KI-Update kompakt: OpenStreetMap, OpenAI vs. Bots, Pinterest, Hubble-Fotos

Shownotes

Das ist das KI-Update vom 30.01.2026 unter anderem mit diesen Themen:

Tausende KI-Bots erfassen Daten von OpenStreetMap OpenAI plant wohl soziales Netzwerk mit biometrischer Bot-Erkennung Hunderte Entlassungen bei Pinterest sollen Ressourcen für KI freisetzen und KI findet in Hubble-Fotos über 800 Anomalien

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Eine neue Folge gibt es montags, mittwochs und freitags ab 15 Uhr.

KI-Update kompakt: OpenStreetMap, OpenAI vs. Bots, Pinterest, Hubble-Fotos

Transkript anzeigen

00:00:02: Das KI Update, ein heise Podcast mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.

00:00:14: Ich bin Isabel Grünewald und dies sind heute unter anderem unsere Themen.

00:00:18: Tausende KI-Bots erfassen Daten von OpenStreetMap.

00:00:22: OpenAI plant wohl soziales Netzwerk mit biometrischer Bot-Erkennung?

00:00:27: Hunderte Entlassungen bei Pinterest sollen Ressourcen für KI freisetzen und KI findet in Hubble Fotos über achthundert Anomalien.

00:00:37: OpenStreetMaps sorgt sich.

00:00:39: Das offene, kollaborative Projekt wird derzeit von Bots gestürmt.

00:00:43: Das kostet Geld.

00:00:45: Woher die Bots stammen und warum das Problem auch andere Dienste betrifft, weiß Eva Maria Weiß von Heise Online.

00:00:51: In nur vierundzwanzig Stunden hat Open-Street-Maps Bots von mehr als vierhunderttausend IP-Adressen geblockt.

00:00:58: Sie haben Zugriffsraten limitiert und versuchen, Traffic-Muster zu erkennen, die auf Scraper hinweisen.

00:01:04: Denn der massenhafte Zugriff gleicht schon fast einem DEDOS-Angriff.

00:01:09: Er sorgt also fast für eine Überlastung des Dienstes.

00:01:13: Woher diese Bots stammen, ist nicht so ganz klar.

00:01:16: Zu vermuten ist aber, dass es sich um KI-Crawler handelt.

00:01:19: Denn seit Aufkommen der vielen KI-Dienste betreffen solche Probleme immer mehr Webseiten und Dienste.

00:01:26: Dazu zählen etwa auch Wikimedia und verschiedene Linux-Projekte.

00:01:30: Denkbar ist auch, dass mit den Daten eigene Kartendienste geschaffen werden sollen.

00:01:35: beispielsweise von eben den großen KI-Unternehmen.

00:01:39: Das Interesse ist ja groß, dass die Menschen immer in einem jeweiligen Ökosystem eines einzelnen KI-Unternehmens quasi stecken bleiben.

00:01:48: OpenAI möchte sowohl Chatbot als auch Browser sein, ein soziales Netzwerk anbieten und direkte Shopping-Funktionen.

00:01:56: Ein eigener Kartendienst wäre also die logische Konsequenz.

00:01:59: Auch Google zum Beispiel hat Gemini schon längst in Google Maps integriert und so kann der E-Assistent nun auch navigieren und gleich Restaurants raussuchen oder Sehenswürdigkeiten erklären, die auf der Strecke liegen.

00:02:12: Die Daten von OpenStreetMaps stehen allerdings eigentlich alle unter einer offenen Lizenz zum Download bereit.

00:02:20: Das macht die vielen Bots noch fragwürdiger.

00:02:23: Weil er bei eben auch andere Probleme haben, gibt es bereits erste Abhilfe, z.B.

00:02:27: auch von Anbietern wie Cloudflare oder Akamai.

00:02:31: Die wollen Bots erkennen noch bevor diese eben die Server erreichen.

00:02:35: Vielen Dank Eva.

00:02:37: Agentic Commerce ist eine neue Sau, die gerade durch das KI-Dorf getrieben wird.

00:02:43: Und auch Mark Zuckerberg möchte sie reiten.

00:02:45: Unter Agentic Commerce versteht man Shoppingfunktionen, die auf KI beruhen.

00:02:50: Und die KI wiederum beruht auf vielen persönlichen Daten der Nutzenden.

