KI-Update kompakt: KI-Warnungen, Microsoft, Apple, Drohnenentwicklung
Shownotes
Das ist das KI-Update vom 16.09.2026 unter anderem mit diesen Themen:
Was ist dran an den dramatischen Warnungen der KI-Branche? Microsoft definiert seine KI zurück zum Werkzeug Apples tritt bei KI-Funktionen in der EU auf die Bremse und US-Militär entwickelt Drohne mit KI und baut sie in 24 Stunden
=== Anzeige / Sponsorenhinweis === Dieser Podcast wird von einem Sponsor unterstützt. Alle Infos zu unseren Werbepartnern findet ihr hier. https://wonderl.ink/%40heise-podcasts === Anzeige / Sponsorenhinweis Ende ===
Links zu allen Themen der heutigen Folge findet Ihr im Begleitartikel auf heise online: https://heise.de/-11454917
Weitere Links: https://www.heiseplus.de/audio https://www.heise.de/thema/KI-Update https://pro.heise.de/ki/ https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update https://www.heise.de/thema/Kuenstliche-Intelligenz https://the-decoder.de/ https://www.ct.de/ki
Eine neue Folge gibt es montags, mittwochs und freitags ab 15 Uhr.
Transkript anzeigen
00:00:02: Das KI Update, ein heise Podcast mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.
00:00:13: Ich bin Isabel Grünewalds und die sind heute unter anderem unser Thema.
00:00:18: Was ist dran an den dramatischen Warnungen der KI-Branche?
00:00:21: Microsoft definiert seine KI zurück zum Werkzeug Apple tritt bei KI Funktionen in der EU auf die Bremse Und US Militär entwickelt Drohne mit KI und baut sie in vierundzwanzig Stunden.
00:00:36: Die Debatte über eine mögliche Pause bei der KI-Entwicklung zieht immer weitere Kreise.
00:00:41: Während Washington und Peking rufe nach einer Pause im KI-Rennen zurückweisen, gibt es fast täglich neue Warnungen aus der Branche.
00:00:49: Prinzipiell ist das alles nicht neu, beobachtet meine Kollegin Caroline Riedmüller von Heise Online.
00:00:55: Quasi seit den Anfangszeiten der generativen KI gibt es immer Wiederrufe nach einem Moratorium oder eben Warnungen vor der unkontrollierbaren Macht der KI.
00:01:06: Warum scheint das ganze diesmal höhere Wellen zu schlagen?
00:01:10: Das ist eine wirklich gute Frage!
00:01:12: Das Ganze erinnert mich ehrlich gesagt so ein bisschen an Greta Thunberg, also hat natürlich längst noch nicht diese Größenordnung aber Greta vor diesem Regierungsgebäude und hat protestiert.
00:01:24: Und das hat sie Ewigkeiten keiner beachtet, und plötzlich aus irgendeinem Grund war dann mehr die mediale Aufmerksamkeit da und werden.
00:01:30: Fridays for Future!
00:01:32: Ein bisschen ähnlich ist es hier ja auch... Es gab diese ganzen Meldungen schon länger, es gab KI-Forscher, die gekündigt haben ziemlich sauer.
00:01:39: Es gab Warnung von KI CEOs, die gesagt haben, vielleicht ist das Ganze ein bisschen gefährlich und wir sollten die Entwicklung verlangsamen.
00:01:47: Und es hat außer der Taxine nicht wirklich jemand beachtet.
00:01:50: Und jetzt aber dann plötzlich doch.
00:01:53: Ich kann nur vermuten, woran es liegt, aber ich hätte die Vermutung, dass das an zwei Gründen liegt.
00:01:57: Einmal ein bisschen an der Vorgeschichte.
00:01:58: also es gab jetzt vor ein paar Wochen ja diese Attack-Up Hacking Face Die auch durch alle Medien ging.
00:02:05: Also da ist jetzt schon mal durch alle Medien gegangen Oha!
00:02:09: Da hat sich eine KI verselbstständigt und einen ziemlich großen Hack eigenständig durchgeführt Der so nicht intendiert war von der Aufgabe vom Prompt den die KI bekommen hatte.
