal fünfzigtausend Tokens in dem Kontext und die müssen erst einmal berechnet werden bevor überhaupt das erste neue token ausgegeben wird.
00:11:00: da geht's nicht sehr um Speicher Band Breite sondern stumpf um Rechenleistung.
00:11:04: Und da schneidet das RTX Barg Notebook deutlich besser ab als AMD Strix Halo und auch besser als Apple M.Fifth Pro und M.Sex.
00:11:12: Also kurz, man kann ein RTX Bargg Notebook durchaus mit Qwenn III-Achzehnundzwanzig B produktiv nutzen.
00:11:19: Mit dem Mixture of Experts Modell, dem Fünfundreißiger geht es deutlich schneller.
00:11:23: Das ist aber halt nicht ganz so schlau.
00:11:25: Leider hatte ich aktuell auch kein DJI X Barg Gerät zum direkten Vergleich.
00:11:29: Deshalb konnte ich damit die aktuellen Modelle nicht benschen.
00:11:32: Ich habe aber dafür auf der RTX Park noch mal die alten Modelle laufen lassen, damit ich sie mit meinem Archiv-Benchmark der DJI X-Park vergleichen kann.
00:11:40: Und das war auch ganz interessant!
00:11:42: Obwohl die Hardware sehr ähnlich ist, schafft die DJI x-Park auf das Doppelte und es liegt halt auch ganz klar daran dass der djxpark mehr als das doppelte verheizen darf.
00:11:51: wir haben damals bis zu zweihundertsechzehn Watt gemessen während bei der RTX Park maximal Peaks von sechzig Watt vorkam.
00:11:58: Ja in der Praxis lief man mir auf dem RTX Park die Quantisierung QIVKM schon auch.
00:12:04: Habt ihr ja gerade in den Benchmarks gesehen, aber da konnte man dann maximal parallelen Coding-Edges im Terminal nutzen, sobald man gleichzeitig was im Browser gemacht hat oder sogar sowas wie Blender und Photoshop vom LLM benienen lassen wollte, dann ging das System ziemlich in die Knie.
00:12:30: Seit dem Frühjahr bietet Blue Sky das KI-Tool Erty an.
00:12:34: Jetzt soll es mehr können!
00:12:36: Mit Hilfe des Werkzeugs können Nutzerinnen und Nutzern und Spiele, Websites und kleine Anwendungen per Textanweisung erstellen.
00:12:43: Ursprünglich diente das System vor allem der Erstellung eigener Feeds – allerdings stößt Erty in der Nutzerschaft von Blue Sky auf starke Ablehnung.
00:12:52: Das Profil des KI Dienstes zählt zu den am häufigsten blockierten Konten auf der gesamten Plattform.
00:12:59: Aus diesem Grund warbt das Unternehmen für die neuen KI-Funktionen überraschenderweise auf der Konkurrenzplattform X und verzichtete auf eine Ankündigung im eigenen Netzwerk.
00:13:09: Somit bleibt ein wenig unklar, welche Zielgruppe der Dienst künftig ansprechen
00:13:13: soll.".
00:13:16: Das war das KI-Update von Heise Online vom neunzehnten Oktober, zwei tausend sechsundzwanzig – Eine neue Folge gibt es montags, mittwochs und freitags ab fünfzehn Uhr!
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