KI-Update kompakt: China-Export, KI gegen Betrug, Nvidias Marktmacht, KI am Meeresgrund

Shownotes

Das ist das KI-Update vom 08.07.2026 mit diesen Themen:

KI als strategisches Gut Apples KI gegen Betrug Nvidias Marktmacht KI spürt Munition am Meeresgrund auf Und: Fehlerhafte Mondkraterkataloge

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00:00:02: Das KI Update, ein Heise-Podcast mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.

00:00:14: Ich bin Marco Pauli und dies sind heute unter anderem unsere Themen – KI als strategisches Gut, Apples KI gegen Betrug, Nvidia's Marktmacht, KI spürt Munition am Meeresgrund auf und fehlerhafte Monkrater Kataloge!

00:00:31: China prüft den Auslandszugang zu seinen fortschrittlichsten KI-Modellen zu beschränken.

00:00:37: Damit behandeln nun beide Supermächte die USA und China ihre besten Systeme als strategisches Gut – für Europa verschärft sich dadurch eine ohnehin schwierige Lage, Max Schreiner von The Decoder.

00:00:52: Laut der Nachrichtenagentur Reuters sprachen chinesische Behörden im vergangenen Monat mit führende Technologiefirmen über mögliche Beschränkungen, ähnlich zu denen der US-Regierung an Open AI und Anthropic.

00:01:03: An den Treffen namen Konzerne wie Alibaba, Bitens sowie das Startup ZAI Teil.

00:01:09: Vorgeschlagen wurde unter anderem ein gestuftes System, einfacher Open-Source-Werkzeuge nur noch mit Meldepflicht, fortgeschrittener Technologien mit Sicherheitsprüfung und die sensibelsten Frontiermodelle gar nicht zur öffentlichen Freigabe oder eben nur noch zur inländischen Nutzung.

00:01:23: Für Europa ist das mehr als eine Randnotiz denn bisher galten die offenen frei herunterladbaren Modelle aus China vielen als günstiger – wenn selbst gehostet auch quasi souveräne Alternative zu den teuren und geschlossenen US-Diensten.

00:01:36: Chinas Vorstoß zeigt jedoch, dass auch dieser Weg unsicher ist.

00:01:39: Ein eigenes konkurrenzfähiges Angebot fehlt in Europa bislang weitestgehend – eine Ausnahme ist natürlich der französische Anbieter Mistral!

00:01:46: Doch solange Europa Gewicht als Handels- und Bündnispartner hat, dürften die Zugänge von China und den USA an den meisten Fällen bestehen bleiben.

00:01:53: Der wirtschaftliche Wohlstand dahinter beruht jedoch stark auf hochwertiger Kopfarbeit also auf gut ausgebildeten Ingenieuren, Entwicklern und Forschern, die Europa im Welthandel als stärker einbringen kann.

00:02:03: Und genau diese Kopfarbeit droht durch KI an Wert zu verlieren.

00:02:07: Das Wissen und Talent aus Europa abwandern ist natürlich keine Erfindung des KI-Zeitalters, schon lange werden europäische Startups und Firmen von ausländischen Konzernen aufgekauft – so auch das heute zu Google gehörende Diebmeint übrigens!

00:02:20: Laut der Europäischen Investitionsbank steckt in mehr als vier von fünf großen Finanzierungsrunden ein ausländerischer Investor.

00:02:27: Aber KI öffnet diesem alten Lack nun einen zweiten schnelleren Kanal, denn Fachwissen lässt sich heute in kleinen Portionen einkaufen und direkt in ein Modell einspeisen.

00:02:36: Plattform wie Merkur vermitteln Experten an KI-Libore die deren Wissen gezielt als hochwertige Trainingsdaten nutzen.

00:02:42: der Markt verschiebt sich weg von massen einfache Beispiele hin zu kleineren von Fachleuten kuratierten Datensätzen.

00:02:49: Vor Europa sumiert sich beides zu einem doppelten Risiko.

00:02:52: Der Kontinent verliert wie bisher Firmen und Talente an ausländische Eigentümer, und zugleich fließt das Fachwissen seiner Experten möglicherweise als Trainingsmaterial in Modelle ab die er selbst kaum besitzt.

00:03:03: Es wäre eine Abwärnderung nicht in billigere Länder wie eins bei der Industrieproduktion sondern in fremde KI-Modelle diesmal beim geistigen Kapital.