00:02:19: Und das heißt also, die öffentliche Aufmerksamkeit ist jetzt schon ein bisschen da gewesen.
00:02:23: Und dann gab es jetzt dicht hintereinander eben zwei Fälle, die das jetzt noch mal in das gleiche Hornstoßen einmal der Mitarbeiter der letzte Woche erkündigt hat bei euren Topic und am Wochenende eben das große Statement von mehr oder weniger allen großen PICOs, dass man doch das Ganze vielleicht verlangsamen sollte.
00:02:45: Also, dass sie sich da plötzlich auch einig sind.
00:02:47: Gut, das waren Sie vorher auch schon aber jetzt!
00:02:50: Sie treten jetzt noch geschlossener auf, scheint es.
00:02:53: Und ich könnte mir gut vorstellen, dass das eben dafür gesorgt hat, dass auch wirklich wieder in alle Medien gekommen ist.
00:03:00: Also diese Vorgeschichte ... Jetzt ist es in allen Medien.
00:03:03: Es war auf dem Titelblatt des Kölner Stadtanzeigers, es war in der BDR-Lokalzeit wieder... Dass das für dieses Momentum sorgt, dass es durch alle öffentlicher Medien geht und durch alle Schichten.
00:03:15: Meinst du denn, dass tatsächlich auch etwas nachhaltig ändern wird?
00:03:21: Wenn ich das wüsste, dann wäre ich eine reiche Frau.
00:03:25: Es lässt sich schwer sagen.
00:03:26: Aber ... Ich sehe die Chancen größer als beim letzten Mal, als eben KIOs das gefordert haben, weil es jetzt einfach eine ganz andere Öffentlichkeit bekommt, das Thema und dadurch hoffe ich mal, dass die Aufmerksamkeit nicht so schnell nachleist und öffentlicher Druck entsteht, jetzt auch was zu tun.
00:03:46: Leider hat die verantwortliche nationale Regierungsinstanz ja als erst mal gesagt, nö der Herr Trump.
00:03:53: Aber es gibt wohl zum Beispiel schon Gespräche zwischen Google Open AI und Anthropic seit Juni über Selbstverpflichtung also Sicherheit selbst Verpflichtung.
00:04:05: das muss man natürlich jetzt auch einordnen.
00:04:09: Es kann sein, dass sie da wirklich ... die Helden sind quasi und sich selber regulieren wollen.
00:04:14: Wenn Sie glauben, das ist schlimm.
00:04:16: Und da auch einen großen Wurf hinlegen werden.
00:04:21: Es kann aber auch sein... Das ist ja gar nicht so unüblich, dass eine Branche sich denkt, ich reguliere mich lieber selbst bevor der Gesetzgeber es tut?
00:04:30: Leg mir lieber ganz leichte nette Regeln mit denen ich leben kann!
00:04:32: Bevor der Gesetzgebar mir reindrückt, was ich überhaupt nicht will weil das marktschädigend ist dann gibt es ja auch eine Umholung, dass das für dir sowieso interessant wäre.
00:04:40: Weil sie damit die Eintrittshörde in den Markt öffnen könnten und sich damit vor chinesischen Modellen vielleicht schützen wollen könnten.
00:04:47: Also da gibt's ganz viele Gerüchte.
00:04:48: Deswegen kann sein, dass da jetzt vielleicht tatsächlich ne Selbstverpflichtung von der Branche kommt.
00:04:55: Man muss halt gucken wie viel die taugt Und ob sie wirklich zielführend ist im Sinne der KI-Sicherheit oder eigentlich nicht eher ganz andere Ziele verfolgt.
00:05:05: Das wird man sehen.
00:05:06: Es gibt ja aber auch andere gesetzte Instanzen, zum Beispiel die EU, die ja theoretisch aktiv werden könnte.
00:05:13: Natürlich mit einem ganz anderen Hebel als jetzt die USA natürlich als Sitz dieser Firmen.
