KI-Update Deep-Dive: Kompetenzen verbessern mit dem KI-Campus

Shownotes

Willkommen zur 600. Folge des KI-Updates. Das sind tausende von Meldungen, durch die wir von heise online, den Magazinen und von The Decoder versucht haben, Euch trotz des schwindelerregenden Tempos der Entwicklungen in Sachen generativer Künstlicher Intelligenz auf dem Laufenden zu halten und einzuordnen, was ist Hype und was ist echte Innovation. Denn egal, wie wir persönlich zu den Umbrüchen stehen, KI ist überall in unserem Alltag präsent und je besser wir sie erkennen und lernen mit Ihr umzugehen, umso besser sind wir für die Veränderungen gewappnet, die sie mit sich bringt. Und das bringt mich zu meinem heutigen Gast. Florian Rampelt ist Programmleiter für Future Skills & KI und Geschäftsstellenleiter des KI-Campus beim Stifterverband. Im Stifterverband engagieren sich seit über 100 Jahren Organisationen und Unternehmen, um gemeinnützig Wissenschaft und Bildung in Deutschland zu fördern. Der KI-Campus ist eine kostenlose Lernplattform für Künstliche Intelligenz. Mit Onlinekursen, Videos, Podcasts und Tools sollen KI-Kompetenzen in der Gesellschaft gestärkt werden.

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Artikel zur Podcastfolge: https://heise.de/-11247285 https://www.heise.de/thema/KI-Update https://pro.heise.de/ki/ https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update https://www.heise.de/thema/Kuenstliche-Intelligenz https://the-decoder.de/ https://www.ct.de/ki https://ki-campus.org/ https://ki-campus.org/presse/ki-kompetenzen-hochschulen

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00:00:02: Das KI Update, ein Heise-Podcast mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.

00:00:13: Hallo ich bin Isabel Grünewald und dies ist unser Deep Dive zum Wochenende!

00:00:20: Willkommen zur sechshundertsten Folge des KI Updates.

00:00:24: das sind Tausende von Meldungen durch die wir von heise online den Magazinen und von the decoder versucht haben euch trotz des schwindelerregenden Tempus der Entwicklungen in Sachen generativer künstlicher Intelligenz auf dem Laufenden zu halten und einzuordnen, was ist Hype?

00:00:39: Und was ist echte Innovation.

00:00:41: Denn egal wie wir persönlich zu den Umbrüchen stehen, KI ist überall in unserem Alltag präsent – und je besser wir sie erkennen und lernen mit ihr umzugehen, umso besser sind wir für die Veränderungen gewappnet, die sie mit sich bringt!

00:00:55: Und das bringt mich zu meinem heutigen Gast.

00:00:58: Florian Rampelt ist Programmleiter für Future Skills & KI und Geschäftsstellenleiter des KI-Kampus beim Stifterverband.

00:01:06: Im Stifterverband engagieren sich seit über einhundert Jahren Organisationen und Unternehmen, um gemeinnützig Wissenschaft und Bildung in Deutschland zu fördern.

00:01:16: Der KI Campus ist eine kostenlose Lernplattform für künstliche Intelligenz.

00:01:21: Mit Onlinekursen, Videos, Podcasts und Tools sollen KI-Kompetenzen in der Gesellschaft gestärkt werden.

00:01:31: Hallo Herr Rampelt schön dass Sie heute da sind.

00:01:34: Schön das ich dabei sein darf.

00:01:36: Wie ist denn das Projekt KI Campus überhaupt beim Stifterverband entstanden?

00:01:41: Sie hat mir gesagt, dass es eher außergewöhnlich der Stifter-Verband ein so großes Projekt startet.

00:01:47: Also das Projekt ist erst einmal nicht bei dem Stifter Verband entstanden sondern es war Bestandteil der KI Strategie der vorvorletzten Bundesregierung.

00:01:58: Da hatte man sich überlegt, dass man um die KI Innovationsfähigkeit Deutschlands zu stärken auch eine Lernplattform für künstliche Intelligenz ganz gut gebrauchen könnte.

00:02:10: Und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligence einer der größten Akteure in der KI-Forschung hat dann den Stifterverband angesprochen ob man nicht gemeinsam eine Idee dafür entwickeln könnte.

00:02:22: und ja wir als Stifterfern haben gesagt machen wir gerne mit und haben dann auch die Verantwortung dafür übernommen, weil es eben einerseits wissenschaftliches Fundament braucht.

00:02:33: Und dieses bringen Hochschulen- und Wissenschaftspartner wie das DFKI ein.

00:02:37: Und andererseits eben auch so eine wirkungsorientierte Umsetzung im Bildungskontext – und das haben wir als Stifterverband mit eingebracht!

00:02:45: Es war in Kern aber zunächst ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt also nicht ein wirkliches Produkt mit einem Skalierungsanspruch, wie wir ihn heute haben

00:02:55: Kam das dann erst quasi durch ChatGPT als KI so ein Alltagstool geworden ist?

00:03:02: Ja, also ich würde sagen bei unserer Kernzielgruppe Hochschulen haben wir schon auch vor ChatGPP durchaus relevantes Interesse geweckt.

00:03:12: Weil man da schon auch festgestellt hat zum Beispiel im Kontext von Prüfungen ist KI spielt KI immer stärker eine Rolle, aber ganz sicher hat generative KI einen enormen Schub für unsere Arbeit bedeutet und insbesondere für die Frage ob wir über ein Forschungsprojekt hinaus auch als Lernplattform eine weitergehende Relevanz in Deutschland haben können.

00:03:38: An wen richtet sich denn der KI Campus heute?

00:03:41: Ganz konkret!

00:03:43: Also ganz konkret ist weiterhin unser Fokus Hochschulen in Deutschland im Umgang mit KI zu stärken.

00:03:51: Das liegt darin begründet, dass der KI Campus beim Stifterverband aufgehängt ist und der Stifter Verband heißt in langform stifter verband für die deutsche Wissenschaft TV.