00:03:11: Untätig ist Europa dabei immerhin nicht mehr.

00:03:13: Programme wie Invest AI sollen zweihundert Milliarden Euro für KI mobilisieren, die Umsetzung stockt allerdings noch.

00:03:20: Auch das Aufschieben von einigen EU-AI-Aktregeln soll die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Firmen verbessern!

00:03:27: Ob Geld und gelockerte Regeln genügen, um die doppelte Abhängigkeit aufzulösen ist offen.

00:03:31: Ebenso wie die Frage ob alle Beteiligten die Tragweite der Technologie tatsächlich erfassen.

00:03:37: Manche in Europa scheinen eher auf das Platz einer KI-Place zu hoffen oder ein Leapfrogging dass die eigene Rückständigkeit bei Rechenleistung und Daten mit einem cleveren Sprung überspringt.

00:03:47: Doch die jüngsten Entwicklungen deuten in eine andere Richtung ruhe Rechenleistung gewaltige Datenmengen und praktische Erfahrungen haben Modelle wie Mythos hervorgebracht, die etablierte Praktiken der Seibessicherheit binnen kürzer Zeit über den Haufen geworfen haben.

00:04:00: Genau deshalb behandeln Washington und Peking solches System als strategisches Gut – und wer darauf setzt dass sich dieser Trend von selbst erledigt verkennt das die Grundlage dieser Modelle Rechenleistung und Daten.

00:04:11: real und schwer aufzuholen ist?

00:04:14: Apple klangt mit dem neuen Betriebssystem fürs iPhone iOS, ein neues Framework namens Trust Insights.

00:04:23: Eine KI-basierte Verhaltensanalyse die Nutzerinnen und Nutzer vor Social Engineering und bedruckt warnen soll.

00:04:31: Malte Kirchner berichtet

00:04:32: Was macht man eigentlich wenn die beste Sicherheitstechnik nichts nutzt weil der Nutzer selbst überredet wird sein Geld wegzuschicken?

00:04:40: Genau dieses Problem will Apple jetzt angehen.

00:04:43: Zwei Fakte, Authentifizierung, Fingerabdruck, Gesichtserkennung – all das schützt zuverlässig vor Cyber-Kriminellen von außen.

00:04:50: Aber es schütz nicht vor sogenanntem Social Engineering also vor Betrügern die Menschen am Telefon oder per Nachricht so lange bearbeiten bis sie selbst die Tür aufmachen im übertragenen Sinne zum Beispiel indem Sie eine große Summe überweisen weil angeblich ein Familienmitglied in Krankenhaus liegt oder indem Sie fremden Fernzugriff auf Ihr Gerät geben.

00:05:12: Genau hier setzt Apples neues Framework an, das auf den Namen Trust Insights hört.

00:05:17: Die Idee dahinter eine künstliche Intelligenz beobachtet das Verhalten auf dem iPhone und schlägt Alarm wenn etwas verdächtig aussieht – also etwa bei ungewöhnlich hohen Überweisungen beim Löschen von Konten oder beim Export sensibler Daten.

00:05:31: Erkennt das System eine mittlere oder hohe Betrugsgefahr bekommt die jeweilige App ein Signal und muss dann selbst entscheiden wie sie reagiert.

00:05:39: Das kann eine Warnmeldung sein oder auch eine kurze Verzögerung der Transaktion.

00:05:45: Wichtig dabei, die App-Entwickler müssen Apple zurückmelden was sie mit diesem Wahnsignal gemacht haben.

00:05:50: Wer das nicht tut riskiert dass Framework künftig nur noch eingeschränkt nutzen zu dürfen.

00:05:56: und Apple betont beim Datenschutz nochmal die eigene Linie.

00:05:59: Die Analyse läuft größtenteils direkt auf dem Gerät.

00:06:02: Inhalte aus Fotos Nachrichten oder Mails werden nicht einbezogen.

00:06:06: Nutzer können die Funktion sogar abschalten, allerdings erst nach einer Wartezeit.

00:06:10: Und sie ist bewusst eingebaut damit Betrüger ihre Opfer nicht dazu drängen können den Schutz einfach schnell zu deaktivieren.

00:06:18: Eingeführt wird Trust and Sides mit iOS dem Herbst.