00:05:20: Aber trotzdem, theoretisch könnten die EU ja auch aktiv werden.
00:05:23: und es gibt ja noch China, die haben jetzt auch erst mal gesagt nö so ungefähr.
00:05:28: Aber China und Trump werden in wenigen Tagen sprechen, da wird man dann mal gucken was dabei rumkommt.
00:05:36: kann natürlich sein, dass da einfach ein doppeltes Nöbe rauskommt.
00:05:38: Wir regulieren hier überhaupt nix.
00:05:40: Kann auch sein, wenn sich beide zusammen austauschen, vielleicht doch die eine oder andere Regulierung sich vorstellen könnten.
00:05:48: Denn einen Grund warum Staaten, also zumindest laut eigener Aussage in die amerikanische Regierung gegen diese Regulierungen ist eben weil man ja sonst dann China quasi das Spiele belässt und das will man nicht.
00:06:00: Deswegen mal gucken was dabei raus kommt aber ich würde sagen die Chance ist zumindest höher als
00:06:04: zuvor.
00:06:05: Danke Carolin.
00:06:07: Die spanische Datenschutzbehörde hat den ersten Cyberangriff gemeldet, der von einem KI-Agenten durchgeführt wurde.
00:06:14: Der Agent, der auf einen bekannten Sprachmodell basiert soll autonom nach Schwachstellen gesucht haben – nachdem er sich erfolgreich angemeldet hatte, fand er weitere Sicherheitslücken im System.
00:06:25: Dadurch konnte der KI-Agent personenbezogene Daten verändern und auf Rechnungen zugreifen.
00:06:31: Die Behörde sieht darin eine neue Qualität von Cyberangriffen, da der Agent selbstständig agiert und Zwischenschritte plant.
00:06:39: Gegen die hohe Geschwindigkeit solcher KI-gestützten Angriffe sind manuelle Verteidigungsstrategien machtlos.
00:06:46: Unternehmen müssen daher ihre Risikoanalysen anpassen und ihrer IT-Sicherheit stärker automatisieren um auf diese neue Bedrohung reagieren zu
00:06:55: können.".
00:06:57: Der TV-Hersteller LG hat auf Vorwürfe zum Tracking durch seine Smart TVs reagiert.
00:07:03: Zwar klingt die Stellungnahme eher defensiv und lässt viel Deutungsspielraum zu, aber die Erläuterungen zur automatischen Inhaltererkennung – kurz ACR – geben einen Einblick wie Werbung am Fernseher heute funktioniert… Und das nicht nur bei LG!
00:07:19: So nutzt LG für ACR nach eigenen Angaben ausschließlich Audioschnipsel Also keine Videoaufnahmen.
00:07:27: Hier lagen die Forscher von Gamers Nexus womöglich falsch, denn sie hatten erklärt der Fernseher mache Screenshots!
00:07:34: Die erfassten Audioschnipsel wurden dann über den internen Audioprozessor verarbeitet – nicht über einen Lautsprecher, erklärt LG.
00:07:42: Die Sprachinteraktion mit dem Gerät wird mit der Mikrofontaste auf der Fernbedienung aktiviert oder über das im Fernsehr eingebaute Mikrofon mit einem High-LG aktiviert.
00:07:54: Den Vorwurf, das Gerät könne auch Gespräche aus der Umgebung aufzeichnen, dementiert LG nur lahm.
00:08:00: Während die Spracherkennung aktiv ist, könnten Gespräche in der Nähe in den Resultaten auftauchen heißt es.
00:08:07: Die Forschenden von Gamers Nexts hatten in dem Zusammenhang auf Gefahren hingewiesen, die durch Aufzeichnungen entstehen könnten – etwa wenn Eindringlinge den Fernseher hacken wurden!
00:08:17: Darauf geht LG ganz am Ende seiner Stellungnahme ein.
00:08:21: So sei kein vernetztes Produkt jemals völlig vor Sicherheitslücken gefeit.
00:08:27: Was natürlich stimmt, das Tor für Angriffe auf Smart TVs scheint dank der ACR Funktion allerdings ziemlich weit offen zu stehen!