00:04:02: Wir sind unseren Auftrag darin Wissenschaft und Bildung zu fördern für eine innovationsfähige Gesellschaft Und das tun wir eben auch mit einem Fokus auf Bildung und Kompetenzen stellen uns insbesondere die Frage, wie Future Skills also Zukunftskompetenzen und KI-Kompetensen noch stärker in der Hochschulbildung verankert werden können.

00:04:25: Und der KI-Cabus dient quasi als ein Umsetzungsverhiegel um nicht nur Vorderungen zu stellen was Hochschulen in Deutschland machen müssten sondern auch gemeinsam mit den deutschen Hochschule Ideen Lösungen und Angebote zu entwickeln die für alle mehr Rehtippiten.

00:04:44: Wenn ich mich jetzt bei diesen Angeboten durchscrolle, dann sind da ja auch Sachen dabei für Lehrkräfte an Grundschulen zum Beispiel Tutorials.

00:04:54: Welche Formate werden denn zurzeit am stärksten genutzt?

00:04:57: Wenn der Fokus auf die Hochschule kommen wir ja noch mal später genauer und ausführlicher zu sprechen.

00:05:02: aber wenn der Fokuss sich so aufgebreitet hat wer sind die die am meisten gerade davon profitieren?

00:05:10: Also im Moment sind die, die am meisten davon profitieren Menschen, die einen ersten Einstieg in das Thema KI haben wollen und dafür bei uns kurze Onlinekurse nutzen.

00:05:23: Wir haben da auch einen Wandel in KI Campus durchgemacht, dadurch dass wir so hochschulorientiert unterwegs waren.

00:05:29: Haben wir am Anfang stark so massive open online Courses entwickelt Kurse mit einer Workload von dreißig bis hundertfünfzig Stunden mit dem Ziel auch anerkannt zu werden in Universitäten und das ist auch ein bestimmter Use Case aber sicher nicht das was im Kern der Bedarf für einen Einstieg in das Thema KI.

00:05:52: Und wir haben da in den letzten Jahren in einem engen Austausch mit unseren Partnern und das sind nicht nur Hochschulen, sondern auch Unternehmen, Bildungs-Initiativen oder andere festgestellt Wir brauchen für den niedrigen Einstiege auch kürzere Formate.

00:06:05: Dafür haben wir auch Podcasts zum Beispiel schon ganz lange aber eben auch Mikrokurse Mit zwei bis vier Stunden Workload die einen ersten Einstieg, eine erste Information zu einem Thema wie dem AI-Act oder Grundlagen der KI oder KI in der Hochschulverwaltung ermöglichen.

00:06:22: Das war keine einfache Entwicklung für uns weil wir trotzdem Qualität sicherstellen wollen und auch ja eine inhaltliche Relevanz.

00:06:32: und alles auf zwei Minuten herunterzubrechen würde dann den komplexen Thema KI vielleicht auch nicht ganz gerecht werden?

00:06:40: Das ist wohl wahr!

00:06:42: Nach welchen Kriterien wählen Sie denn die Partner aus, die diese Kurse vorbereiten oder diese Podcasts oder diese Video Tutorials?

00:06:51: Ja ich würde sagen auch da hat die Plattform, die jetzt seit Jahrzehnt zwanzig online ist eine Entwicklung durchgemacht.

00:06:58: Zunächst haben wir erstmal die ausgewählt mit einer besonderen Leidenschaft für das Thema KI-Bildung und für offene KI Bildung mit uns zusammenarbeiten wollten.

00:07:08: Es war also von Anfang an ein Kriterium dass wir offene Bildungsressourcen entwickeln, das alles was wir entwickeln auch nachnutzbar ist.

00:07:16: Also wenn die Humboldt-Universität mit uns eine Kurs entwickelt dann muss der auch ohne Copyright Probleme zu haben an der RWTH Aachen nutzbar sein.

00:07:25: oder auch ein KI Workshop Anbieter in Stuttgart muss die Materialien nutzen können darf damit auch Geld verdienen ohne dass es dabei rechtliche Lizenzprobleme gibt.

00:07:35: Das ist für uns ein Hauptkriterium.

00:07:37: Da wollten auch nicht immer alle mitmachen, gerade in der Zusammenarbeit mit Unternehmen ist es nicht immer leicht.

00:07:42: Und dann ist natürlich die fachliche Expertise zentral.

00:07:46: Es wird oft angenommen ich wäre ein KI Experte weil ich den KI Campus leite.

00:07:51: Ich sehe mich aber vielmehr als einen Experten darin Expertinnen und Experten zu identifizieren.

00:07:57: Unsere Aufgabe ist die großartige KI Expertise in Deutschland.

00:08:02: Die gibt es eben gerade in der Forschung, aber auch in Unternehmen.

00:08:06: In der Praxis die zu bündeln auf einer Lernplattform, die niedrigschwellig KI-Themen verständlich macht.

00:08:15: und das heißt dass wir eben in der Auswahl vom Partnern auch immer wieder geguckt haben wer ist da besonders gut?

00:08:21: Und wer ergänzt auch das Portfolio des KI Campus, das inzwischen aus weit über fünfzig unterschiedlichen Onlinekursen besteht?

00:08:31: Jetzt haben sie vor kurzem ein Projekt gestartet, das sich nochmal genau auf die Hochschulen spezialisiert und fokussiert.

00:08:40: Was ist jetzt das Besondere noch mal an diesem Projekt?

00:08:43: Wenn die Hoch schulen ja eigentlich von Anfang an schon irgendwie im Fokus lagen?

00:08:47: Das besondere an diesen Projekten sind zwei Aspekte.

00:08:51: der erste Aspekt ist dass das Projekt nicht mehr den Aufbau und die Entwicklung des KI Campus als Forschungsprojekt fördert weil wir das inzwischen Stifterverband selbst übernommen haben, gemeinsam mit anderen Förderpartneren wie der Dieter Schwarzstiftung, die Mercedes-Benz vor TÜV Süd und vielen weiteren.