00:02:54: Auch neue KI-Modelle sollen bald erscheinen und mit den bestehenden Algorithmen von Metas Plattformen verbunden werden.

00:03:01: Laut Zuckerberg verstehe KI den Kontext und kenne die Menschen, deshalb könne sie genau die richtigen und passenden Produkte auswählen, wie jemand kaufen sollte.

00:03:10: Was genau Metas Shopping-Agenten an persönlichen Daten einsehen können sollen, ist noch nicht bekannt.

00:03:16: Zuckerberg hat bei der Vorstellung der Quartalszahlen davon gesprochen, dass dies ein großes Jahr für persönliche Superintelligenz sein werde.

00:03:24: Es sind offenbar neue, größere Modelle geplant, deren Trainingsdaten auch mehr Komplexität abbilden sollen.

00:03:32: Zwischen all den KI-Superlatives weiß Vivaldi, wie man sich Aufmerksamkeit verschafft, nämlich, wenn man in einem Blogbeitrag schreibt, dass man KI-First ansetzen den Mittelfingerzeige.

00:03:44: Die gesamte Browserbranche löst das falsche Problem.

00:03:47: Sie entwickelt Assistenten, die filtern, was sie sehen, entscheiden, was sie nicht sehen und letztlich ihr Urteilsvermögen auslagern, schreibt, wiebald die CEO John von Tetschner in der Pressemitteilung.

00:03:59: Wir entwickeln Tools, die ihre Fähigkeiten zum Erkunden, Vergleichen und Denken erweitern.

00:04:04: Der eine Ansatz behandelt sie wie ein Passagier, der andere behandelt sie wie einen Piloten.

00:04:11: Mit dem neuen Vivaldi-Siebenpunkt-Acht zieht ein neues Tab-System ein.

00:04:15: Drag- und Drop-Tab-Tilling sorgt etwa für Darstellungen nebeneinander, also eine Art Splitscreen.

00:04:21: Das soll helfen, wenn man beispielsweise Preise vergleichen will, Daten live vergleichen oder einen Referenzdokument benötigt.

00:04:28: Neue Tabs lassen sich mit einem Rechtsklick in einem Tab öffnen.

00:04:33: Wieweil die sieben Punkt acht ist ab sofort für Windows, Mac und Linux verfügbar.

00:04:37: Der europäische Browserhersteller legt Wert darauf zu betonen, dass der Browser ohne Tracking auskommt und auch keine Nutzerdaten verkauft.

00:04:46: OpenAI plant angeblich ein eigenes soziales Netzwerk, das Bots mit Hilfe biometrischer Verfahren fernhalten soll.

00:04:55: Ganz unproblematisch ist das allerdings nicht, denn es wirft Datenschutzfragen auf.

00:05:00: erklärt Malte Kirchner aus dem Heise online Newsroom.

00:05:03: Bots in sozialen Medien sind mittlerweile ein massives Problem.

00:05:06: Sie verbreiten Desinformationen, schüren Panik und sind für viele Nutzer kaum noch von echten Menschen zu unterscheiden.

00:05:12: Jetzt will ausgerechnet OpenAI, der Konzern hinter ChatGPT, ein eigenes soziales Netzwerk starten, in dem Bots draußen bleiben sollen.

00:05:20: Laut einem Bericht des US-Magazin Forbes plant OpenAI ein Netzwerk, bei dem sich Nutzer biometrisch verifizieren müssen.

00:05:26: Also quasi ein Echtheitsnachweis, das da wirklich ein Mensch am anderen Ende setzt.

00:05:30: Dafür soll entweder Face ID vom iPhone genutzt werden oder der umstrittene Iris Scanner von World Network.

00:05:37: Und genau da wird es heikeln.

00:05:38: Das Gerät stammt von Tools for Humanity, einem Unternehmen, das auch hinter der Kryptowährung WLD-Token steckt.

00:05:44: Spanien und Portugal haben den Iris Scanner zeitweise verboten, wegen Datenschutzbedenken.

00:05:49: Auch das Bayerische Landesamt für Datenschutz hat im Dezember-Zw.A.

00:05:53: grundlegende Datenschutzrisiken festgestellt.

00:05:56: Die Argumentation der Datenschützer, anders als ein Passwort, kann man seine Augen nicht einfach ändern.

00:06:01: Trotzdem ist es unwahrscheinlich, dass OpenAI auf den Iris-Scanner verzichtet.

