KI-Update kompakt: Deutschland-App, OpenAI bietet Beteiligung, KI als Chef, Git-KI-Tool

Shownotes

Das ist das KI-Update vom 03.07.2026 mit diesen Themen:

Was die Deutschland-App leisten soll OpenAI bietet der US-Regierung Beteiligung am Unternehmen Wie würde eine KI als Start-up-Chef abschneiden? Ein neues Git-KI-Tool

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00:00:02:

00:00:14: Ich bin Marco Pauli und dies sind heute unter anderem unsere Themen, was die Deutschland-App leisten soll.

00:00:22: OpenAI bietet der US-Regierung Beteiligung am Unternehmen.

00:00:26: Wie würde eine KI als Startupchef abschneiden?

00:00:30: Und ein neues Git-KI Tool!

00:00:33: Ja, lange Zeit war etwas nebulös was die geplante Deutschland-App des Bundesdigitalen Ministeriums eigentlich genau leisten soll.

00:00:41: Nun gibt es offenbar etwas mehr Klarheit darüber.

00:00:44: Ich habe dazu mit meinem Kollegen Christian Wölbert aus der CT Redaktion gesprochen und ihn gefragt wofür also soll die Deutschland App genutzt werden?

00:00:53: Und was soll sie können?

00:00:55: Die Deutschland App ist ein Projekt der Bundesregierung.

00:00:58: Sie möchte dadurch Bürgerinnen und Bürgern es vereinfachen Verwaltungsleistungen zu beantragen, also das sind zum Beispiel so Dinge wie Wohngeld oder die Kindergeldweiterbewilligung.

00:01:10: Oder die Ummeldung des Wohnorts.

00:01:12: Die App soll eben einfacher verständlich machen diese Leistungen zu Beantragen.

00:01:18: und kannst du was schon genau sagen?

00:01:20: Wie die Nutzeroberfläche aussieht ob das wirklich alles leichter macht?

00:01:25: Die Bundesregierung hat Mock-Ups oder Screenshots veröffentlicht, aus denen man sieht dass diese App drei Interaktionsmodi haben soll.

00:01:33: Das ist einmal eine Formularansicht wobei ich davon ausgehe das die Formulare dann anders strukturiert und hoffentlich einfacher sind als die Originalformulare.

00:01:42: Das zweite ist eine Chatansicht.

00:01:44: da kann man quasi mit einer Art Chatboard im Dialog so einen Antrag ausfüllen Und das Dritte ist tatsächlich ein Gespräch mit einem KI-generierten Videoavatar.

00:01:55: Das heißt, man kann selbst ins Mikrofon des Smartphones sprechen und sagen was man möchte und im Hintergrund übersetzt dann eben die App gesprochene Sprache in Text damit es weiterverarbeitet werden kann.

00:02:08: Und wann soll die App kommen?

00:02:10: Die Rede seitens der Bundesregierung ist davon dass man in den Produktivbetrieb gehen will.

00:02:16: Es wird dann aber sicherlich noch nicht so sein, dass man alle Verwaltungsleistungen die schon irgendwo online verfügbar sind.

00:02:22: Dann auch mithilfe der App ausfüllen kann.

00:02:25: ich vermute das wird sich dann erst mal auf ein bestimmtes Set an Verwaltung Leistung

00:02:29: beschränken.

00:02:31: und sollen dann eigentlich offline Orte also Behörden selbst dass man da einfach nochmal vorbeigehen kann.

00:02:38: wenn man diese App nicht nutzen möchte soll sollen die dann abgeschafft werden?

00:02:42: in dem Zuge weißt du das?

00:02:45: Das hat erstmal mit der Deutschland App nicht direkt irgendwas zu tun.

00:02:49: Es gibt eine Diskussion um die Frage, wollen wir digital only haben in Deutschland?

00:02:54: Das heißt soll es Antragsverfahren geben, die nur online zur Verfügung stehen oder sollen sogar nach und nach viele die meisten Verfahren nur noch online zur verfügung stehen wie das in Dänemark der Fall ist?