00:09:11: Und auf dieser Grundlage sagen können wir haben eine offene und kooperative Lernplattform für künstliche Intelligenz, die es fördern ermöglicht im Rahmen von Projekten bestimmte Fokusthemen anzugehen.

00:09:26: Und in dem neuen Projekt wird ein Konsortium von neuen Partnern durch das BMFTR, das Forschungsministerium gefördert, KI-Kompetenzen an Hochschulen zu stärken.

00:09:38: Warum?

00:09:39: Insbesondere weil KI Kompetencen eine Anforderung des AI-Aktien.

00:09:44: Artikel vier versucht dort mehr oder weniger starke Verpflichtung einzuführen, dass Institutionen die KI-Systeme nutzen auch KI Kompetenzen stärken müssen.

00:09:57: Das betrifft natürlich Hochschulen weil Hochschullen auf vielfältige Art und Weise inzwischen KI Systeme für ihre Studierenden aber auch für ihre Mitarbeitungen zur Verfügung stellen.

00:10:07: Und der Ansatz dieses neuen Projekts ist mit einem Fokus auf einer breiten Vielfalt von Partnerhochschulen Angebote von Hochschulen für Hochschule zu entwickeln.

00:10:18: Das heißt, wir entwickeln für alle Zielgruppen also Studierende, Lehrende, Verwaltungsmitarbeitende, Onlinekurse, Podcasts und anderen Lernangebote die wir dann insbesondere der deutschen Hochschullandschaft kostenlos und zur nachnutzung, zur freien Nachnutzungen zur Verfügung stellen.

00:10:37: Das ist ein ganz spannendes Konsortium.

00:10:40: also da ist die Humboldt-Universität dabei, die Fernuniversität in Hagen, die RWTH Aachen, die TU München, die Universität Tübingen, die duale Hochschule Baden-Württemberg und die Universität Düsseldorf.

00:10:54: Das sind Partner, die alleine schon über dreihunderttausend Studierende an ihren eigenen Institutionen haben.

00:11:00: der Bedarf ist entsprechend groß.

00:11:02: das DFKI ist als Forschungspartner der ersten Stunde natürlich auch mit dabei Und wir wollen Angebote für unsere Kernzielgruppe an Hochschulen weiter skalieren.

00:11:15: Kann ich mir vorstellen, dass Lehramtsstudierende oder, weiß ich nicht, irgendwelche Geisteswissenschaftler ganz andere Ansprüche und Bedarfe haben als zum Beispiel jemand der in der Uni Verwaltung arbeitet.

00:11:26: Können Sie ganz ein paar praktische Beispiele nennen?

00:11:29: Wie sie auf diese unterschiedlichen Bedürfnisse mit den Kursen eingehen?

00:11:33: Na erst einmal indem wir quasi das auch früh festgestellt haben, dass quasi einen KI für alle oder Einführung in die KI nicht ausreicht, sondern dass es basierend auf gemeinsamen Wissensgrundlagen einem Grundverständnis von KI gerade wenn es um die Anwendung geht eine Ausdifferenzierung nach Zielgruppen

00:11:52: braucht.

00:11:53: Ich glaube das ist ganz wichtig, dass die Auseinandersetzung mit KI schon auch so ein gemeinsames Grundverständnis erfordert.

00:12:01: da kann man auch bestehende Materialien nachnutzen und dann braucht es eben Use Cases für KI in der Hochschulverwaltung für KI im Studium, die dann auch ganz konkret ja den Alltag der jeweiligen Zielgruppe betreffen.

00:12:16: Weil nur wenn ich es als für mich persönlich relevant empfinde werde ich so einen Kurs auch absolvieren.

00:12:22: Ganz wichtig ist dabei dass uns halt wichtig ist das die Leute sich nicht nur reinklicken und registrieren weil sie dazu gezungen werden sondern noch etwas lernen und unsere Angebote abschließen.

00:12:32: Ganz konkret interessiert zum Beispiel Verwaltungsmitarbeitende in so einem Kurs KAE in der Hochschulverwaltung natürlich viel mehr, was auch rechtliche Rahmenbedingungen sind.

00:12:41: Da müssen sie tiefer einsteigen als das jetzt Studierende müssten.

00:12:46: Lehrende interessiert vielmehr wie sie didaktisch KI-Systeme und Tools einbetten können in ihre Hochschullehre welche Möglichkeiten und Grenzen es dort auch aus pädagogischer Perspektive gibt neben der juristischen Einordnung, die natürlich auch eine Rolle spielt.

00:13:04: Ich würde sagen was wir dabei verfolgen ist ein Ansatz, der eben gemeinsame Grundlagen verfolgt und gleichzeitig eine praxisorientierte Anwendung in den jeweiligen Fokusbereichen.

00:13:17: Und das gilt übrigens auch für Unternehmen.

00:13:19: Es ist ja nicht so dass wir nicht auch Zielgruppen-Unternehmen adressieren aber das machen wir eben gemeinsam mit Hochschulen.

00:13:26: Also ein Pläne von uns auch ist quasi Wissenschaft für die Wirtschaft.

00:13:30: Wir wollen natürlich einen Beitrag dazu leisten, dass Hochschulen noch mehr den Transfer schaffen das ihre Expertise relevant wird.

00:13:39: für die deutsche Wirtschaft und dazu habe ich auch ein Use Case an der TU München ist ein ganz tolles Modell entwickelt worden für KI Anwendungsfälle wie man sich strategisch mit der Frage auseinandersetzen kann Alle reden über KI, aber welche Relevanz hat das eigentlich in meinen kleinen Unternehmen.

00:13:58: Und da schaffen wir dann den Angebot dass eben auch ein Mittelständler der vielleicht nicht eine große KI Abteilung hat sich strukturiert an das Thema herantasten kann.

00:14:08: und ja ich glaube unser Ziel ist egal ob wir Zielgruppen an der Hochschule in der Wirtschaft oder in der Gesellschaft adressieren.