00:06:22: Ob es wirklich etwas bringt hängt aber vor allem davon ab ob Banken, Social Media Anbieter und andere App Entwickler das Angebot auch nutzen.

00:06:29: Angesichts der Kosten die Cyberbetrug in Unternehmen verursacht dürfte Interesse durchaus groß sein.

00:06:34: Bleibt die Frage, wie Nutzer auf die neue Verhaltensüberwachung reagieren.

00:06:38: Und was passiert wenn das System mal falsch liegt?

00:06:42: Danke Malte!

00:06:43: Nvidia startet ein neues Geschäftsmodell für seine KI-Beschleuniger mit dem sich womöglich die eigene Marktmacht weiter zementieren lässt.

00:06:52: Die begehrte Hardware wird verkauft und Nvidia sichert sich gleichzeitig einen Anteil an den späteren Umsätzen.

00:07:01: Mark Mantel erklärt wie das funktioniert.

00:07:04: Nvidia geht mit kleineren Betreibern von Cloud-Rechenzentren einer Versicherung ein.

00:07:08: Die sogenannten Neoclouds drücken einen Teil ihres Umsatzes in den Nvidia ab, dafür mietet Nvidia im Zweifelsfall ungenutzte Rechenkapazität zurück.

00:07:16: Dadurch können die Cloud-Ambieter ungehem breite Rechencentren aufbauen – inklusive Lieferversprechen für GPU's und andere Hardware.

00:07:23: Nvidia nutzt derweil seine prei gefüllten Konten um die KI-Blase weiteraufzupumpen.

00:07:28: Die ersten zwei Partner für dieses Geschäftsmodell sind die beiden australischen Neoclouds Sherry Ray & Firmest Technologies.

00:07:34: Sie plant jetzt Rechenzentren mit über zweihunderttausend GPUs und einer Gesamtkapazität von über vierhundert Megawatt.

00:07:40: Danke, Marc!

00:07:42: Samsung erwartet für das zweite Quartal eine Verneunzehnfachung des Betriebsgewinns gegenüber dem Vorjahr.

00:07:49: Dennoch gaben die Aktien nach dieser Bekanntgabe um fast zehn Prozent nach – was wohl daran liegt dass die Rekordzahlen bereits erwartet worden waren?

00:07:59: Die enormen Gewinne beruhen vor allem auf Samsungsrolle beim Ausbau der KI-Infrastruktur.

00:08:05: Als einer der weltweit führenden Halbleiterproduzenten profitiert Samsung besonders stark bei Speicherchips vom KI Boom.

00:08:14: Dass die Aktien nicht weiter angezogen sind, liegt wohl auch daran dass an den Finanzmärkten die Unsicherheit wächst wie lange das KI-Wettrennen wohl noch anhalten mag!

00:08:25: In Südkorea, dem Herkunfts- und Hauptsitzland von Samsung führten die Rekordeinnahmen gleichzeitig zu Debatten über die Gewindverteilung.

00:08:34: Die Belegschaft wollte bereits streiken – was aber durch Prämien für die Mitarbeitenden der Halbleitersparte abgewendet werden konnte.

00:08:44: Der Wert vieler KI-Unternehmen beruhe vollständig auf dem Versprechen, dass die Margen steigen werden.

00:09:02: In regulierten Branchen wie Gesundheitswesen, Banken, Energie oder Pharma könnten Prozessumstellungen und Datenschutzanforderungen Produktivitätsgewinne deutlich verzögern – laut SLOG Preisen die Aktienmärkte schnelles Gewinnwachstum, während die realen Cash Flows viel langsamer folgen könnten.

00:09:23: Dauere der Produktivitätsschub zu lange drohe eine schmerzhafte Neubewertung vieler KI-Aktien.

00:09:31: Elon Musk's KI Unternehmen XAI heißt künftig SpaceX AI und bekommt ein neues Logo.

00:09:38: Berühmt gerüchtigt ist die KI-Sparte vor allem für den Chatbot Grog.

00:09:42: Musk hatte XAI Mitte des Jahrzehntes und zwanzig gegründet, um eine so wörtlich maximal wahrheitssuchende KI zu entwickeln!

00:09:52: Der in X integrierte Chatbot Grog hat mehrfach für Skandale gesorgt.

