KI-Update kompakt: DeepMind, LLMs in der Medizin, Expertise statt KI, Körperscanner
Shownotes
Das ist das KI-Update vom 19.06.2026 unter anderen mit diesen Themen:
Google DeepMind misstraut den eigenen KI-Agenten Welche KI-Modelle in der Medizin? Menschliche Expertise statt KI Große Pläne mit Körperscannern
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Eine neue Folge gibt es montags, mittwochs und freitags ab 15 Uhr.
Transkript anzeigen
00:00:02: Ich
00:00:15: bin Marco Pauli und dies sind heute unter anderem unsere Themen.
00:00:19: Google Deep Mind misstraut den eigenen Agenten, welche KI-Modelle in der Medizin menschliche Expertise statt KI und große Pläne mit Körperscannern.
00:00:31: Google´s KI-Forschungslabor DeepMind hat ein umfassendes Sicherheitskonzept für den Umgang mit den eigenen KI-Agenten vorgelegt.
00:00:39: Es geht vom Grundsatz her darum, dass das Unternehmen nicht davon ausgeht, daß seine KI-Systeme immer zuverlässig im Sinne ihrer Entwickler handelten.
00:00:48: Stattdessen behandelt DeepMIND die KI-Agenten wie potenzielle Sicherheitsrisiken von innen – was das genau bedeutet und wie das funktioniert.
00:00:57: dazu jetzt mehr von Max Schreiner.
00:01:01: Das Konzept trägt den Namen AI Control Roadmap und beschreibt, wie Google seine fortgeschrittenen intern KI-Systeme absichern will.
00:01:08: Die Grundidee lässt sich mit einem Fahrlehrer vergleichen der ein Auto mit doppelter Steuerung nutzt.
00:01:14: er lässt den Schüler fahren bleibt aber jederzeit bereit selbst einzugreifen.
00:01:17: genauso sollen KI-Agenten eben nur schrittweise mehr Rechte bekommen die der Mensch kontrollieren kann und zwar auf Basis des vermenschen nachgewiesenen Verhaltens.
00:01:27: Warum das nötig ist, erklärt DeepMind mit einem Szenario.
00:01:30: Karrieragenten arbeiten ja mittlerweile tief integriert im System des Unternehmens.
00:01:35: Sie schreiben Code sie führen Experimente durch und haben Zugang auch zu sensiblen internen Ressourcen.
00:01:40: Wenn ein solches System jetzt nicht dem Sinne eines Betreibers handeln würde hätte es natürlich bereits Zugang zu allem was es für Schaden bräuchte Genau wie einen Mitarbeiter der bereits einen Büroschlüssel hat aber eben möglicherweise gegen die Interessen des Untersehens arbeiten könnte.
00:01:55: Für die Überwachungssetztiebmann auf ein mehrstufiges System, derzeit können die Entwickler noch mitlesen was ein KI-Modell denkt.
00:02:03: Diese sogenannten Gedankenketten machen das Reasoning eines Modells sehr sichtbar.
00:02:07: Ein weniger leistungsfähiges aber vertrauenswürdig eingestuftes Modell überwacht dabei die Gedankenaktion des stärkeren Modells und schlägt Alarm wenn etwas in diesen Gedankenkettern verdächtig aussieht.
00:02:17: Doch diese Überwachungsmethoden, die haben ein Verfallsdatum DeepMind und übrigens auch andere große KI-Lobore rechnen damit das künftige Modell erlernen könnten ihre Gedankenketten zu verschleiern oder ganz unersichtbares Reasoning zu arbeiten.
00:02:31: Für diesen Fall hat DeepMint einen Stufenplan Entwickler darin es festgelegt welche Sicherheitsmaßnahmen bei welchen Fähigkeitsniveau eines KE Modells greifen müssen.
00:02:39: Je besser ein Modell daran wird, seine Überwachung zu umgehen oder eigenständige Angriff auszuführen, desto strenger werden diese Kontrollen.
00:02:47: Das reicht von einfacher Protokollauswertungen im Nachhinein bis hin zur Echtzeitplokaden die schädliche Aktion verhindern bevor sie ausgeführt werden.
00:02:56: Neben dieser internen Roadmap hat DeepMind auch ein Papier für politische Entscheidungsträger veröffentlicht Die meint warned, es gebe nur ein schmales Zeitfenster um solche Sicherheitsstandards zu verankern bevor Systeme mit vielen zusammenarbeitenden KI-Agenten weltweit zum Einsatz kommen.