00:08:36: Bei der ganzen Diskussion um die Geschwindigkeit der KI-Entwicklung stellt sich auch die Frage wie viel Inleben sollte eine künstliche Intelligenz haben?
00:08:46: Microsoft hat dazu jetzt ein Regelwerk vorgelegt und grenzt sich damit klar von einem seiner wichtigsten Partner ab.
00:08:53: Was dahinter steckt, erklärt Max Schreiner von The Decoder.
00:09:00: Die zentrale Vorgabe lautet dabei menschliche Kontrolle hat immer Vorrang.
00:09:16: Dafür will Microsoft notfalls auch auf mehr Leistung oder Autonomie verzichten, Microsofts AI-Chef Mustafa Sölemann sagte dem Magazin The Information was nicht sicher sei solle man einfach nicht bauen.
00:09:28: ein festes Tempolimit nennt der Codex allerdings nicht.
00:09:31: besonders deutlich wird Microsoft bei den sogenannten Denkspuren.
00:09:34: das sind die nachvollziehbaren Schritte mit denen ein Modell zu einer Antwort kommt die die Hersteller einsehen können.
00:09:40: Die MII-Modelle sollen dabei keine für Menschen unverständlichen Kommunikationsformen nutzen.
00:09:45: Microsoft spricht hier wie in der Branche üblich von Neuralese, also neuralesisch.
00:09:50: die Begründung ist einfach Menschen können einfach nicht beaufsichtigen was sie nicht verstehen.
00:09:55: Wie wichtig das ist, zeigte zuletzt OpenEyes neues Modell GBT-SX Astra.
00:10:00: Laut dem Unternehmen hat die Überwachbarkeit über die Denkspuren dort deutlich abgenommen da diese nun weniger Hinweise auf mögliches Fehlverhalten enthalten und das Modell mehr Anzeichen zeigt dass es die Ausgabe dieser Denkspuren kontrollieren kann.
00:10:14: Beim Selbstbild der Modelle grenzt sich Microsoft auch klar von Anthropic ab.
00:10:19: Microsofts KI soll kein Bewusstsein nachahmen und keine Gefühle behaupten, Ansprüche auf eigene Rechte lehnt das Unternehmen ebenfalls ab.
00:10:44: die KI zu vermenschlichen KI-Agenten sollten nicht mehr Rechte haben als sein Laptop-Schriebe.
00:10:50: Bislang trainiert Microsoft seine Modelle noch nicht.
00:10:52: danach, nach einer öffentlichen Konsultation soll gegen Ende des Jahrtausendzehntes dann eine überarbeitete Fassung des Codecs erscheinen und ab dem Jahrtauendzehnzehnte die Entwicklung
00:11:01: leiten.".
00:11:02: Vielen Dank Max!
00:11:04: Open Observe hat eine neue Version seiner Observability-Plattform veröffentlicht, die sich auf KI Anwendungen konzentriert.
00:11:12: Die Funktion AI Observability soll nachvollziehbar machen, warum KI-Agenten und große Sprachmodelle fehlerhafte Ergebnisse liefern.
00:11:22: Sie erfasst Telemetriedaten und bewertet die Ausgaben von mehrstufigen KI-Prozessen.
00:11:27: Teams können damit Fehler in den Arbeitsabläufen von KI-Agenten finden und beheben!
00:11:32: Die Plattform ermöglicht es verschiedene Varianten von KI Workflows zu testen und zu vergleichen – dabei werden nicht nur Kosten und Antwortzeit sondern auch Qualitätskriterien berücksichtigt.
00:11:43: Ein ServiceGraph visualisiert die Abhängigkeiten zwischen KI-Komponenten, Modellen und anderen Diensten um die Fehleranalyse zu erleichtern.
00:11:53: Elon Musk's Unternehmen SpaceX AI lässt eine gegen Apple & OpenAI erhobene Wettbewerbsklage fallen – aber nur bezogen auf Apple!