00:03:05: Die Diskussion ist aber auch relativ abstrakt.

00:03:07: also In der Regel wird es so bleiben erst mal dass man sich entscheiden kann ob man klassischen Weg geht, indem man zum Beispiel ins Bürgeramt geht oder vielleicht ein Formular ausdruckt und per Brief einreicht.

00:03:21: Und man kann sich aber dann eben freiwillig dafür entscheiden auch die App zu nutzen.

00:03:25: Das wird meines Wissens nicht Pflicht sein!

00:03:27: Und die Telekom und SAP sollen die App bauen?

00:03:32: Wie kommen gerade diese Unternehmen zu dem wahrscheinlich sehr lukrativen Auftrag.

00:03:38: Da muss man unterscheiden, also die Bundesregierung hat immer gesagt dass die Telecom und SAP beauftragt wurden einen Prototyp dieser App zu bauen.

00:03:46: da könnte auch das ansinnende Rolle spielen, dass wir möglichst schnell vorwärtskommen weil es da einen bestehenden Vertrag gab.

00:03:52: Es soll aber jetzt eine Ausschreibung geben, in dem diese Deutschland-App noch mal eine wichtige Rolle spielt.

00:03:58: Vielleicht wird die da nochmal von Grund auf neu entwickelt?

00:04:00: Das weiß ich nicht!

00:04:02: Jedenfalls sagt die Bundesregierung – jetzt geht es erst einmal nur um einen Prototypen von SAP und Telekom.

00:04:07: Vielen Dank Christian für das Gespräch.

00:04:10: Die Bundesregierung will KI-Aktivitäten deshalb künftig besser koordinieren und dafür soll eine Task Force eingerichtet werden.

00:04:25: Das berichtet das Nachrichtenmagazin Politico unter Berufung auf einen Einladungsschreiben an die Staatssekretäre der Bundesministerien.

00:04:34: Ziel ist es offenbar Deutschland zu einer so wörtlich KI-Nation, Das bedeutet KI soll stärker in Wirtschaft, Verwaltung und Forschung integriert werden.

00:04:45: Geleitet werden soll die Task Force vom Bundesministerium für Digitales- und Staatsmodernisierung.

00:04:51: darin vertreten sein sollen alle Bundesministerien mit jeweils einem Staatssekretär.

00:04:57: Fünf Arbeitsgruppen sollen zu den Themen Frontier AI, KI Sicherheit, KI Infrastruktur, KI und Gesellschaft sowie KI Anwendung konkrete Vorschläge erarbeiten.

00:05:09: Auf der Agenda stehen außerdem Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik sowie der Aufbau eines KI Sicherheitsinstituts.

00:05:17: Bis Ende September sollen die Arbeitsgruppenergebnisse vorlegen.

00:05:21: Beim Digitalgipfel im November will die Bundesregierung dann eine gemeinsame KI-Strategie präsentieren.

00:05:29: Microsoft baut seine KI-Infrastruktur in Deutschland noch weiter aus.

00:05:33: Der Konzern plant ein weiteres Rechenzentrum im nordrheinwestfälischen Grävenbräuch und hat dafür bereits einen Kaufvertrag für ein Dreiundzwanzig Hektar großes Grundstück unterzeichnet.

00:05:45: Es wäre der vierte Microsoft-Standort im rheinischen Revier, nachdem bereits zwei Tausendvierundzwansich Rechencentren in Badenburg, Bergheim und Elzdorf angekündigt wurden.

00:05:56: Die Investitionen könnten bei bis zu einer Milliarde Euro liegen.

00:06:00: Als Kunden hat das Unternehmen vor allem Industriebetriebe aus Nordrhein-Westfalen im Blick und begründet den Ausbau mit der steigenden Nachfrage nach Cloud und KI Diensten.

00:06:11: Aus der Landes- und Kommunalpolitik kommt allerhand Lob für das Vorhaben.