00:03:11: Danke Max!
00:03:13: Es wird ja viel Hoffnung darin gesetzt dass KI dabei helfen wird echte Fortschritte in der Medizin zu erzielen.
00:03:19: Doch womit könnte das am besten funktionieren?
00:03:22: mit speziell dafür entwickelten KI-Modellen oder den bereits vorhandenen, allgemeinen großen Sprachmodellen?
00:03:29: Dies wurde jetzt in einer Studie untersucht über die Marie Claire Koch berichtet.
00:03:35: Eine neue In-Nature Medicine erschienene Studie zeigt – Die großen Allgemeinen KI Modelle von OpenAI, Google und Entropic beantworten medizinische Fragen besser als spezielle KI-Systeme für Ärztinnen und Ärzte.
00:03:47: Ein Forschungsteam aus New York hat die Programme in verschiedenen Tests verglichen, darunter Wissenstests und echte Fragen aus dem Klinikalltag.
00:03:55: In allen Bereichen lagen die großen KI-Modelle vorn – die Forscher vermuten, dass ihnen ihre riesigen Datenmengen und die schnelle Weiterentwicklung ein Vorteil verschaffen.
00:04:05: Allerdings bedeutet das nicht, dass KI einen Ersatz für Ärztinnen und Ärzte wird!
00:04:09: Andere Studien zeigen, dass Menschen mit Hilfe von Chatbots medizinische Probleme oft schlechter einschätzen als ohne KI-Unterstützung.
00:04:16: Außerdem haben KI-Systeme weiterhin Schwierigkeiten Notfälle oder psychische Krisen zuverlässig zu erkennen und richtig einzuordnen.
00:04:24: Die Ergebnisse stellen auch eine Vorstellung in Frage, die in der Branche lange verbreitet war – noch vor einem Jahr hieß es das gerade in der Medizin kleinere speziell trainierte KI-Modelle, die besseren Ergebnisse liefern
00:04:34: würden.".
00:04:35: Ganz abgeschlossen ist die Diskussion aber nicht.
00:04:37: Auch heute gibt es Fachleute und Unternehmen, die weiter auf solche Spezialmodelle setzen.
00:04:42: Sie glauben dass diese in bestimmten Bereichen oder für einzelne Aufgaben Vorteile haben können.
00:04:46: Deshalb gibt es weiterhin unterschiedliche Meinungen darüber ob langfristig große Allzweckmodelle oder spezialisierte Systeme, die besseren Ergebnisse liefern.
00:04:53: Danke Marie!
00:04:55: Eine andere neue Studie kommt zu einem Ergebnis, das Arbeitnehmern gefallen wird und das vielleicht auch überrascht.
00:05:02: Unternehmen die KI nutzen um Menschen zu ersetzen sind weniger erfolgreich als jene die KI einsetzen um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken – mehr dazu jetzt von Malte Kirchner.
00:05:16: Das zeigt das Global AI Jobs Barometer einer der größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften weltweit.
00:05:27: Für die Studie wurden mehr als eine Milliarde Stellenanzeigen in siebenundzwanzig Ländern und weitere Arbeitsmarktdaten ausgewertet.
00:05:35: Das Ergebnis ist eindeutig, Unternehmen, die stark auf KI setzen wachsen beim Personal schneller plus zweiundfünfzig Prozent und verzeichnen ein deutlich höheres Produktivitätswachstum als KI-ferne Betriebe – und dabei geht es nicht ums Automatisieren und Einsparen sondern ums verstärken menschlicher
00:05:52: Expertise.".
00:05:53: Doch ganz ohne Veränderungen geht es nicht, besonders Berufseinsteiger spüren den Wandel.
00:05:58: Klassische Einstiegsshops – also Positionen in denen man erst mal Routine aufbaut sind auf dem Rückzug.
00:06:04: Stattdessen werden schon beim Berufseinstieg Urteilsvermögen, Führungsqualitäten und persönliche Interaktion erwartet.
00:06:11: Eine Mercer-Studie zeigt zudem viele CEOs planen in den nächsten Jahren gezielt einstiegspositionen abzubauen.
00:06:19: Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach KI-Kentnissen rasant.
00:06:23: Die Zahl spezifischer KI-Jobs hat sich gegenüber.
00:06:25: im Jahr ist fast verdoppelt.
00:06:27: Stellen mit Anforderungen wie Prompt Engineering oder Machine Learning wachsen achtmal schneller als der gesamte Arbeitsmarkt.