00:06:05: Der Grund ist simpel.

00:06:06: OpenAI-Chef Sam Altman ist gleichzeitig auch Vorsitzender von Tools for Humanity.

00:06:10: Dabei ist sich die Katze also in den Schwanz.

00:06:12: Aber warum will OpenAI überhaupt ein eigenes soziales Netzwerk?

00:06:15: Klar, bodfreie Umgebungen klingen erst mal gut.

00:06:18: Ob das aber wirklich alle Probleme löst, darf bezweifelt werden.

00:06:21: Viel wichtiger ist für ein anderer Grund.

00:06:23: Die Konkurrenz macht's vor.

00:06:24: Ex hat den Chatboard Krog integriert, Meta nutzt seine KI-Modelle in Facebook, Instagram und WhatsApp.

00:06:30: Und soziale Netzwerke sind vor allem eins.

00:06:32: Eine gigantische Datenquelle für das Training von KI-Modellen in Echtzeit.

00:06:36: OpenAI arbeitet bereits länger mit einem kleinen Team und einem Prototyp für das Netzwerk.

00:06:40: Wann oder ob es tatsächlich startet, bleibt abzuwarten.

00:06:43: Die Frage ist, wollen wir wirklich ein soziales Netzwerk, in dem wir unsere Iris scannen müssen, nur um zu beweisen, dass wir echt sind?

00:06:50: Danke, Malte.

00:06:52: Microsoft hat seine Quartalszahlen vorgelegte und die Erwartungen übertroffen.

00:06:57: Erstmals verzeichnete Detect-Konzern mehr als fünfzig Milliarden Dollar Cloud-Umsatz in einem Quartal.

00:07:03: Das entspricht einem Plus von sechsundzwanzig Prozent.

00:07:06: Das KI-Geschäft sei inzwischen größer als einige der jahrzehntealten Kernprodukte.

00:07:11: Trotzdem brach die Aktie am folgenden Handelstag im zweistelligen Bereich ein.

00:07:17: Anleger zweifeln daran, optimasiven Ausgaben für KI-Rechenleistung im Verhältnis zu den Einnahmen stehen.

00:07:25: Microsoft investierte im Quartal USD USD €.

00:07:30: Zwei Drittel davon flossen in Grafikprozessoren und Hauptprozessoren.

00:07:34: Gleichzeitig sinkt die Bruttomarge im Cloud-Geschäft auf siebenundsechzig Prozent.

00:07:38: Für das nächste Quartal ist ein weiterer Rückgang prognostiziert.

00:07:41: Auch das Wachstum der Azure-Plattform verlangsamt sich.

00:07:45: Und noch eine weitere Zahl dürfte Investoren beunruhigen.

00:07:48: Fünfundvierzig Prozent von Microsofts kommerziellem Auftragsbestand stammen von einem einzigen Kunden, nämlich OpenAI.

00:07:58: Auf Nachfragen zu dieser Abhängigkeit will ich Finanzchefin Amy Hood aus.

00:08:02: Sie verwies darauf, dass fifty-fünfzig Prozent des Auftragsbestands auf verschiedene Kunden und Regionen empfehlen.

00:08:08: Zur OpenAI-Partnerschaft äußert sie sich nur Waage.

00:08:11: Es sei eine großartige Partnerschaft.

00:08:15: Immer mehr Big-Tech-Konzerne in den USA entlassen Mitarbeitende.

00:08:20: Angeblich, weil der Einsatz von KI die Unternehmen effizienter und Teile der Belegschaft somit entbehrlich machen würde.

00:08:28: Nach Amazon hat nun auch Pinterest angekündigt, Stellen kürzen zu wollen.

00:08:32: Mein Kollege Robin Ahrens aus der Ziteredaktion mit den Einzelheiten.

00:08:36: Pinterest hat angekündigt, Auf der Online-Pinwand kann man Ideen für Projekte in Form von Fotos und Grafiken sammeln.

00:08:45: Stand August, twenty-fünfundzwanzig beschäftigte Pinterest rund fünftausend Vollzeitkräfte.

00:08:51: Damit wären in etwa siebhundertfünfzig Mitarbeitende von den Entlassungen betroffen.

00:08:55: Bis Ende September dieses Jahres will man die Leute vor die Tür gesetzt haben.

00:08:59: Wieso das Unternehmen diesen Schritt geht?