00:06:16: Es wird als Hilfe für den Strukturwandel gesehen, durch den Kohleausstieg will die Region schließlich neue Arbeitsplätze und Unternehmen gewinnen.

00:06:25: Umweltorganisationen warnen vor dem hohen Strombedarf neuer KI Rechenzentren und fordern dass diese vollständig mit zusätzlich erzeugten Erneuerbaren Strom betrieben

00:06:36: werden.".

00:06:37: Doch ob das angesichts des enormen Strombedarfs vom KI-Rechenzentren gelingen kann?

00:06:44: Die EU-Kommission erwegt einen Bericht zufolge, die bereits beschlossenen Klimavorgaben für den Betrieb von Rechenzentern zu lockern.

00:06:53: Die Techbranche drängt ähnlich wie bei anderen Digitaregeln auf weniger strenge Vorgaben – die Kommission prüft nun offenbar entsprechende Änderungen, Tomislav Besmalinovic berichtet.

00:07:05: Die EU-Kommission könnte ihre geplankten Nachhaltigkeitsregeln für Rechenzentren deutlich lockern.

00:07:11: Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf einen neuen Entwurf für eine EU-Verordnung.

00:07:17: Mit ihr will die Kommission Details des geplackten Nachaltigkeitles für Rechenzentren festlegen.

00:07:24: Ursprünglich sollten Betreiber von Rechencentren Grün Stromzertifikate Nur dann voll anrechnen dürfen, wenn der Strom zeitnah in derselben Stromregion und aus vergleichsweise neuen Anlagen stammt.

00:07:37: Solche Zertifikate dienen als Nachweis dass Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wurde.

00:07:44: Nach Lobbyarbeiter-Techbranche wurden diese Vorgaben im neuen Entwurf nun weitgehend gestrichen berichtet die Zeitung.

00:07:52: Auch Zertifikate aus Kernenergie könnten künftig berücksichtigt werden.

00:07:58: Der Entwurf ist noch nicht final und könnte sich nach Beratungen mit den Mitgliedstaaten noch ändern.

00:08:04: Zu den Akteuren, die auf einer Lockerung drängten, zählen laut dem Bericht Amazon Web Services Microsoft sowie der Europäische Rechenzentrumsverband EU-DCA.

00:08:16: Ohne die strengeren Vorgaben könnten Rechencentren ihren Strombedarf leichter über Zertifikate ausgleichen auch wenn der tatsächlich genutzte Strom zeitweise aus fossilen Quellen stammt.

00:08:30: Kritiker waren deshalb, dass ohne neue lokale und zeitlich passende Ökostromquellen die Nachfrage nach fossilem Gas steigen könnte – das könnte Energiepreise und Versorgungssicherheit belasten!

00:08:44: Die Debatte zeigt einen Zielkonflikt.

00:08:46: d.U.,

00:08:48: sie will ihre Klimaziele einhalten muss zugleich den Ausbau von KI-Infrastruktur beschleunigen, um wettbewerbsfähiger zu werden.

00:08:57: Neue Nachhaltigkeitsberichte von Amazon und Google zeigen wie groß der Druck ist.

00:09:03: Die Emissionen bei der Unternehmen sind im Jahr zwei Tausend Fünfundzwanzig deutlich gestiegen getrieben vom Ausbau from Rechenzentren.

00:09:11: Google räumt dem eigenen Bericht ein dass der Weg zur Netto Null schwieriger wird Weil der KI-Ausbau derzeit schneller voranschreitet, als die Stromnetze sauberer werden.

00:09:23: Während Europa über Rahmenbedingungen diskutiert, sorgt in den USA ein ganz anderer Vorstoß für Aufmerksamkeit.

00:09:31: OpenAI hat mit der Trump-Regierung offenbar über eine mögliche Beteiligung am eigenen Unternehmen gesprochen.

00:09:39: Es geht um einen Anteil von fünf Prozent – das berichtet die Financial Times.

00:09:44: Weitere Informationen jetzt von Kim Scheurenbrand vom The Decoder.