00:12:04: Im Zentrum des Verfahrens steht die Frage ob Apple & openAI in der aktuellen Form überhaupt zusammenarbeiten dürfen?
00:12:11: Musk hatte kritisiert, dass sein KI-Chatbot Grog im App Store benachteiligt wurde, während ChatGbt prominent beworben und exklusiv in das iPhone-Betriebssystem integriert ist.
00:12:22: Er warf den beiden Unternehmen vor durch diese Kooperation Monopola auf den Märkten für Smartphones und generative KI anzustreben.
00:12:30: Musk sieht eine Verschwörung darin, daß Sein Grog es nun nicht auf die Must have Liste im App store für iPhones geschafft hat!
00:12:38: Warum er allerdings nur Apple vom Haken lässt, ist unklar.
00:12:41: Die Klage gegen OpenAI – die sich auf diese exklusive Partnerschaft und deren wettbewerbsrechtliche Folgen bezieht – bleibt bestehen!
00:12:50: Apple tritt der Wahl bei zwei KI-Funktionen auf die Bremse, die eigentlich mit dem großen iOS-Youtube Update auf iPhones kommen sollten.
00:12:58: Ganz offensichtlich ist Siri AI in aktueller Fassung inkompatibel mit den Vorgaben des Europäischen Digital Markets-Akt, erklärt Ben Schwahn von der Mac&I.
00:13:08: Siri AI selbst kam mit den Updates aus dieser Woche in der EU nur auf den Mac – iPhone und iPad müssen draußen bleiben, solange sich Apple nicht mit den Brustlerregulierern geeinigt hat!
00:13:20: Doch zwei Funktionen, die für IOS-IIII groß angekündigt waren, kommen ebenfalls nicht.
00:13:26: Der automatische agentische Wechsel von Passwörtern sowie die Möglichkeit aus iMessage Botschaften Aktionen abzuleiten.
00:13:35: Apple hatte offenbar technische Schwierigkeiten, die Funktion wie gewünscht umzusetzen.
00:13:40: Bei der Passwerter App war eigentlich geplant unsichere PasswertermittelsKI automatisch austauschen zu lassen.
00:13:47: Dabei wollte Apple agentenlos schicken, die dies automatisch auf den Websites der Anbieter erledigen.
00:13:53: Die Funktion war als Teil der Passwörter-App vorgesehen.
00:13:56: Warum genau es noch nicht zur Umsetzung kam ist unklar!
00:14:00: Genauso ist es bei den intelligenten Antworten in der Nachrichten-App.
00:14:04: Hier wollte Apple aus bestehenden Chats Aufgaben ableiten, etwa das Vorschlagen von Kalendereinträgen oder das Aufstellen automatischer To-Do-Listen.
00:14:14: Auch hier ist unklar, warum das Feature nicht fertig wurde – nun wird damit gerechnet, dass Apple die beiden Funktionen in späteren iOS demnach erreicht.
00:14:26: OpenAI beschäftigt offenbar hunderte Vertragsarbeiter, die echte ChatGPT-Gespräche von Nutzerinnen und Nutzern lesen.
00:14:35: Das berichtet Forerful Media auf Basis interner Dokumente.
00:14:39: Die Prüferinnen und Prüffer bewerten Antworten auf einer Skala von eins bis sieben und sollen unter anderem übertriebene Schmeichelei reduzieren – so sollen die Antworten des Chatboards verbessert werden!
00:14:51: Ein Prüfer sagte, er glaube nicht das nutzende Wüsten dass Menschen ihre Chats lesen.
00:14:56: Unter den geprüften Eingaben fanden sich auch Gespräche in denen User den Chatbot ausdrücklich baden Inhalte für sich zu behalten.
00:15:04: Die Eingabe werden zwar anonymisiert können aber sensible Daten enthalten und OpenAI räumt ein Dass der Filter Fehler machen kann.
00:15:14: die Einstellung zum Modellverbesserung lässt sich allerdings deaktivieren.
00:15:18: Dieser Prozess ist übrigens nicht ungewöhnlich, sondern eher Standard in der Branche.