00:09:57: Anfang des Jahres etwa erzeugte die Technik bereitwillig sexualisierte Deepfakes realer Personen, teils auch von Minderjährigen.

00:10:06: Mehrere Staaten blockierten das Angebot darauf hin.

00:10:10: Zudem fiel Grog wiederholt durch rechtsextreme Inhalter auf.

00:10:14: Trotz der Negativschlagzeilen und auch anhaltender Milliardenverluste schloss die Firma mehrere Verträge mit anderen KI-Unternehmen ab, um sich langfristig Zugriff auf Rechenleistung zu sichern.

00:10:28: Microsoft ersetzt in einigen Copilot-Produkten wie Excel und Outlook KI-Modelle von OpenAI & Anthropic durch eigene Systeme.

00:10:38: Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg verarbeiten Microsofts intern entwickelte Mai-Modelle bereits Zehntausende Anfragen pro Woche.

00:10:48: Der Anteil der eigenen Modelle ist insgesamt noch gering, Microsoft will aber die Kosten für externe KI weiter senken – KI-Chef Mustafa Suleyman erklärte man Zahle viel Geld an Anthropic und wolle diese Kosten reduzieren und letztlich beseitigen!

00:11:05: Für Kunden könnte das bedeuten gleiches Geld für weniger KI-Leistung.

00:11:10: Microsoft Chef Satya Nadella deutete zudem an, dass die Abrechnungen stärker nutzungsbasiert werden könnten.

00:11:18: Denkbar wären günstige My-Modelle als Standard und externe Modelle von OpenAI & Anthropic gegen Aufpreis!

00:11:27: Smart glasses sorgen bei Umstehenden häufig für Unbehagen.

00:11:31: Sie sind ja meistens mit Kameras ausgestattet und man kann sich da schon fragen, werde ich jetzt hier heimlich aufgenommen?

00:11:38: oder werden wir Gesichtserkennung vielleicht gerade Informationen über mich eingeholt und womöglich gespeichert?

00:11:44: In der EU stehen smart glasses auch deshalb im Fokus von Datenschützern und Parlamenten.

00:11:50: In der neuen smarten Brille des US-Hersteller Solos sind nun keine Kameras mehr installiert.

00:11:57: Die Ergo AVI setzt ausschließlich auf einen KI Sprachassistenten.

00:12:02: Dadurch ist die Brille deutlich dünner und leichter als andere Modelle, sie wiegt ohne Gläser nur wenige Gramm.

00:12:09: Die kürzlich vorgestellten und mit Kameras ausgestatteten Metaglases etwa sind deutlich schwerer!

00:12:16: Der in der Ergo A-Sex integrierte KI-Assistent beantwortet Fragen.

00:12:20: Er reagiert auf Sprachbefehle, liefert Übersetzungen in Echtzeit und erinnert an Termine.

00:12:27: Die Ausgabe erfolgt über Lautsprecher hinter den Ohren.

00:12:31: Auch Musik hören und Telefonate sind natürlich möglich.

00:12:35: Marktstart und Preis stehen noch nicht fest.

00:12:39: Sicherheitsforscher der Firma Cystic haben den ersten Ransom-Angriff festgestellt, der wohl komplett von einem großen Sprachmodell gesteuert wurde.

00:12:48: Der Vorfall trägt den Namen Jadepuffer.

00:12:51: Eine KI drang demnach in ein Produktionssystem ein, verschlüsselte und löschte weitgehend eigenständig Daten und forderte Anschließungslösegeld.

00:13:00: Verräterisch waren unter anderem kryptische Kommentare Die menschliche Täter nicht hinterlassen würden.

00:13:09: Auch die Geschwindigkeit, mit der die KI zum Beispiel nach einem fehlgeschlagenen Log-inversuch das Skript innerhalb weniger Sekunden verbesserte spricht laut den Forschern für das autonome Handeln einer KI.

00:13:21: Bei genauerem Hinsehen entpuppte sich der Angriff aber als dilettantisch – so gab die KI als Zieladresse für das Lösegeld Eine Bitcoin Wallet an, die häufig als Platzhalter in öffentlicher Dokumentation auftaucht.

00:13:36: Ein Lösegeld wäre also nie angekommen und der Key zur Entschlüsselung wurde offenbar gar nicht erst korrekt abgespeichert.