00:06:34: Wer KI beherrscht, der verdient dabei auch mehr!
00:06:37: Der Haken in Deutschland fühlen sich nur einundzwanzig Prozent der Beschäftigten wirklich fit genug, KI-Tools wirksam einzusetzen.
00:06:45: Da ist also noch Luft nach oben und auch einiges an Weiterbildungsbedarf.
00:06:49: Die Botschaft der Studie ist klar – KI als Ersatz für Menschen lohnt sich weniger als KI als Werkzeug für Menschen.
00:06:55: Das klingt fast so einfach… ist aber ökonomisch gut belegt!
00:06:59: Das Unternehmen Mid Journey ist bislang ausschließlich für den gleichnamigen KI-Bildgenerator bekannt, der vor allem am Anfang des aktuellen KI-Hypes sehr beliebt war und viel genutzt wurde.
00:07:13: In letzter Zeit aber so ein bisschen in Vergessenheit geraten ist.
00:07:17: Jetzt macht Mid Journey mit einem komplett neuen Produktaufsicht aufmerksam – und die Pläne klingen sehr hochtrabend!
00:07:25: Martin Holland berichtet von Ihnen
00:07:30: einen Scanner bauen, damit die Menschen ihren kompletten Körper durchleuchten lassen können.
00:07:37: Also ein D-Abbild des Körperinneren erstellen können.
00:07:41: Im Prinzip soll das so aussehen wie das was man im Moment von einem MRT Gerät kennt aber es soll viel schneller erstellt werden und viel einfacher sein und zwar soll das über auf Ultraschall basieren.
00:07:55: Nach der Furchtung sieht das aus wie so eine große Höhre, die man sich reinstellt und dann wird der Boden so abgesenkt dass man in ein Wasserbecken kommt.
00:08:03: Dann wird man dabei Schichten quasi eingescannt und das Ganze soll nach einer Minute fertig sein.
00:08:11: Unternehmen hat jetzt überhaupt nicht erklärt, wie es dazu kommt.
00:08:15: Also dass man jetzt ein komplett anderes Gerät vorgestellt hat.
00:08:19: Es hat aber eingestanden in der Stellungnahme dazu, dass das überhaupt nichts mit dem Bildgenerator zu tun hat.
00:08:25: Aber gleichzeitig hat Mitjournee extrem hoch fliegende Pläne dafür und zwar wollen sie, dass diese Technik dafür sorgt, dass Menschen in Zukunft quasi regelmäßig so einen Scan ihres Körperinneren erstellen, damit man einfach schneller Krankheiten erkennen kann und einfach schneller quasi mitbekommt was jemand hat.
00:08:46: Und ob es da irgendwelche Probleme gibt und einfach die Datenbasis für die Medizin enorm erweitern.
00:08:52: Und damit die Leute das machen, plant Mid Journey ein sogenanntes BA Erholungszentrum mit Saunen, Kaltwasseranlagen und alles so zum auch holen.
00:09:06: Und in einem Spar stehen dann eben auch mehrere dieser Scanner und werden das machen, sondern man sich da halt mal reinstellen und dann wird man gescannt und ansonsten erholt man sich dar.
00:09:17: Dann hat man diesen Scan den man dann zum Beispiel ein Ärzte geben kann.
00:09:23: Das erste Spar soll jetzt in San Francisco errichtet werden, Ende des nächsten Jahres fertig sein.
00:09:28: Aber mit Journey hat jetzt gleich sehr angekündigt dass sie die Produktion dieser Scanner und auch die Einrichtung dieser Spars extrem schnell hochfahren wollen.
00:09:37: Und zwar bis zu einem Jahrzehnte.
00:09:39: wollen Sie angeblich fünfzigtausend dieser Scanners in der ganzen Welt installiert haben Die pro Monat eine Milliarde Scans durchführen können.
00:09:49: Und das soll halt dafür sorgen, dass in großer Prozentsatz der Menschheit, also acht Milliarden Menschen sich einmal im Monat halt scanen lassen kann und dann eben die Gesundheit verbessert haben wurde dann gleich dazu erklärt, dass man die Zahl der Todesfälle um dreißig Prozent senken will und auch ansonsten von medizinischen Notfallen drastisch senken wird.
00:10:11: Das ist natürlich alles Werbeversprechen hinter dem überhaupt keine Belege für, dass das überhaupt möglich ist.