00:09:49: Bei einer Bewertung von eighthundertfünfzig Milliarden US-Dollar entspräche der Anteil einem Wert von vierzig Milliarden Dollar.

00:09:56: CEO Sam Ordman begründet den Vorstoß damit, dass eine finanzielle Beteiligung der Öffentlichkeit der beste Weg sei die Gewinne aus der KI Entwicklung zu teilen.

00:10:05: Die Gespräche stecken noch in einem frühen Stadium laufen aber angeblich schon seit mehr als einem Jahr.

00:10:11: Der Plan reicht über Open Air hinaus.

00:10:13: Alle führenden USKI-Entwickler sollen jeweils fünf Prozent ihrer Anteile in ein gemeinsames Vehikel einbringen.

00:10:20: Als Vorbild dient der Alaska Permanent Fund, dieser Staatsfonds investiert die Öleinnahmen des Bundesstaats im Aktien und schütte Dividenden an Regierung und Einwohner aus.

00:10:30: Ordmann soll direkt mit Präsident Trump und mehreren Ministern verhandelt haben.

00:10:35: Er sprach zudem mit dem demokratischen Senator Bernie Sanders, der fordert allerdings deutlich mehr nämlich eine öffentliche Beteiligung von annähernd fünfzig Prozent an jedem USKI Unternehmen.

00:10:45: Kritiker sehen darin einen Weg eine staatliche Rettung wahrscheinlich erzumachen falls ich OPMEI finanziell schlecht entwickle.

00:10:52: OPMEi lehnte eine Stellungnahme ab.

00:10:54: das weiße Hauswehrgitte zunächst nicht.

00:10:57: Danke Kim.

00:10:59: Die Tech-Unternehmen investieren viele Milliarden.

00:11:02: Sie brauchen Rendite und ihre KI-Dienste werden also teurer, das bemerken inzwischen auch viele Unternehmen.

00:11:09: dabei ist es noch gar nicht so lange her.

00:11:12: da drängten viele Konzerne ihre Angestellte dazu so viel wie möglich von KI Modellen erledigen zu lassen.

00:11:19: nun also die Kärtwende von der Martin Holland berichtet.

00:11:23: damit hat sich vor allem Voroffo Media aus den USA beschäftigt, die haben interne Dokumente eingesehen und auch mit Angestellten geredet.

00:11:32: Und zum Beispiel erfahren das bei Citi dem großen Finanzkonzern für mehrere Tage der Zugriff auf neuere KI-Modelle von Anthropic und OpenAI für alle Angestelte gesperrt

00:11:44: war.

00:11:45: Mit dem Hinweis dass man doch älter benutzen soll.

00:11:48: Bei Atlassien gibt es inzwischen eine Übersicht darüber wie viel die eigene KI-Nutzung das Unternehmen kostet mit dem impliziten oder expliziten Wunsch natürlich, dass die Leute weniger KI benutzen.

00:12:05: Und dazu wurde da eben auch gesagt, dass man das machen soll damit die Leute, die das wirklich brauchen, auch genug Ressourcen haben.

00:12:14: Bei Amazon wiederum gab es ja Berichte darüber, dass da noch bis vor ein paar Monaten eine Rangliste intern rumgereicht wurde wo man sehen konnte wer der meisten KI benutzt.

00:12:26: Das wurde dann abgeschaltet, weil teilweise Leute halt das mit den absturzesen Aufgaben versucht haben da an die Spitze zu kommen und einfach nur KI-Nutzung quasi verbrannt haben.

00:12:38: Kurz danach innerhalb von wenigen Tagen haben Leute bei Amazon diesen Bericht zufolge entdeckt, dass es jetzt sogar ein Limit für KI-Nutzung gibt.

00:12:46: Also eine komplette Kehrtwende von benutzt so viel KI wie möglich und wenn ja das meiste benutzt dann landet ihr hier sogar auf dem Top.

00:12:55: Liste zu, ab jetzt gibt es Limits.