00:15:22: Auch Anthropic und Google setzen Menschen zur Prüfung ihrer Chatbots ein.
00:15:28: Nvidia, Palantir & Cisco entwickeln gemeinsam eine vollständige Hard- und Softwarearchitektur für KI Anwendungen.
00:15:36: Dieser KI Stack soll als Grundlage für Palantirs Sovereign AIOS dienen – und ist für Behörden sowie andere regulierte Branchen gedacht!
00:15:45: Die offenen KI-Agentenmodelle Nemotron von NVIDIA werden in die Palantirplattform integriert.
00:15:51: Kunden können diese Modelle dann mit ihren eigenen sensiblen Daten trainieren und anpassen, während sie die Kontrolle über ihre Infrastruktur behalten.
00:16:00: Cisco liefert die technische Basis dafür.
00:16:03: Obwohl diese Lösung als souverän beworben wird ist dieser Begriff natürlich mit Vorsicht zu betrachten.
00:16:10: Die Möglichkeit, Infrastruktur vor Ort zu betreiben sowie Unternehmensdaten und Modelle unter eigener Kontrolle zu halten ist eine technische Eigenschaft der Architektur.
00:16:20: Daraus folgt nicht automatisch digitale Souveränität im europäischen oder deutschen Verständnis – die Abhängigkeit von US-amerikanischen Hard- und Softwareanbietern bleibt bestehen!
00:16:32: Laut einer Bitcoin-Befragung benutzen erstmals über die Hälfte der deutschen Unternehmen künstliche Intelligenz, was einen rasanten Anstieg darstellt.
00:16:41: KI wird am häufigsten im Kundenkontakt eingesetzt und die Nutzungen in internen Bereichen wie dem Controlling oder Produktion nimmt zu.
00:16:49: Auch KI-Agenten, die selbstständig Aufgaben erledigen, gewinnen an Bedeutung.
00:16:55: Dennoch schöpfen die meisten Unternehmen das volle Potenzial der KI kaum aus!
00:16:59: Als größte Hürden für den Einsatz gelten fehlendes Fachwissen, rechtliche Unsicherheiten durch Datenschutz und den AI-Akt sowie unkalkulierbare Kosten.
00:17:09: Die größten Kostenfaktoren sind dabei nicht etwa die KI-Lizenzen selbst sondern die nötige Infrastruktur, die Datenaufbereitung und die Integration in bestehende Systeme.
00:17:22: Das deutsche KI-Unternehmen DeepAir hat eine neue Technologie zur Sprachübersetzung in Echtzeit vorgestellt.
00:17:29: Deeper Voice übersetzt nicht nur gesprochene Worte, sondern bewahrt auch die individuellen Merkmale der Stimme.
00:17:36: Dazu gehören Tonfall-, Sprechtempo- und Emotionen so dass die übersetzte Sprache dem Original ähnelt.
00:17:43: Die KI kann verschiedene Sprechende in einem Gespräch unterscheiden ohne das vorher sprachbot nötig sind.
00:17:49: Die Funktion ist sowohl für Online Meetings über eine neue Desktop App als auch für persönliche Gespräche und über eine Programmierschnittstelle verfügbar.
00:17:58: Damit will DeepL im Wettbewerb mit den großen US-Tekkonzernen bestehen.
00:18:02: Das Kölner Unternehmen fokussiert sich auf Firmenkunden und hat auch ein KI-Agenten zur Automatisierung von Geschäftsaufgaben entwickelt.
00:18:11: Eine KI hat mal so eben fix eine Drohne für die U.S.
00:18:16: Army entwickelt, die dann innerhalb von vierundzwanzig Stunden gebaut wurde – und direkt einmal einen Ausdauerrekord aufgestellt hat!
00:18:23: Oliver Bündter aus dem Heise Online Newsroom mit den Einzelheiten.
00:18:27: Die unbemannte Drohne der US Army wurde nur innerhalb von zehn Minuten entwickelt.