00:13:44: ein Opfer hätte also selbst nach Zahlungen keine Chance auf eine Entschlüsslung gehabt.

00:13:50: Für die Kriminellen ist Jade Puffer vielleicht nur ein Testballon um zu schauen was man bei einem echten Angriff via KI alles bedenken muss.

00:14:00: KI-generierte Bilder und Videos werden immer realistischer.

00:14:03: Na klar, manchmal sind da immer noch zu viele Körperteile zu sehen doch häufig lassen sich Fälschungen nicht mehr leicht erkennen.

00:14:10: Moderne Modelle stellen anatomisch korrekte Körper dar und simulieren feinste Details etwa das Pulsieren der Haut im Takt eines Herzschlags.

00:14:20: Das Problem echter Aufnahmen von Deepfakes zu unterscheiden wächst also.

00:14:25: Daran dürften auch neue Gesetze der EU wenig ändern.

00:14:29: Technische Erkennungsverfahren gewinnen deshalb zunehmend an Bedeutung.

00:14:34: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut EOSB das Verfahren Real or Render entwickelt, mit den KI Fälschungen entlarvt werden sollen.

00:14:47: Die KI wird da genutzt um ein verdächtiges Bild oder Video gewissermaßen noch einmal nachzuproduzieren.

00:14:55: Anschließend vergleicht die KI das Original mit der neu erzeugten Version.

00:15:00: Ist das Ausgangsbild bereits ein Deepfake, werden sich beide stark ähneln!

00:15:06: Ein echtes Foto oder Video weist dagegen mehr Rauschen und natürlichere Ungenauigkeiten auf, wodurch größere Abweichungen zur KI-Rekonstruktion entstehen.

00:15:17: Die Erkennungsrate liegt laut den Forschenden zwischen.

00:15:22: Zudem macht das Verfahren seine Entscheidung nachvollziehbar.

00:15:27: Am Ende der Analyse erzeugt es eine Heatmap, die zeigt welche Bilddetails wie Gesicht, Haare oder Hintergrund als verdächtig eingestuft werden.

00:15:37: So kann nachvollzogen werden warum das System ein Bild für eine Fälschung hält.

00:15:43: In Deutschland sind im ersten Halbjahr so viele Start-ups gegründet worden wie nie zuvor in einem vergleichbaren Zeitraum.

00:15:50: Insgesamt entstanden über dreitausend neue Firmen.

00:15:54: Das zeigt eine Auswertung des Start-up-Verbandes für die Handelsregisterdaten ausgewertet worden.

00:16:01: Die Entwicklung wird durch KI angetrieben und das gleich zweifach.

00:16:05: Zum einen erleichtert sie das Gründen selbst, da sich mit KI Werkzeugen die Softwareentwicklung, das Marketing oder Verwaltung automatisieren lassen.

00:16:15: Zum anderen bauen viele der neuen Firmen ihre Geschäftsmodelle auch auf KI auf, etwa mit Chatbots, KI-gestützten Analysewerkzeugen oder spezialisierten Sprachmodellen für einzelne Branchen.

00:16:29: Mehr als ein Drittel der neuen Startups hat einen solchen klaren KI Bezug.

00:16:34: Neben dem KI Boom spielt laut Verband aber auch die Wirtschaftskrise eine Rolle.

00:16:39: Da viele Unternehmen weniger einstellen, wird die eigene Gründung für viele Talente zur Alternative.

00:16:47: Auch in bereits etablierten Unternehmen wächst die KI-Nutzung – laut einer Studie von IW-Konzalt nutzen inzwischen vierzig Prozent der Firmen in Deutschland KI.

00:16:58: Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl mehr als verdoppelt.

00:17:02: Selbst in kleinen Betrieben liegt die Nutzungsquote bei knapp vierzig.

00:17:07: Dass die Mehrzahl der Unternehmen KI nicht einsetzt, liegt an vielen der Relevanz für das Geschäftsmodell aber auch an datenschutzrechtlichen Bedenken.

00:17:18: Der Einsatz von KI verändert den Arbeitsmarkt.

00:17:21: KI-Kentnisse werden nicht mehr nur in IT Abteilung verlangt sondern auch in Produktionen Logistik oder Qualitätsmanagement.

00:17:31: KI-Kompetenzen entwickeln sich damit branchenübergreifend zu einer grundlegenden Anforderung im Berufsalltag.