00:09:01: Pinterest argumentiert hier etwas anders als Amazon und Co.

00:09:05: Konkret begründet das Unternehmen die Entlassung nicht mit bereits erfolgten Effizienzsteigerungen durch KI.

00:09:10: Es klingt wie mehr so, als wolle man gerade die Grundlagen dafür schaffen.

00:09:14: Denn mit den freigesetzten personellen Ressourcen will Pinterest die Implementierung von KI in die Unternehmensabläufe voranbringen.

00:09:21: Gleichzeitig sollen aber auch mehr KI-gestützte Produkte und Funktionen in die Plattform selbst integriert werden.

00:09:27: Was genau der Anplanung ist, gar Pinterest nicht bekannt.

00:09:30: Insgesamt dürften die Ankündigung Nutzerinnen und Nutzer der digitalen Pinwand nicht gerade erfreuen.

00:09:35: Erst im Herbst vergangenen Jahres häuften sich Beschwerden bei Pinterest, wie nahezu alle anderen sozialen Netzwerke, mit AI-Slop, dem berüchtigten KI-Müll geflutet wird.

00:09:45: Daraufhin führte Pinterest im Oktober vergangenen Jahres mehrere neue Funktionen ein.

00:09:50: Mit ihnen können Nutzende selbst entscheiden, wie viel KI-Inhalte sie in ihren Pinterest-Feed sehen wollen.

00:09:56: Ganz vertreiben lässt sich der K-E-Mail aber nicht.

00:09:59: Dafür müsste die Plattform ihn erst mal zuverlässig erkennen können.

00:10:02: Die nun erfolgten Ankündigungen, Personal entlassen und AI-Produkte zukünftig priorisieren zu wollen, entsprechen er dem Gegenteil dessen, was Pinterest-Nutzerinnen sich zu wünschen schein.

00:10:13: Vielleicht ist das Ganze aber auch nur ein Vorwand für Sparmaßnahmen in Form von Personalabbau.

00:10:20: Der Hunger nach Rechenleistung kennt derzeit aufgrund des KI-Hypes kaum Grenzen.

00:10:25: Doch der Preis für den technologischen Fortschritt wird zunehmend auch in Treibhausgasemissionen gemessen.

00:10:32: Die jüngste Ausgabe des Global Oil & Gas Plant Trackers durch den Global Energy Monitor offenbart eine Entwicklung, die Klimaschützer und Experten alarmiert.

00:10:42: Weltweit zeichnet sich demnach ein Trendab, bei dem der Ausbau von Gaskraftwerken untrennbar mit dem Wachstum der digitalen Infrastruktur verknüpft ist.

00:10:52: Besonders in Deutschland wird das Ausmaß der Abhängigkeit sichtbar.

00:10:55: Aktuelle Pläne etwa von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche sehen neue Gaskraftwerke an strategisch wichtigen Standorten wie Mainz, Frankfurt, Birstein, Leipheim und Großkotzenburg vor.

00:11:08: Diese sollen primär der Versorgung von Rechenzentren dienen.

00:11:12: Was auf den ersten Blick wie eine notwendige Brückentechnologie für die Versorgungssicherheit wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als potenzieller Stolperstein für die nationalen Klimaziele.

00:11:24: Die Daten des Global Energy Monitor liefern dafür die nötigen Fakten.

00:11:28: Sie zeigen, dass die bloße Hoffnung auf eine grüne Zukunft der IT nicht ausreicht, wenn gleichzeitig Milliarden in eine fossile Infrastruktur fließen und diese auf Jahrzehnte festgeschrieben wird.

00:11:41: Ohne eine Koppelung von Netzausbau, zusätzlichen Grünstrom und strengen stündlichen Nachweisen für Rechenzentren droht der digitale Fortschritt, zum Klimaresiko zu werden.

00:11:53: Ein neu runales Netz hat in alten Hubble-Aufnahmen über achthundert Anomalinen entdeckt, primär ungewöhnliche Galaxien.

00:12:02: Dutzende Funde entziehen sich eine Erklärung, berichtet Martin Holland aus dem Heise Online Newsroom.

00:12:08: Immer bessere Instrumente und Teleskope und Weltraumsonden sorgen dafür, dass in der Astronomie die Datenmengen, die ausgewertet werden müssen, immer größer werden.