00:14:14: Eine strukturierte und fundierte Auseinandersetzung mit dem Megatrend KI ist ganz wichtig ihre unmittelbare Relevanz in den jeweiligen Kontexten entfalten können.

00:14:27: Jetzt sind die Hochschulen, die da daran beteiligt sind und aktiv Inhalte erstellen alles sehr große wahrscheinlich auch sehr gut ausgestattete Hochschule.

00:14:37: Merken Sie Unterschiede bei den Hochschulern?

00:14:40: Die das annehmen.

00:14:42: gibt es da Schwierigkeiten in der Umsetzung?

00:14:45: ist die Technik vorhanden, ist die Bereitschaft vorhandene.

00:14:48: Ist die digitale Infrastruktur so aufgebaut in den Universitäten?

00:14:52: Dass sie das nutzen können?

00:14:54: oder muss man manchmal sehr früh anfangen um das überhaupt erst mal ins Rollen zu bringen?

00:15:00: Ja, also es gibt da glaube ich nochmal zwei Dinge auch zu unterscheiden.

00:15:03: Das eine ist die Produktion das andere ist die Nutzung.

00:15:05: natürlich hat bei der Auswahl dieses Kernkonsortiums für das Projekt haben auch die eigenen Produktionskapazitäten eine Rolle gespielt.

00:15:14: Also gibt es ein großes Hochschuldidaktikzentrum in dem Expertise ist.

00:15:19: in der Gestaltung von digitalen und blended Formaten gibt es vielleicht auch eigene moderne Produktionsräume.

00:15:26: Die Ferne Universität in Hagen hat ein Fernsehstudio, das man nutzen kann.

00:15:32: Das haben natürlich bei weit nicht alle Hochschulen in Deutschland und da ist es für uns natürlich schon wichtig eben hochwertigen Content zu entwickeln und dafür auch auf Partner bauen zu können die entsprechende Kapazitäten dafür haben.

00:15:44: Und dann geht es um die Nutzung.

00:15:46: also wir wollen gerne über eine hundert Hochschule in Deutschland mit den Angeboten erreichen, die die Lernangebote nachnutzen Und zwar indem Sie zum Beispiel einfach nur einen Kurs nutzen können, den eine TU und EU gemeinsam entwickelt haben oder adaptieren.

00:16:01: Indem sie das also noch mal auseinandernehmen anpassen ein Narrativ ergänzen dass für die eigene Einrichtung relevant ist und ich glaube Das kann jede Hochschule in Deutschland leisten Dafür braucht man dann nicht unbedingt die ja hochwertigsten Videoproduktionskapazitäten.

00:16:20: was Mir auch noch mal wichtig ist in dem Zusammenhang, dass wir schon auch gesehen haben.

00:16:27: Wir können nur im begrenzten Rahmen ein Konsortium aufbauen das für mich und den Stifterverband koordiniert bleibt.

00:16:35: also neun Partner sind schon relativ viel.

00:16:37: Wir haben aber direkt zu Projektbeginn einen Call for Participation raus geschickt und gesagt wir suchen weitere assoziierte Partner die dann eben als kleinere Hochschule zum Beispiel nochmal eine bestimmte Perspektive und Expertise mit hineingeben, weil vielleicht sind ja manche Unterstützungsbedarfe an der kleinen Einrichtung anders als einer großen Uni.

00:16:59: Da haben Sie sicherlich recht!

00:17:00: Und die versuchen wir dann über assoziierte Partnerschaften von Anfang an mit einzubinden um wirklich bedarfsorientiert nicht nur die großen Tanker zu erreichen sondern eben auch die Vielfalt der deutschen Hochschullandschaft.

00:17:14: Können sie so ein konkretes Beispiel erzählen?

00:17:18: wo eine Hochschule dieses Angebot bereits angenommen hat und Veränderungen sichtbar werden?

00:17:26: Ja, also das Angebot des neuen Projekts wird jetzt natürlich gerade erst entwickelt.

00:17:31: Aber ich habe vielleicht zwei Beispiele in Bezug auf unterschiedliche Zielgruppen sogar drei Beispiele.

00:17:36: In Bezug auch die Zielgruppe Studierende haben wir vor zwei Jahre oder sogar drei Jahren ein Angebot Asiorexams KI für Studierende entwickelt, gemeinsam mit zwei Studierenden der TU München.

00:17:51: Hier habe ich auch einen KI-Festival in Heilbronn getroffen vor ein paar Jahren und dachte mir Boah sind das coole Studies die sich richtig aktiv mit dem Thema auseinandersetzen!

00:18:01: Die haben einen ganz tollen praxisorientierten Kurs Gemeinsmit uns für Studis entwickelt.

00:18:06: Der ist jetzt zum Beispiel Pflicht an der TH Nürnberg die sich gefragt haben, wie können unsere Studis einen Einführungsangebot erhalten von Studierenden für Studierende und sie haben sich dann einfach dafür entschieden diesen Kurs zu nehmen.

00:18:22: Das sind jetzt also knapp zehn Tausend Studierender nur von der TH Nürnberg drin, die sich über dieses Angebot mit dem Thema KI auseinandersetzen.

00:18:33: Dann haben wir ganz viele Angebote natürlich, die wir für und mit Lehrenden erarbeiten.

00:18:38: Damit sind wir auch mit der Zielgruppe Hochschule gestartet.

00:18:43: Es gibt das Promptlabor Hochschullehre, dass jetzt schon in einer vielfachsten Iteration wieder durchgeführt wird, wo ich sehr oft Rückmeldungen erhalte, dass das wirklich Lehrender in ganz Deutschland auch nutzen.

00:18:55: Aber es gibt eben auch Möglichkeiten, nochmal spezifische eigene Angebote zu machen.

00:19:00: Und da ist ein Partner im letzten Jahr hervorgestochen, würde ich sagen die du alle.