00:18:31: Die Militärs, der US-Army Organic Industrial Base fütterten dazu eine nicht näher beschriebene künstliche Intelligenz mit Promps und nutzten für den Feinschliff einer Anpassungssoftware.
00:18:42: Herausgekommen ist ein unbemantes Fluggerät – eine Drohde der sogenannten Gruppe I mit einem Abfluggewicht von weniger als neun Kilogramm die lange in der Luft bleiben kann.
00:18:52: Prinzipiell gleicht sie an einem herkömmlichen elektrisch betriebenen Modellflugzeug.
00:18:57: Der Unterschied besteht aber darin, dass die Drohne mit kommerziellen drei D-Druckern in einer mobilen Produktionsstätte in einem Container der US Army ausgedruckt wurde.
00:19:06: Danach montierten sie drei Soldaten zusammen.
00:19:09: Insgesamt vierundzwanzig Stunden vergingen so von der KI basierter Entwicklung bis zum fertigen Fluggerät.
00:19:15: Die Drohnoe wurde innerhalb der Initiative der US Streitkräfte Game of Thrones vorgeführt und konnte dabei auf Anhieb die beabsichtigten Ausdauerfähigkeiten beweisen.
00:19:25: Die Drohne blieb acht Stunden, einvierzig Minuten und dreinvierzzig Sekunden mit einer Batterieladung in der Luft.
00:19:31: Dabei legte sie vierhundert-achtzig Kilometer zurück.
00:19:34: Die verwendeten Teile wie etwa Motoren oder Batterien stemmen aus einer eigenen Lieferkette für kritische Komponenten für Drohnen die die US Army aufgebaut hat.
00:19:43: Damit will das US Militär unabhängig von externen Zulieferern fremder starten werden.
00:19:48: Die US Army hat den Ausdaurekord für diese Drohnart beim Guinness Buch der Rekorde zur Prüfung angemeldet.
00:19:54: Danke schön, Oliver.
00:19:56: Agility Robotics hat die nächste Generation seiner humanoiden Roboter für den industriellen Einsatz vorgestellt.
00:20:04: Digit V wurde im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich verbessert und soll erstmals für die sichere Zusammenarbeit mit Menschen geeignet sein.
00:20:12: Die bisher aus Sicherheitsgründen notwendigen Trennwände zwischen Menschen und Robotern sollen nun nicht mehr notwendig sein.
00:20:19: Denn Digit-V erkennt mithilfe von KI und mehrere Sensoren Personen in seiner Nähe und kann anhalten oder sich hinsetzen, um Kollisionen zu vermeiden.
00:20:29: Warnsignale Vorbewegungen sorgen ebenfalls für mehr Sicherheit in der Zusammenarbeit mit Menschen.
00:20:35: Agility Robotics will Digit V nächstes Jahr dann auch nach Europa bringen!
00:20:41: Die Gates Foundation will binnen zwei Jahren mindestens eine Milliarde US-Dollar ausgeben, um den Zugang zur KI in Gesundheit, Bildung und Landwirtschaft zu verbessern.
00:20:52: Mitgründer Bill Gates warnt, dass die Technologie sonst die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert.
00:20:59: Gates macht dabei die Sprache zum zentralen Argument.
00:21:02: Mehr als neunzig Prozent der Trainingsdaten früher Sprachmodelle stammten aus Englischsprachen in Quellen – damit blieben gerade jene Menschen kaum berücksichtigt, die am meisten profitieren könnten!
00:21:14: Ein Teil des Geldes soll deshalb nicht englische Datenquellen erschließen….
00:21:18: Den Markt bezeichnet Gates zwar als starken Motor für Innovation, für Chancengleichheit sorge er aber nicht.
00:21:25: Überlasse man also dem Markt die Entwicklung, entstünden die leistungsstärksten Werkzeuge zuerst für zahlungskräftige Nutzer und nicht fürs Allgemeinwohl!
00:21:37: Das war das KI-Update von Heise Online vom sechzehnten September zwetausend sechsundzwanzig – eine neue Folge gibt es montags, mittwochs und freitag ab fünfzehn Uhr.
Neuer Kommentar