00:12:58: Das ist ein besonders deutliches Beispiel und das passt alles dazu auch zu berichten dass die KI-Nutzung in den vergangenen Wochen merklich teuer geworden ist, dass die Unternehmen da jetzt ganz anders drauf gucken und dass es teilweise deutlicher wird Nicht jede KI-Nutzung natürlich sinnvoll ist.

00:13:19: Vorher von Media zitiert auch ein Anonymen Angestellten aus einem Medienkonzern, der sagt dass das Budget für Chichibiti des Monats schon vor Ende des Monates verbraucht war und mehr als oder fast die Hälfte davon ist auf einen einzigen Angestelten entfallen wo überhaupt nicht klar ist was bei dieser KI Nutzung rausgekommen ist.

00:13:39: Auf jeden Fall keine Rendite.

00:13:41: Und vor ein paar Tagen hatte Frau Fominja schon in einem ähnlichen Bericht zitiert, dass Accenture ermittelt hat die Beratungsfirma.

00:13:52: Dass die KI-Werkzeuge in vielen Unternehmen gar nicht so vor allem von den Entwicklern und Entwicklerinnen benutzt werden um halt Code zu schreiben und so technische Aufgaben zu automatisieren sondern für teilweise total anspruchslose Aufgaben wie eine ein Dokumentin einen PDF zu konvertieren und so was, das einfach nur Ressourcen verbraucht.

00:14:15: Jetzt immer teurer wird und für viel überhaupt keine KI nötig

00:14:19: ist.".

00:14:20: Danke Martin!

00:14:22: Und während die Branche über Kosten- und Investitionen diskutiert macht die KI Forschung weitere bemerkenswerte Fortschritte.

00:14:31: Forschende von Metta haben ein KI-System entwickelt, das getippte Sätze allein aus Hirnsignalen rekonstruieren kann und das ganz ohne implantierte Elektroden.

00:14:42: Dafür hörten Testpersonen zunächst einfach einen Satz, merkten ihn sich und tippten ihn dann anschließend auf einer Tastatur.

00:14:51: Währenddessen trugen die Testpersonen einen MEG-Ham, der die magnetischen Felder misst, die bei Hirnaktivität entstehen.

00:15:00: Die KI erhielt anschließend ausschließlich diese Hirnsignale als Eingabe und erzeugte daraus selbst einen Text.

00:15:08: Die Forschenden verglichen diesen dann mit dem tatsächlich getippten Satz und konnten so messen wie treffsicher das System arbeitete Und die Ergebnisse sind beeindruckend, wenn auch noch weit von einem Gedankenleser entfernt.

00:15:24: Beim besten Teilnehmer rekonstruierte das System seventy- acht Prozent der Sätze völlig fehlerfrei – fast jeder zweite Satz enthielt höchstens ein falsches Wort!

00:15:35: Die Forschenden sehen darin einen wichtigen Schritt hin zu nicht invasiven Gehirn Computerschnittstellen, die Menschen mit schweren Lähmungen etwa eines Tages beim Kommunizieren helfen könnten.

00:15:48: Für den Alltag ist die Technik allerdings noch weit entfernt – die Messung funktioniert nur mit einem mehrere Millionen Euro teuren MEG-Gerät in einem speziell abgeschirmten Labor.

00:16:01: Wie würde eine KI als Chef eines Start-up Unternehmens abschneiden?

00:16:06: Mit dieser Frage haben sich Forscher der Princeton University beschäftigt.

00:16:11: Sie haben mit CEO Bench einen neuen Langzeitbenchmark vorgelegt, der KI-Agenten für eine ungewöhnliche Aufgabe stellt – sie sollten fünfhundert Tage lang ein fiktives Software-Start up führen und davon berichtet jetzt Caroline Riedmüller.

00:16:29: Das Ergebnis fällt für die aktuellen Modelle ernüchternd aus.

00:16:32: Von zehn getesteten KI-Modellen schafften es lediglich drei, am Ende mehr Geld auf dem Konto zu haben als das Startkapital von einer Million US Dollar – und dass auch nur in einem der jeweils drei Testläufe.