00:19:05: Hochschule Baden-Württemberg hat in einer geschlossenen Moodleumgebung des KI Campus einen eigenen Kurs zur KI und wissenschaftlichen Arbeit gemacht für Lehrende und Studierende und hat dafür bestehende Materialien des KI-Kampus nachgenutzt.

00:19:23: Also das ist das Schöne an offenen Bildungsressourcen, man hat quasi aus mehreren Kursen Module genommen diese bedarfsorientiert neu zusammengefügt und dann für inzwischen über zweitausend Personen in einem geschlossenen Kursumgebungen Angebot entwickelt.

00:19:40: Das fand ich ganz toll weil es eben nicht nur quasi G in den offenen Kours ist sondern auch eine Anpassung an die eigenen Bedarfe.

00:19:48: Und für die Zielgruppe Mitarbeiter von Hochschulverwaltungen hat uns im letzten Jahr ein Verbund angesprochen an Hochschulferwaltungsakteuren aus Brandenburg.

00:19:59: Gemeins mit einem Verbund aus Nordrhein-Westfalen, die gesagt haben wir sind quasi die organisierte Vertretung der Verwaltung Mitarbeitenden im Digitalisierungsbereich und wir würden gerne so eine kleine Einführung für die entwickeln.

00:20:17: mit NRW in den kleinen Kurska, in der Hochschulverwaltung entwickelt.

00:20:21: Den inzwischen auch einige tausend Hochschullmitarbeitende nicht nur in diesen Bundesländern die das initiiert haben genutzt haben sondern auch darüber hinaus.

00:20:30: und dass ist glaube ich für mich so der schönste Use Case wenn ich erlebe dass die Ideen aus der Community herauskommen.

00:20:40: ob es die Studie sind die ich auf dem Festival treffe ob das die Hochschule Die sagt, wir wollen für unsere Studis etwas anbieten und recherchieren mal.

00:20:50: Ob das die Verwaltungsmitarbeitenden sind?

00:20:52: Die sagen, wir müssen jetzt wirklich KI-Grundlagen schulen aber wir wollen das nicht alleine an einer Institution machen sondern von Anfang an kooperativ.

00:21:01: Und das begeistert mich immer mehr weil ich so ein bisschen das Gefühl habe dass das Thema KI Das ja durchaus auch so'n bisschen Panik auslöst Unfassbar viel Kooperationsbereitschaft auch mit sich bringt.

00:21:15: Und dafür stehen wir mit dem KI-Kampus, dass man kooperativ die Herausforderungen, die ja durchaus bestehen viel besser lösen können als wenn das vierhundert Hochschulen oder tausende Unternehmen in Deutschland nur alleine für sich machen.

00:21:31: Jetzt hatten Sie eigentlich auch den AI-Akt erwähnt.

00:21:33: da müssen Unternehmen also auch Hochschule und ihre Mitarbeitenden Schulen.

00:21:39: in Sachen KI gibt es auch Zertifikate, die man bekommen kann für diese Kurse?

00:21:44: Ja also wir haben im Endeffekt zwei Zertifikate, die wir anbieten.

00:21:48: Eine Teilnahmebescheinigung und Leistungsnachweis.

00:21:51: eine Teilnahme Bescheinigung ist wie so ein Sitzschein an der Uni.

00:21:54: oder wenn ich mich in den Workshop reinsetze Ich nehme teil oder ich klicke mich durch Und dann erhalte ich halt die Bescheidigung das ich teilgenommen habe ohne jetzt Prüfungen absolviert absolvieren zu müssen.

00:22:06: Dann haben wir einen Leistungs nachweisen.

00:22:07: Leistungs Nachweis erhält man Wenn man alle in einem Kurs integrierten Tests absolviert und eine bestimmte Mindestzahl erreicht hat an erfolgreich absolvierten Aufgaben.

00:22:20: Das sind im Regelfall fünfzig oder sechzig Prozent, und dem Leistungsnachweis kann dann je nach Kurs zum Beispiel auch ein Workload hinterlegt sein um sich das anrechnen lassen zu können für eine Weiterbildungsverpflichtung um in einem Studium anerkannt zu werden.

00:22:37: Es gibt dann noch so Spezialfälle, wir kooperieren zum Beispiel mit der Landessärztekammer Baden-Württemberg.

00:22:43: da gibts im Bereich KI in der Medizin ein Angebot das kann angerechnet werden für die verpflichtende Weiterbildung im Bereich Medizin.

00:22:52: Das sind dann CME Credit Points Continuous Medical Education und das ist eine besondere Use Case.

00:22:59: Was dabei Für uns Zentrales ist das auch diese zärtige Karte, wie wir sie im Moment anbieten, kostenlos sind.

00:23:07: Weil wir das einfach möglichst niedrigschwellig als Grundlagenangebot zur Verfügung stellen wollen.

00:23:12: Was wir bei Hochschulen als ein ganz wichtigen Use Case aber auch sehen, ist dass dann zum Beispiel so einen Kurs KI für Studierende eingebettet wird in ein größeres Modul.

00:23:25: Also sagen wir mal, ich habe einen Grundlagenmodul.

00:23:27: Das setzt sich irgendwie mit Zukunftstechnologien auseinander hat zehn ECTS im Studium und dann ist die Absolvierung von dem KI Campus Kurs der eine Workload von zwei ECTS hat das Bestandteil des Kurses.

00:23:40: aber es gibt dann eben auch in Präsenz Seminare.

00:23:43: Es gibt auch ne Abschlussprüfung die Themen Adressiert außen KI Campus Kurs, aber es ist eben eingebettet.

00:23:50: Ich sag ganz oft sind die Angebote des KI Campus und da eben auch nicht nur die Kurse sondern auch Podcasts, Videos und andere neue modernere Materialien, die das Buch ersetzen – Die Lektüre Verpflichtung, die ich vielleicht zwischen den Seminarinheiten hätte.

00:24:08: Stattdessen gehe ich in einen coolen Online-Kurs Und setz mich ein bisschen damit auseinander, wie eigentlich an einer anderen Universität das Thema KI aktuell diskutiert wird.