00:10:20: Und das lässt sich allein schon daran einsehen, dass wenn man ausrechnet wie viel Fünfzigtausend Scanner die einem Jahr des Scans durchführen sollen was das bedeutet?
00:10:30: Das hieße nämlich, dass jeder dieser Scanner rund um die Uhr Menschen scanen muss und zwar so, dass es immer eine Minute Zeit ist, dass sich jemand reinstellt der wird dann eine Minute Scannt Dann wieder eine Minute, dass der Nix sich rein steht.
00:10:44: Das heißt das in so einem Spa wo mehrere dieser Scanner installiert sind also in San Francisco sind es mehr als zehn werden dann zu jeder Zeit hunderte Leute in so ein spa die wirklich koordiniert in diesen Scanner eintreten müssen.
00:11:01: Es klingt natürlich überhaupt nicht entspannt sondern eher nach Massenabfertigung und es lässt sich zumindest im Moment überhaupt nicht absehen realisierbar ist, ganz abgesehen davon dass die medizinische Einschätzung dieser Scans noch völlig unklar ist.
00:11:18: Das steht total aus das sich damit jemand beschäftigt der sich mit MRTs auskennt und so weiter und das muss ja auch.
00:11:27: die Zulassungsbehörden müssen das genehmigen.
00:11:29: also dass in die Ankündigung sind sehr sehr hoch trahend aber realistisch klingt das alles nicht.
00:11:37: Danke Martin Island will als erstes Land der Welt digitale Identitäten für KI-Agenten einführen, das kündigte Premierminister Christen Michael an.
00:11:48: KI-Agenden erhalten von den nutzenden Jahr Aufträge und fällen dann eigenständige Entscheidungen und führen diese aus – dafür greifen die Agenten oft auf E-Mailkonten, Cloudspeicher oder Bankzugänge ihrer menschlichen Auftraggeber zu.
00:12:02: Das jedoch kann teuer werden, etwa wenn Daten unerwünscht abfließen bzw.
00:12:08: sie auch einfach mal gelöscht werden – obwohl das gar nicht der Wunsch war oder wenn unnötig Geld verschwendet wird.
00:12:15: Christen Michael fordert deshalb beschränkte und überprüfbare Rechte für KI-Agenten.
00:12:20: Damit soll sich festlegen lassen ob ein Agent Daten nur lesen, ob er Dokumente erstellen oder innerhalb eines finanziellen Rahmens handeln darf.
00:12:30: Ein eigener digitaler Ausweis soll es dann dem Agenten ermöglichen, sich als solcher auszuweisen statt die Identität des Auftraggebers zu übernehmen.
00:12:41: So ließen sich Zugriffsrechte feiner justieren.
00:12:45: Wann diese geplanten Ausweise eingeführt werden sollen und ob sie dann verpflichtend werden ist noch offen.
00:12:52: Rheinmetall-Chef Armin Pappberger hat sich auf der an diesem Freitag bei Paris zur Ende gehenden Rüstungsmesse Eurossaturie für globale Regeln zum Einsatz von KI in Waffensystemen ausgesprochen.
00:13:06: Es werde einen rasanten technischen Fortschritt in den Rüstungsprange geben, so Pappberger – deshalb müsse es international verbindliche Grenzen geben ähnlich wie bei Atomwaffen!
00:13:16: Solche Regeln können aber weder ein einzelnes Unternehmen noch eine Einzelperson festlegen, dafür seien ein Ethikrat oder eine UN-Resolution nötig.
00:13:26: Reinmetall stellt Drohnen, Militärfahrzeuge und Schiffe her die teils autonom durch KI gesteuert werden.
00:13:32: Bei allen Systemen treffe aber stets der Mensch die finale Entscheidung über ihren Einsatz so Pappberger.
00:13:39: Technisch wäre es bereits heute möglich die Entscheidung der KI zu überlassen.
00:13:44: Ob mögliche globale Regeln so einem Vorgehen tatsächlich einen dauerhaften Riegel vorschieben können, steht auf einem anderen Blatt.
00:13:53: Eine weitere derzeit in Paris stattfindende Messe ist die Vivatec – eine der größten europäischen Fachmessen für Technologie und Start-ups.
00:14:02: Zu deren Auftakt haben Deutschland und Frankreich einen gemeinsamen Plan für mehr digitale Unabhängigkeit von großen Techkonzernen vorgelegt.
00:14:11: Beide Länder veröffentlichten eine gemeinsame Definition digitaler Souveränität.