00:17:40: In vielen Rathäusern in Deutschland wird für Verwaltungsaufgaben mittlerweile KI eingesetzt oder zumindest getestet.

00:17:47: In einer repräsentativen Forsa-Befragung von Bürgermeisterinnen und Bürgemeistern, von Gemeinden mit mindestens ein tausend Einwohnern gab gut die Hälfte an dass die Technik in ihrer Verwaltung bereits produktiv genutzt oder derzeit erprobt wird.

00:18:03: Am häufigsten wird KI demnach zur Erstellung und Bearbeitung von Dokumenten eingesetzt gefolgt von Übersetzungen, der Zusammenfassung und Analyse von Akten und zur Protokollierung von Sitzungen.

00:18:17: KI wird vor allem als Chance für Effizienzsteigerung und Zeitersparnis sowie eine schnellere Bearbeitung von Bürgeranliegen gesehen.

00:18:26: Knapp die Hälfte der Befragten sieht zudem eine Chance in der Abmilderung des Fachkräftemangels.

00:18:33: Die KI-Figur Tilly Norwood soll die Hauptrolle in einem Spielfilm übernehmen.

00:18:38: Bereits vor einigen Monaten hatte sie komplett am Computer erzeugte Figur mit einem ersten Musikvideo für Aufsehen gesorgt, jetzt bereitet das britische KI Studio Particle VI also einen Film mit ihr vor.

00:18:52: Geplant ist demnach ein Comedy-Drama, das im sogenannten Tillyverse spielt.

00:18:58: In dieser surrealen digitalen Welt versucht die Protagonistin Tilly, angestachelt von einem Bord aus dem Darknet menschliche Züge zu entwickeln!

00:19:08: Der Film soll teils von Menschen teils vom KI gestaltet werden – Regisseure, Autoren und KI-Spezialisten arbeiten also dabei zusammen.

00:19:18: Mal sehen, was dabei rauskommt und auch wie das ankommt.

00:19:22: Bereits die Vorstellung von Tilly Norwood im vergangenen Jahr hatte für viel Kritik aus der Filmbranche gesorgt.

00:19:30: Der Film soll übrigens Miss Aligned heißen, was sich mit Feelausrichtung übersetzen lässt.

00:19:37: Seit den beiden Weltkriegen lagern große Mengen Munition in Nord- und Ostsee.

00:19:42: Die Bergung ist eine große Herausforderung, aber auch das Aufspüren der giftigen und gefährlichen Altlasten in der Tiefe ist schwierig.

00:19:51: KI könnte dabei behilflich sein – Oliver Bündte berichtet über ein neues Verfahren.

00:19:57: Nicht explodierte Kampfmittel gefähren unter Wasser besonders im Küsten je Badetouristen und die Schifffahrt.

00:20:03: Mit herkömmlicher Sonatechnik und bildgebenden Verfahren sind die Blindgänger in flachen Gewässern nur schwer zu entdecken.

00:20:09: Besonders bildgebende Verfahren gelangen an ihre Grenzen, weil das Wasser für Verzerrungen in den aufgenommenen Bildern sorgt.

00:20:16: Die Forscher der Rosenstil School haben zwei von der US-Weltraum Agentur NASA entwickelte Verfahren kombiniert um aus der Luft von drohnenaufgenommene Bilder von Küstenabschnitten so zu verbessern dass sie von einer künstlichen Intelligenz ausgewertet werden können.

00:20:30: Die Miedertechnik setzt auf ein multispektrales Sensorsystem auf.

00:20:34: Dabei wird Licht in unterschiedlichen Wellenlängen in das Wasser geschickt, sodass die Tiefen des Ozeans besser ausgeleuchtet werden.

00:20:41: Fluid-Lensing rechnet mit einem speziellen Algorithmus durch Wasserbewegungen verursachte Verzerrung in Echtzeit aus den Bildern, so dass klarere hochauflösende Unterwasserbilder vorliegen.

00:20:51: Diese Bilder werden von einer KI ausgewertet, die darauf trainiert ist spezifische Strukturen von Bomben und Munition zu erkennen und von natürlichen Unterwasserstrukturen zu unterscheiden.

00:21:01: Das gelingt auch dann, wenn Bomben- und Munition von Sediment und natürlichem Bewuchs bedeckt sind.