00:24:18: Wie häufig müssen Sie dadurch Ihren Katalog durchgehen und überlegen?

00:24:21: Also die Entwicklung bei KI ist ja wahnsinnig schnell!

00:24:24: Dann sagen oh nee, dass es schon wieder überholt, das muss raus, das müssen wir ersetzen...

00:24:28: Also wir haben ein sogenanntes Key-Account Management für jeden Kurs und jedes Lernangebot auf dem KI Campus.

00:24:34: Das heißt, das ist eine Person aus unserem kleinen Team also das sind fünf Personen in unserem Team für diese Plattform.

00:24:40: Es wird manchmal glaube ich größer nach draußen als es ist die zuständig ist eben dass auch regelmäßig zu überprüfen.

00:24:47: Wir haben dafür so eine Evaluationsmatrix Und die wenden wir einmal im halben Jahr an.

00:24:52: Das heißt nicht, dass wir es immer auch direkt schaffen zu überarbeiten.

00:24:55: Das gehört bei einer Gemeinnützigen Initiative auch zur Ehrlichkeit dazu.

00:24:59: Manchmal sind dann Dinge auch schon irgendwie ein Jahr alt und müssen dringend aktualisiert werden.

00:25:06: aber ja einmal im halben Jahr gehen wir jeden Kurs durch und prüfen sowohl inhaltliche Aspekte als auch noch mal didaktische Aspechte wo man merkt ach da waren mir vielleicht ein bisschen zu großzügig bei der Länge der Videos.

00:25:21: Also gerade klassische Professoren neigen dazu, gerne lange zu sprechen.

00:25:25: Und das ist immer wieder eine Aushandlungsfrage ob man das auf unseren Standards nämlich kein Video über acht Minuten heruntergebrochen bekommt oder nicht.

00:25:33: und also wir aktualisieren auch immer wieder Medien um einfach aktuell und zeitgemäß zu bleiben.

00:25:39: Auch interaktive Elemente die wir vorwiegend mit Hafrenspiel erstellen usw.

00:25:45: Also regelmäßige Interaktionszyklen.

00:25:49: Also wir nennen das Kurs-Versionierung, aber natürlich können Sie auch als Konsequenz eine Kursarchivierung haben.

00:25:58: Dafür berücksichtigen wir auch Feedback der Lernenden und wenn einfach ein Kurs ein relativ schlechtes Feedback bekommt und vielleicht die Überarbeitungsmöglichkeiten einen relativ großen Aufwand mit sich bringen würden.

00:26:11: dann archivieren wir auch Angebote.

00:26:18: Jetzt wird dieses Projekt KI-Kompetenzen an Hochschulen stärken für mehrere Jahre gefördert.

00:26:24: Was sind denn so die Meilensteine?

00:26:25: Es hat gerade angefangen Anfang des Jahres, was sind so die meilen Steine, die sie in diesen Jahren erreichen sollen?

00:26:32: Ja vielleicht kann man das so zusammenfassen unter Kooperation, Adaption, Produktion und Skalierung.

00:26:38: im Moment ist es besonders wichtig also das Netzwerk zu konsolidieren ich saß jetzt gerade an der Kooperationsvereinbarung bevor ich in den Podcast kam und am Two-Pager für assoziierte Partnerschaften, also das Netzwerk ein vertrauensvolles und stark kooperatives Netzwerk aufzubauen.

00:26:57: Gleichzeitig ist im ersten Jahr der Fokus Adaption von bestehenden Content.

00:27:01: Also genau schauen was gibt es schon?

00:27:03: Was müsste sowieso aktualisiert werden?

00:27:05: Und wo können wir mit bestehendem Lernangeboten ein neues Thema auch nochmal adressieren?

00:27:13: Darauf aufbauende Phase die Frage, wo fehlt im Portfolio für die Zielgruppen etwas ganz Grundsätzliches?

00:27:19: und wir müssen zum Beispiel einen wirklich online Kurs komplett neu produzieren.

00:27:24: Das wird im nächsten Jahr sicherlich ein starker Fokus sein.

00:27:29: Ganz zentral ist aber eben von Anfang auch die Skalierung in die deutsche Hochschulllandschaft vorgenommen, als KI Campus bis zu zwanzig dreißig fünfhunderttausend Personen zu erreichen.

00:27:40: Das messen wir über Registrierungen auf unserer eigenen Plattform.

00:27:43: Da sind wir jetzt bei hundertfünfzig tausend registrierten Personen und über die Nutzung an anderen Institutionen.

00:27:49: also dass wir nachweisen können es hat jemand an der DHBW einen Kurs hinüber kopiert in das eigene System und da sind auch Zehntausend Personen drin.

00:27:59: Also diese fünfhundertausend glaube ich doch recht zuversichtlich werden maßgeblich auch über die Hochschullandschaft kommen.

00:28:07: Und ich glaube, wir können sie weit überschreiten weil wir eben zunehmend auch merken dass ein ganz großer Bedarf unserer Angebote tatsächlich in der Wirtschaft besteht und uns da ganz viele Akteure nutzen.

00:28:20: Ja deswegen war das vielleicht auch eine Grundvoraussetzung für die Mitwirkung an diesem Projekt die Bereitschaft dazu, die Angebote selbst bei sich zu integrieren und auch wirklich zu nutzen über ein Seminar mit dreißig Studierenden hinaus.

00:28:36: Und auch so eine Multiplikatorfunktion zu übernehmen.

00:28:39: also wir haben zum Beispiel einen Hub in Nordrhein-Westfalen an der Ferne Universität in Hagen wie gemeinsam mit der Universität Düsseldorf auch Akteure in Nordrin Westfalen berät Wie sie die Angeboten nachnutzen können?

00:28:52: Wie Sie Schnittstellen etablieren können.