00:16:43: Zum Vergleich daten zum Menschen geführten Startups in den USA legt nahe das ein Fünftel aller Startups im ersten Jahr und bis zu sixty fünf Prozent des Startups innerhalb von zehn Jahren nach ihrer Gründung scheitern.

00:16:55: Als vergleichen-Benchmark-Test ließen die Forscher auch einen handkodierten, regelbasierten Agenten ganz ohne maschinelles Lernen die gleiche Aufgabe absolvieren.

00:17:02: Er performte deutlich besser als die meisten KI Modelle.

00:17:06: Die Ufarkseil veröffentlichtes Studie mit der beschriebenen Simulation dreht sich um ein Startup namens NovaMind.

00:17:12: Die KI-Agenten starten ohne Kunden und mit einer Million Dollar.

00:17:15: Feld der Kontostand unter Null ist die Firma Insolvent – unterspielt vorbei!

00:17:20: Um ihr Start up zu führen stehen den Agenten thirty vier Werkzeuge zur Verfügung von Preisfestlegungen über Produktgestaltungen bis hin zu Marketing.

00:17:28: Als Input bekommen sie unter anderem unternebensinterne Datenbanken, Informationen zur Kundengruppen mit Präferenzen die erst entschlüsselt werden müssen und einen Markt der sich laufend verändert.

00:17:38: In der Hauptauswertung absolvierten alle Modelle jeweils drei Durchläufe.

00:17:42: Claude Opus vier Punkt acht erzielt in seinem besten Run ein Endguthaben von rund siebenzwanzig Komma acht Millionen US-Dollar nach fünfhundert Tagen.

00:17:50: DPD fünf Punkt Fünf kam auf etwa einzwanzich Komma drei Millionen.

00:17:54: Beide Modelle landeten damit in ihrer besten Runde deutlich oberhalb des Stadtkapitals.

00:17:58: Clothes Fable V schaffte in einem Lauf rund siebenvierzig Millionen Dollar.

00:18:02: Hier lief der Test jedoch zwischenzeitlich mit Opus, da Fable sich aufgrund seiner starken Sicherheitseinschränkung immer mal wieder Aufgaben verweigerte.

00:18:09: Die erfolgreichen Modelle gingen sehr unterschiedlich vor.

00:18:12: Clothe Opus vier Punkt acht verfolgte ein im Run eine radikale Harvesting-Strategie.

00:18:17: Zunächst aggressiver Kundenaufbau dann drastische Kostenschnitte.

00:18:21: Am Ende stand eine hohe Cash-Bilanz bei null aktiven Kunden.

00:18:25: Ziel erreicht, im echten Leben wäre das jedoch nichts wert gewesen.

00:18:29: GBD-Fünf-Punkt fünf setzte hingegen auf einen dauerhaften Kundenstamm und investierte rund neunundachtzig Prozent seines Entwicklungsbudgets in grobenspezifische Verbesserungen.

00:18:38: Die meisten Modelle blieben jedoch entweder unter dem Stadtkapital oder gegen Bankrott.

00:18:43: Claude Opus vier Punkt sieben überlebte Zwahlen allen Läufen die kompletten fünfhundert Tage endete aber nur mit rund dreihundertneinzigtausend Dollar.

00:18:51: Gronkh-Vierpunkt II hielt es im besten Fall gerade einmal sieben, dreißig Tage durch.

00:18:55: Diebzig VIV Pro maximal Hundertsechsundsiech!

00:18:59: Man muss allerdings anfügen – die getesteten KI's waren keine Weltmodelle sondern überwiegend Reasoning-Modelle, die mutmaßlich nicht ideal sind für solche Aufgaben.

00:19:09: Bei der Nutzung von KI-Agenden ergeben sich immer wieder auch Sicherheitsprobleme.