00:14:16: Demnach sollen sich Technologien in der EU unabhängig selbstbestimmt und sicher entwickeln, kontrollieren lassen!
00:14:24: Erreicht werden soll das durch die bevorzugte Nutzung von Produkten aus der EU oder von vertrauenswürdigen Partnerstaaten.
00:14:32: Zudem setzt die Strategie auf Open Source Lösungen und modulare Architekturen, um Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern zu vermeiden – auch eigene Recheninfrastrukturen für KI-und Clouddienste sollen ausgebaut werden!
00:14:48: Cyberangriffe und gestörte Lieferketten zeigten, so Bundes-Digitalminister Karsten Wittberger – wie verwundbar Europa sei wenn zentrale Technologien aus dem Ausland stammten.
00:15:00: Wer auf weniger außereuropäische Anbieter angewiesen ist, riskiere im Krisenfall Ausfälle oder politische Erpressbarkeit.
00:15:08: Heimische Start-ups sollen daher gestärkt werden.
00:15:11: Frankreichs Digitalministerin Anne Le Inanth nannte die Partnerschaft zwischen SAP und Mistral AI als Beispiel für eine souveräne europäische KI.
00:15:23: Lehrerverbände beklagen zunehmend KI-gestütztes Schummeln in Prüfung.
00:15:28: Smartphones werden natürlich eingesetzt, aber auch Smartwatchs, Smartglasses, Scanstifte mit denen sich undenmerkt recherchieren lässt und auch sogenannte KI-Pins – das sind an der Kleidung getragene kleine Geräte die auf Sprachbefehl hin Informationen liefern können.
00:15:46: Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnverband fordert deshalb technische Maßnahmen, etwa eine Blockade des Datenverkehrs während Prüfungen.
00:15:55: Präsidentin Simone Fleischmann sieht durch die Schummelei die Chancengleichheit gefährdet.
00:16:01: Der Verband Bildung und Erziehung Baden-Württemberg hält dagegen ein pauschales technisches Verbot für unzureichen.
00:16:09: Landeschef Gerhard Brandt sagte Schule müsse lernen mit der prägenen Technologie umzugehen.
00:16:15: Statt auf Störsender und Sperren zu setzen, plädiert der Verband für neue Prüfungsformate.
00:16:21: Mündliche Prüfungen oder projektorientierte Aufgaben könnten individuelle Leistungen auch in einer von KI geprägten Welt verlässlich erfassen.
00:16:31: Letztlich sei es Aufgabe der Schule Lernen darauf eine Zukunft vorzubereiten, in der KI zum Alltag gehört!
00:16:39: Das von der EU-Kommission und der OECD, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vor rund einem Jahr versprochene Rahmenwerk für KI-Kompetenzen in Schulen wurde nun in seiner abgestimmten Fassung veröffentlicht.
00:16:56: Es enthält gegenüber dem Entwurf keine Überraschung nur einige weiter ausdifferenzierte Tipps – für die Unterrichtsgestaltung damit die vorher als wichtig eingestuften KI Kompetencen auch tatsächlich auf verschiedenen Leistungsniveaus erworben werden können.
00:17:13: Auf ein tiefgreifendes Problem macht die endgültige Fassung des Rahmenwerks aber unweigerlich aufmerksam, sind KI-Kompetenzen nicht auch schon in der Lehrerschaft etabliert wird auch die Vermittlung an die Schülerschaft Der Hinweis auf nötige Fortbildungen für ältere Lehrkräfte und auch eine nötigen Implementierung von KI-Schulungen schon in der Lehramtsausbildung wirkt deshalb etwas hilflos.
00:17:42: Bedeutet dies doch, dass die eigentlich als so wichtig eingestuften KI Kompetenzen nicht jetzt sondern sehr wahrscheinlich erst in einigen Jahren – so in Bildungseinrichtung gelehrt werden könnten wie es eigentlich schon heute nötig wäre?
00:17:58: Auslöser der ja doch plötzlichen Abschaltung der KI-Modelle Claude Mythos und Fable V war dem Wired Magazin zufolge, die Sorge vor einer Datenweitergabe nach China.
00:18:09: Der südkoreanische Telekommunikationskonzern SK Telekom hatte über das Partnerprogramm Project Glasswing Zugang zu Claude mythos erhalten.
00:18:20: US Beamte sahen darin aber ein Sicherheitsproblem und verdächtigt SK Telekom, angeblicher Verbindung nach China.