00:28:55: Wir haben in Baden-Württemberg einen Hub in Heilbronn, wo wir insbesondere auch in der Region und im Baden Württemberginstitutionen beraten wie sie Angebote nutzen können.

00:29:06: Und dann haben wir eben Partner in Berlin, in Bayern die auch solche Rollen übernehmen können.

00:29:13: Jetzt hat sich der KI Campus in den letzten Jahren ja offensichtlich wesentlich breiter aufgestellt und ein breites Publikum angesprochen als ursprünglich mal gedacht war.

00:29:24: wenn Sie In die Zukunft gucken könnten Sie sich vorstellen, dass der KI Campus in der Weiterbildung insgesamt in Deutschland eine wichtige Rolle spielen kann.

00:29:34: Auch jenseits der Hochschulen?

00:29:36: Ich denke jetzt so an IHKs oder...

00:29:38: Ja also grundsätzlich ist es so das wir im Rahmen unseres gemeinnützigen Auftrages das durchaus tun weil wir sagen quasi der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft stärkt Hochschule und Universitäten auch dabei relevante Angebote für Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zu machen.

00:30:00: Also in diesem Rahmen sehr wohl also zum Beispiel dass wir ganz tolle Angebote zur KI in der Verwaltung entwickelt unter anderem mit der Universität Lübeck aus Schleswig-Holstein oder mit der TU München eben mal wieder und die werden jetzt von unterschiedlichen Ministerien genutzt.

00:30:17: da schaffen wir ein Angebot.

00:30:19: Gleichzeitig haben wir uns also den KI Campus aufgebaut, haben auch schon die Frage gestellt was fehlt eigentlich auf dem Bildungsmarkt und haben da gesehen das was fehlt.

00:30:29: Es sind Angebote mit einem ganz spezifischen Kontext Hochschulen Und zweitens Angebote Die die offene Lizenzierung in den Mittelpunkt stellen.

00:30:39: Das können natürlich oft Bildungsunternehmen, die so eine For Profit Orientierung haben auch gar nicht leisten weil sie müssen ja irgendwie auch ihr Geld mit ihren Workshop Angeboten und so weiter verdienen.

00:30:50: Und da sagen wir unser Auftrag sind KI Grundlagen für alle damit nicht tausend Weiterbildungsanbieter die gleichen KI Grundlage entwickeln und dann eben Vertiefungsangebote insbesondere Für Hochschulen und Mithochschulen für andere Kontexte.

00:31:06: Wir sehen den KI Campus aktuell nicht als einen allgemeinen Weiterbildungsauf dem breiten Markt.

00:31:12: Da haben wir Partner für Applied AI, zum Beispiel eine ganz tolle Initiative die dann auf gemeinsamen Grundlagen basierend in der Weiterbildung in die Breite gehen.

00:31:22: es gibt im Bereich des Lehramts natürlich zb Phobis als eine ganz Tolle Plattform die in die Schule geht oder KI macht Schule die eine tolle KI Unterrichtsplattform anbieten.

00:31:33: und wir sehen unsere Rolle darin gemeinsame KI-Grundlagen offenlizensiert und auf einer qualitativ sehr hochwertigen Basis zu entwickeln.

00:31:41: Und die Vertiefung nehmen dann andere Akteure vor, und ich bin eigentlich davon überzeugt dass das eine ganz gute Rolle im System ist, die wir da gefunden

00:31:49: haben.".

00:31:50: Damit adressieren Sie ja mehr so die Breite der Gesellschaft?

00:31:53: Gibt es auch Anforderungen für die Spitze der

00:31:56: Gesellschaft?".

00:31:57: Ja, das ist uns als Stifterverband Schon sehr wichtig, das auch zu unterscheiden.

00:32:01: In unserem Future Skills Framework sagen wir es braucht Zukunftskompetenzen die für alle mehr oder weniger relevant sind und es braucht eine Auseinandersetzung mit Schlüsseltechnologien in der Spitze.

00:32:12: Und deswegen darf man nicht vergessen dass während aller KI Grundlagen benötigen manche eben auch hochspezialisierte Expertise aufbauen müssen.

00:32:21: Zum Beispiel natürlich im AI Engineering Bereich, im Cyber Security Bereich aber auch in Bezug auf Fragen des KI Leadership oder Change Management.

00:32:31: wie Unternehmen im KI Zeitalter geführt werden müssen ist eine ganz wichtige Frage für die Transformation diese auch angehen.

00:32:39: Im KI Campus adressieren wir das zum Beispiel indem Kurseangebote zum Thema Car-E-Leadership haben, dass wirklich Führungskräfte adressiert oder auch so Angebote wie Automated Machine Learning.

00:32:52: Also wer da keinen informatischen Hintergrund hat braucht nicht einzusteigen und auf mich würde das ehrlich gesagt überfordern.

00:32:59: Das ist nicht unser Fokus.

00:33:01: Unser Fokus ist tatsächlich die Breite aber die Spitze darauf aufbauend zu adressieren ist sicherlich gerade auch für unseren Arbeitsmarkt wichtiger denn je.

00:33:12: jetzt Klingt das alles so, als wären Sie eigentlich ganz zufrieden mit der Lage sowie die Politik, die Grundvoraussetzungen schafft und sie auch fördert?

00:33:22: Gibt es noch Bereiche wo Sie sagen, dass könnte noch besser werden.

00:33:27: Naja, also die Wirkung könnte noch besser werden.

00:33:30: Hundertfünfzigtausend Menschen sind bei uns registriert.

00:33:32: das ist alles schön und gut aber das ist jetzt nur nicht wirklich skaliert im Bezug auf die potenziellen Zielgruppen die man erreichen kann.

00:33:40: da haben wir also schon eine große Ambition hier Deutschland und auch Europa voranzubringen dass das einem das andere ist das insbesondere auch die Relevanz für unseren Arbeitsmarkt noch gestärkt werden kann.

00:33:53: Wir haben letztes Jahr als Stifterverband eine Studie zu KI-Kompetenzen in deutschen Unternehmen veröffentlicht, da haben wir einerseits ein Kompetenzmodell entwickelt und andererseits auch Unternehmen gefragt was fehlt.