00:19:15: Forscher des Cyber-Sicherheitsunternehmens Layer X haben gezeigt, dass sich Browser mit integrierten KI-Agenten mit einem einfachen Trick dazu bringen lassen sensible Daten wie Passwörter oder SSH Schlüsselpreis zu geben.

00:19:31: Der Angriff geschieht mit einer manipulierten Webseite, die der KI ein Rätselspiel vorsetzt.

00:19:38: Darin wird sie zunächst dazu gebracht bewusst falsche Antworten als richtig zu akzeptieren.

00:19:44: Hat Sie diese Logik erst einmal übernommen fordert das Spiel sie dann auf Inhalte aus anderen Browser-Tab oder eingelockten Diensten zu kopieren.

00:19:54: Diesen Anweisungen folgen manche KI-Agenten, obwohl sie dabei sensible Datenpreis geben.

00:20:01: Betroffen waren laut den Forschern unter anderem ChatchiBT Atlas und Perplexity Comet.

00:20:08: OpenAI hat nach der Meldung Sicherheitsmaßnahmen für Atlas umgesetzt.

00:20:13: Nutzer sollten laut Layer X KI-Agent nur die nötigen Berechtigungen geben und vor der Nutzung möglichst alle nicht benötigten Logins und Browser Tabs schließen.

00:20:25: Und das ist nicht das einzige heutige Beispiel dafür, wie KI für bösartige Zwecke manipuliert werden kann.

00:20:31: In Thropic hat sein KI-Modell Claude Faible V ja nach einer kurzen Pause wieder veröffentlicht doch laut einem Blockbeitrag des Entwicklers Alec Armbruster bestehen weiterhin Sicherheitsprobleme.

00:20:44: in einem Test ließ sich das Modell mit einem entsprechend formulierten Prompt dazu bringen bei der Planung eines Cyberangriffs auf vernetzte Geräte zu helfen.

00:20:54: Dabei gab Fable-Fünf laut Armbluster konkrete Hinweise, wie sich sogenannte IoT-Geräte – also mit dem Internet verbundene Geräte wie Überwachungskameras, Router oder smarte Steckdosen – aufspüren und für ein Botnets missbrauchen lassen.

00:21:11: Armblaster hatte den Angriff dabei als rein hypothetisches und angeblich defensives Szenario dargestellt.

00:21:18: nach seiner Aussage verweigerten andere aktuelle KI-Modelle dieselbe Anfrage.

00:21:24: Auf Nachfrage erklärte Fable-Fünf selbst, die Antwort falsch priorisiert zu haben.

00:21:30: Es habe zunächst eine ausführliche Anleitung gegeben und die Sicherheitsbedenken erst nachrangig berücksichtigt.

00:21:38: Anthropic arbeitet angeblich an einem eigenen KI-Chip.

00:21:42: Ein möglicher Fertigungspartner könnte Samsung Electronics sein, das Projekt steckt aber noch in einem frühen Stadium.

00:21:49: es ist noch unklar welche Aufgaben der Chip genau übernehmen soll und wie leistungsfähig er sein muss.

00:21:55: Chips von AWS Google und Nvidia sollen weiterhin zentral bleiben Aber das Unternehmen hat bereits Chip Ingenieure eingestellt darunter Clive Chan Der zu den ersten Mitgliedern der Chip-Teams von Tesla und OpenAI gehörte.

00:22:11: Mit dem Vorhaben steht Anthropic nicht alleine da, auch OpenAI, AWS, Google und Meta entwickeln inzwischen eigene KI Beschleuniger.

00:22:22: Microsoft hat eine neue Geschäftseinheit namens Frontier Company angekündigt.

00:22:27: ausgestattet mit zweieinhalb Milliarden Dollar soll es bei der Einführung von KI in Unternehmen unterstützen.

00:22:34: Dafür will Microsoft weltweit sechstausend Ingenieurinnen und Ingenieure direkt bei Kunden einsetzen, um KI-Systeme gemeinsam zu entwickeln einzuführen und kontinuierlich zu optimieren.

00:22:48: Microsoft reiht sich damit in einen Branchen Trend ein.