00:18:28: Daraufhin forderte das Weißerhaus Anthropic auf den Zugang sofort zu sperren und das Unternehmen kam dem Umgehen nach.
00:18:37: SK Telecom selbst weist gegenüber einer koreanischen Zeitung jegliche Verbindung.
00:18:44: Das Unternehmen ist allerdings Teil des SK-Konzerns und das unterhält umfangreiche Geschäftsbeziehungen in China.
00:18:52: Und war bis zu einem Jahr am staatlichen Netzbetreiber China Unicom beteiligt.
00:18:58: Die Produktion moderner KI Chips hängt entscheidend von den Litografiesystemen des niederländischen Konzerns ASML ab.
00:19:06: Eines dieser Geräte soll laut US-Regierung trotz strenger Exportverbote nach China gelangt sein, das berichtet Bloomberg unter Berufung auf anonyme Quellen.
00:19:16: US-Handelsminister Howard Ludnick erhob den Vorwurf bereits im April – sollte er sich bestätigen?
00:19:23: Wäre dies eine der schwersten bekannten Verstöße gegen US-Sanktionen!
00:19:28: Bei der Maschine handelt es sich um ein System zur EUV-Belichtung.
00:19:32: Solche Geräte werden zur Herstellung modernster Halbleiter eingesetzt, die unter anderem für KI Chips benötigt werden.
00:19:39: ASML ist weltweit der einzige Hersteller dieser Anlagen und damit der wertvollste Konzern Europas.
00:19:46: Wegen Exportbeschränkungen darf ASML die tonnenschweren Systeme nicht nach China verkaufen.
00:19:52: ESML weist den Verdacht allerdings entschieden zurück, weltweit seien alle Geräte erfasst und keines davon stehe in China.
00:20:01: Die Systeme ließen sich auch nicht ohne eine Beteiligung des Herstellers betreiben oder bewegen.
00:20:07: Laut Bloomberg befindet sich der Konzern dennoch im internen Krisenmodus – unklar bleibt welche Belege Washington für die Vorwürfe hat!
00:20:17: Der renommierte KI-Forscher Jan Le Kühn, Gründer des Forschungsunternehmens AMI Labs äußerte in einem Interview die Vermutung dass OpenAI oder Anthropic in eine schwere Krise geraten könnten wenn sie ihre Betriebskosten nicht drastisch senken oder die Preise für ihre Dienste deutlich erhöhen würden.
00:20:37: Le Kyns Kritik erscheint allerdings nicht ganz ohne eigene Interessen geäußert, während die großen Akteure auf Sprachmodelle setzen entwickelt sein Unternehmen Weltmodelle auf Basis einer anderen KI-Architektur, die ein tieferes Verständnis der physischen Realität aufbauen sollen.
00:20:55: Ein Rückschlag für die etablierten Sprachmodelle könnte seiner eigenen Technologie mehr Aufmerksamkeit und Investitionen bringen.
00:21:04: Der chinesische Hersteller Alibaba hat mit der Quinn-Robot Suite drei neue KI Modelle für Roboter vorgestellt.
00:21:12: Sie gehören zum Bereich Embodied AI, also zu den KI Systemen die einen physischen Körper steuern.
00:21:18: Sprachliche Anweisungen werden zu tatsächlichen Bewegungen umgesetzt.
00:21:22: Die Suite besteht aus drei Bausteilen.
00:21:24: Quinn Robot Nav hilft Roboter in Räume zu verstehen und sich darin zu bewegen.
00:21:30: Quinn-Robot World ist eine Art Video-Weltmodell.
00:21:33: Es ermöglicht Robotern, geplante Handlungen virtuell durchzurechnen bevor sie dann tatsächlich ausgeführt werden.
00:21:40: Quinn-Robert Manip soll Greif und Manipulationsaufgaben wie Sortieren, Transportieren oder Zusammenbauen unterstützen.
00:21:48: Das langfristige Ziel ist ein physischer KI-Agent der sich frei bewegen vielfältiger Aufgaben übernehmen und kommende Situationen vorhersehen kann.
00:21:58: Daran arbeiten auch Nvidia, Google DeepMind und Startups wie FIGURE AI.
00:22:04: In Deutschland gilt neuere Robotics als Vorreiter.
00:22:09: Das war das KI-Update von Heiser Online vom zehnten Juni, ein neue Folge gibt es immer Montags, Mittwochs und Freitag um fünfzehn Uhr.
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