00:34:05: Und neben der grundsätzlichen Aussage dass eben die große Mehrheit der Unternehmen gesagt hat es fehlt an grundlegenden KI Kompetencen in ihrem Unternehmen und die Potenziale von KI sind bei Weitem noch nicht ausgeschöpft hat die große Mehrheit gleichzeitig auch gesagt Hochschulen bereiten ihre Absolventen und Absolvent noch nicht hinreichend auf den Arbeitsmarkt vor.

00:34:28: Wir haben uns hier vorgenommen, das waren achtzig Prozent der Befragtenunternehmen, wir haben es hier vor genommen in den nächsten fünf Jahren diese Zahl zu halbieren.

00:34:36: also wir wollen gerne Ja, zwanzigneunundzwanzigdreißig lesen das eben nur noch vierzig Prozent der deutschen Unternehmen sagen Hochschulen bereiten ihre Absolvierten nicht hinreichend auf eine KI geprägte Arbeitswelt vor.

00:34:49: Und da ist glaube ich noch einiges zu tun, eben in so starken Konsortien wie dem Konsortium zur KI-Kompetenz und an Hochschulen aber auch miteinander von Wissenschaft und Wirtschaft.

00:35:02: Ich freue mich sehr auf die Aufgaben, die wir dann hervor uns haben.

00:35:06: Dann zum Abschluss noch die eine Frage wenn wir von einer KI-kompetenten Gesellschaft reden, die gefördert werden soll auch durch ihr Angebot.

00:35:15: Woran meinen Sie dass sie erkennen werden das wir dieses Ziel erreicht haben eine KI kompetente Gesellschaft hier in Deutschland zu sein?

00:35:24: Ja es gibt da unterschiedliche Möglichkeiten das auch zu quantifizieren.

00:35:28: Es gibt zum Beispiel Studien in denen Deutschland sehr schwach abschließt im internationalen Vergleichenbezug auf die Frage ob sich deutsche Zutrauen KI zu erkennen Und das nennen wir so Engaging with AI, KI wahrnehmen und erkennen im Alltag wenn ich mit KI Systemen zu tun habe.

00:35:47: Das sollte sich signifikant verbessern und das ist die Grundlage übrigens auch eine Grundlage um dann eine bewusste Entscheidung gegen die Nutzung von KI zu treffen.

00:35:57: Das ist mir ganz wichtig dass KI Kompetenz nicht nur KI Anwendungskompetenz ist aber auch ne kritische Reflektion im jeweiligen Kontext.

00:36:04: ist KI hier geeignet oder nicht?

00:36:06: Und genau, das kann man dann tatsächlich auch messen und da sehe ich die absolute Notwendigkeit einer Verbesserung.

00:36:14: Dann ist es für uns als Stifterverband eine Frage der kurikularen Integration.

00:36:19: also sowohl im Bereich der Hochschuldbildung als auch im Bereich des Schulbildungs sollten KI-Kompetenzen eine Rolle spielen und thematisiert werden und zwar nicht über neue Fächer KI sondern über eine Integration im Querschnitt.

00:36:33: Wir adressieren hier mit unserer Arbeit an Schulen Lehrkräfte und arbeiten mit Bundesländern, anderen Akteuren an der Frage wo das Thema eine Rolle spielen könnte.

00:36:43: Und tun das eben auch besonders mit Hochschulen?

00:36:45: Ja nicht zuletzt würde ich mir wünschen dass KI Potenziale auch in der Selbstwahrnehmung von Unternehmen in Zukunft besser genutzt werden.

00:36:55: Ich hatte vorhin gesagt über achtzig Prozent der Unternehmen Deutschlands sagen die KI Potentiale sind nicht hinreichend ausgeschöpft.

00:37:02: Auch hier würde ich mir wünschen, dass sich diese Zahl mindestens halbiert und wir KI nicht nur erkennen oder KI in Bildungskontexten adressieren sondern tatsächlich auch KI-Systeme dort.

00:37:16: Und dort verantwortungsvoll nutzen können wo sie wirklich mehr Werte darstellen – auch für unser Wirtschaftssystem.

00:37:23: Das klingt nach einem sehr guten Plan an dem ich auch versuche mitzuarbeiten.

00:37:33: Diese Schere zwischen dem, was manchmal auch die großen KI-Unternehmen sagen.

00:37:36: Was alles möglich ist und der tatsächlichen Möglichkeit das alles in seinem Unternehmen sinnvoll vor allem sinnvoll einzusetzen oder auch in seinem Alltag sinnvoll einzusetzen, ist glaube ich noch relativ weit.

00:37:50: Und da können wir uns alle dran bemühen, dass etwas zu schließen.

00:37:56: Vielen Dank, dass Sie heute bei mir waren!

00:37:58: Das ist ein ganz spannendes Angebot, was sie da haben auch viele Kurse, obwohl ich mich den ganzen Tag mit KI beschäftige.

00:38:04: Viele Kurse entdeckt wo ich dachte oh das wäre ja interessant.

00:38:07: also kann nicht nur empfehlen mal draufzuschauen.

00:38:10: vielen Dank

00:38:11: Danke Ihnen.

00:38:13: Das war's für heute.

00:38:15: Den nächsten Deep Dive hört ihr an dieser Stelle in zwei Wochen.

00:38:18: Dann geht es um innovative digitale Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

00:38:24: Es würde mich freuen wenn ihr wieder dabei seid.

00:38:27: Bis dahin könnt ihr natürlich mit unserem kompakten KI Update jeden Montag, Mittwoch und Freitag auf dem Laufenden bleiben.

00:38:34: Und falls ihr mal einen Deepdive verpasst habt, findet ihr eine Sammlung aller Folgen auf heise.de.

00:38:40: slash thema slash ki minus update.

00:38:44: Den Link dazu findet ihr natürlich auch in den Show-Notes.

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