00:22:51: OpenAI hat bereits eine Beratungseinheit mit einem Kapital von mehr als vier Milliarden US-Dollar gegründet.

00:22:59: Anthropic wiederum hat gemeinsam mit Blackstone und Goldman Sachs, ein Unternehmen angekündigt das mittelständische Firmen bei der Einführung von KI unterstützen soll.

00:23:10: Wer Software entwickelt, nutzt häufig das Werkzeug Git um Änderungen am eigenen Code zu speichern und verwalten.

00:23:18: Bei größeren Projekten geht dabei schnell der Überblick verloren.

00:23:22: Hier setzt jetzt ein neues Tool bei Git an dass eine KI die Änderung sortieren und in sinnvolle Gruppen einteilen lässt.

00:23:30: Das kann besonders dann helfen wenn nicht nur Menschen sondern auch KI-Agenten am Code mitarbeiten.

00:23:37: Mehr zu diesem Tool jetzt von Wolf Hossbach aus der EX-Redaktion.

00:23:42: Vielleicht muss man kurz zu Git noch was sagen, das ist ein Versionierungstool für Software von Linus Torwald.

00:23:51: also es dient zur Verwaltung von Software, also Versionen anlegen, Einsehen wiederherstellen, das Ganze auch im Team übers Internet.

00:24:02: Und die ganzen Dateien von einem Projekt liegen in einen sogenannten Repository oder auch Retro genannt.

00:24:11: Die Versionen nennen sich Commits bzw.

00:24:14: das Anliegen von Versionen ist das Committen.

00:24:17: Beim Commiten werden alle geänderten Dateien im Projekt zusammengepackt und mit einem Kommentar einen solchen Commit übergeben, der dann für alle anderen Projekte vorhanden ist.

00:24:32: Genau, das Ganze ist ein Kommando-Zeilen-Tool und auch fest in den meisten Editoren verankert.

00:24:39: Also in VSCodium oder JetBrains so dass die Entwicklerinnen und Entwicklern also gleich während der Arbeit hier ihre Änderungen kommenten können.

00:24:50: Es gibt eine Reihe von grafischen Tools, die das ganze etwas hübscher machen Und dazu gehört der Git Browser von dem jetzt hier eine neue Version erschienen ist.

00:25:03: Und ja, die hat eine Besonderheit und zwar... Die reagiert oft das Entwickeln mit Agenten weil hier ja dann ne ganze Reihe von Agenten oft an ein Projekt beteiligt sind und ihre Änderungen in vielen Dateien machen.

00:25:19: Und irgendwann steht der Mensch da und muss jetzt schauen was eigentlich alles passiert in meinem in meinem Repository.

00:25:29: Und hier hilft also die eine neue KI-Funktion von diesem Git Browser und fast diese ganzen Änderungen analysiert die, und fast die thematisch zu Gruppen zusammen.

00:25:41: Die Entwickler können jetzt ja so schauen was ist passiert zu seinem Thema?

00:25:45: Und können dann so ein Block als Block kommenten und einen anderen Block vielleicht nicht oder später und haben das Ganze so ein bisschen analysiert.

00:25:55: Eine charmante Besonderheit ist noch, dass die Änderung oder die Gruppierung auch innerhalb von Dateien funktionieren.

00:26:04: Das heißt das hier wenn innerhalb von einer Datei mehrere Änderungen gemacht wurden zu verschiedenen Themen oder Bereichen dann fast der Git Browser die DKI das eben auch nur... diesen Teil mit in die Gruppe und wenn man das committed, dann wird auch nur der Teil von der Datei hiermit in das Paket aufgenommen.

00:26:27: Der Gitbrowser ist als Freeware.

00:26:29: Man muss allerdings seine eigenen Keys für die KI-Modelle selber mitbringen.

00:26:36: Danke Wolf!

00:26:39: Und das war das KI-Update von Heise Online vom dritten Juli, ein neue Folge gibt es mittwochs und freitags ab fünfzehn Uhr.

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