00:21:07: Erste Tests des Lebens sind erfolgreich verlaufen – die Forscher wollen ihre Versuche nun auf tiefere Küstenabschnitte und trübere Gewässer ausweiten.

00:21:15: Das Verfahren soll die Suche nach Blindgängern in Küsten je beschleunigen und kostengünstiger

00:21:19: machen.".

00:21:20: Danke Oliver!

00:21:22: Die Krater von Himmelskörpern verraten der Wissenschaft so einiges über sie zum Beispiel ihr Alter.

00:21:29: Damit das aber funktioniert, müssen die oft zahlreichen Krater präzise katalogisiert sein.

00:21:35: Das war bisher eine mühsam und langwierige Forschungsarbeit – kann KI-Technik das vielleicht viel schneller erledigen?

00:21:57: bestehend bleiben und nur durch andere Einschlagskrater verändert oder vernichtet werden.

00:22:04: Und man kann darüber das Alter von Oberflächen ermitteln, also man weiß dass Asteroiden mit ziemlich Regelmäßigkeit auf Himmelskörper einschlagen.

00:22:17: wenn man dann einfach die Krater zählt kann man eben herausfinden, wie alt zu einer Oberfläche ist.

00:22:23: Das ist schon eine Weile bekannt und bislang ist es so dass für diese Analysen diese Krater manuell gezählt und kartiert werden müssen und das ist eine sehr zeitaufwendige Aufgabe die schon mal gerne ein paar Jahre dauert zum Beispiel den Mond.

00:22:38: Und das ist natürlich eine Aufgabe, wo man denken sollte dass KI besonders gut können sollte.

00:22:44: Mit Mustererkennung in Bildern sollte man eigentlich davon ausgehen, dass KI das ganz gut kann und dafür gibt es verschiedene Systeme die das auch gemacht haben oder machen sollen und solche Kraterkataloge für den Mond erstellen.

00:23:00: Bislang hieß es eben auch Genau genug sind.

00:23:04: Jetzt hat ein Forschungsteam aus den USA einfach mal genauer nachgeguckt, für den Mond mit acht solcher Kraterkatalobe, die KI generiert, erstellt wurden – mit einem Katalog verglichen der von den Menschen in jahrelanger Arbeit erstellt wurde.

00:23:22: Und das Ergebnis ist ziemlich ernüchternd, es ist so dass auf den ersten Blick diese Kraterkataloge, die KI-Generierten mithalten können mit menschlichen Arbeiten.

00:23:32: aber bei genauer Hinsäen hat sich eben gezeigt, dass das überhaupt nicht der Fall ist, dass sie viel ungenauer sind.

00:23:39: und da gibt's auch so Beispielbilder wo man sieht Kreise, die dann eben über so ein Krater gezeichnet werden.

00:23:45: Teilweise deutlich größer oder kleiner sind oder so ein bisschen daneben liegen.

00:23:49: und das hätte natürlich wenn man die verwendet sehr weitgehende Konsequenzen für die Erforschung der Ermittlung des Alters weil einfach die Zahlen nicht stimmen die dann daraus kommen.

00:23:59: also es wären einfach falsche Zahlen für diese Krate angegeben.

00:24:04: und da bei der Forschung ist auch rausgekommen dass das teilweise von der Größe der Krata abhängt.

00:24:09: also bei bestimmten Größen kommt egal Kai ganz gut klar und bei anderen wieder nicht, aber es geht ja um die Gesamtheit.

00:24:16: Das Forschungsteam sagt jetzt nicht dass man deswegen Kai eigentlich benutzen soll sondern sie machen durchaus anders das eben eine enorme Hilfe ist wenn's funktioniert also wie man die Arbeit von Jahren auf wahrscheinlich wenige Stunden oder Tage verkürzen kann.

00:24:32: Ist natürlich ein riesiger Hilfe, aber dass man sich der Schwächen bewusst sein soll und auch beim Training der Kais noch anders.

00:24:41: Also prinzipiell halten die beiden Forscher, die das gemacht haben, die Technik schon für dafür geeignet in Mama noch nicht so weit.

00:24:49: Danke Martin!

00:24:52: Und das war das KI-Update von Heiser Online vom achten Juli.

00:24:58: Ein neue Folge gibt es Montags Mittwochs und Freitags ab fünfzehn Uhr.

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