00:12:19: Und jetzt hat sich gezeigt, dass das gar nicht nur für ... Die Geräte gilt, die gebaut werden oder bald im Einsatz sind, sondern auch schon für welche, die seit Jahren oder Jahrzehnten im Einsatz sind.

00:12:31: Und zwar das Weltraumteleskop.

00:12:34: Hubble ist seit Anfang der Neunziger im Einsatz.

00:12:36: Und jetzt wurde trotzdem in Daten, die dieses Gerät gesammelt hat und die schon zigfach ausgewertet wurden, eine KI noch Sachen gefunden hat, die bislang übersehen wurden.

00:12:47: Und zwar geht es um sogenannte Anomalien, also Sachen, die Unerwartet sind in dem Fall vor allem um Galaxien, die gerade miteinander kollidieren oder um Gravitationslinsen, die das Bild von Objekten, die dahinter liegen, verzerren.

00:13:04: Und zwar kannte man davon ein paar hundert bislang.

00:13:07: und jetzt hat ein Forschungsteam aus der der europäischen Weltraumagentur ESA eine KI trainiert, ein neuronales Netz nochmal gezielt in dem Archiv von Hubble nach solchen Anomalien zu suchen und wurde innerhalb von wenigen Tagen, genau zweieinhalb Tage hat es gedauert, ganz schön oft findig.

00:13:26: und zwar hat es tausend vierhundert solcher Anomalien entdeckt, achthundert davon waren bisher unbekannt.

00:13:33: Und können jetzt untersucht werden.

00:13:35: Und ein paar Dutzend können gar nicht klassifiziert werden, worum es sich genau handelt.

00:13:41: Das heißt, da muss man mal genauer gucken.

00:13:43: Da geht es auch vor allem um Galaxien, wo unklar ist, ob die jetzt gerade kollidieren oder warum da unerwartete Strukturen zu sehen sind.

00:13:51: Und das zeigt, dass KI in der Astronomie eine große Hilfe sein kann, solche Werkzeuge.

00:13:56: Vor allem angesichts der Tatsache, dass jetzt Instrumente auch im Betrieb gehen, die noch, noch viel mehr Daten gefahren werden, als das Hubble bislang getan hat.

00:14:05: Vielen Dank, Martin.

00:14:07: Samsung Electronics hat im vierten Quartal des letzten Jahres einen historischen Rekordgewinn eingefahren.

00:14:13: Südkoreas größtes Unternehmen weist in seinen aktuellen Geschäftszahlen ein Betriebsgewinn in Höhe von umgerechnet knapp zwölf Milliarden Euro für den Zeitraum Oktober bis Dezember aus.

00:14:24: Im Vergleich zum Vorjahrszeitraum eine Verdreifachung.

00:14:28: Zugleich ist es der größte Quartalsgewinn, den Samsung in seiner Unternehmensgeschichte je erzielen konnte.

00:14:34: Diese positive Entwicklung fußt vor allem auf dem anhaltenden Boom künstlicher Intelligenz, welcher die Nachfrage und auch die Preise für Speicherchips rasant in die Höhe getrieben hat.

00:14:44: Samsung Electronics ist einer der weltweit führenden Produzenten für Heibleiter.

00:14:50: Die KI-Revolution produziert also Gewinner, aber auch Verlierer, wie zu den Hochzeiten des frühen Industriekapitalismus.

00:14:57: Entweder man ist Teil des neuen Zeitalters oder Teil eines Problems, wie zuletzt die langjährigen Software Champions erfahren mussten.

00:15:04: Die Aktien von Microsoft, Adobe oder Salesforce sind aus Disruptionsängsten zuletzt deutlich unter Druck geraten.

00:15:11: In der exakten Gegenwelt befinden sich die klassischen Speicherfirmen.

00:15:15: Seit vergangenem Spätsommer schießen die Aktien der amerikanischen Storage-Anbieter in die Höhe.

00:15:20: Denn KI lebt von Daten, Modelle müssen abgelegt, geladen, trainiert und ständig gefüttert werden.

00:15:27: GPUs ohne ausreichend Speicher sind dabei kaum mehr als teure Rechenhöhlen.

00:15:33: Je größer die Modelle, desto exponentieller steigt der Bedarf an hochdichten, zuverlässigen Enterprise-Speicherlösungen.

00:15:40: Micron, Western Digital, Seagate und auch Sandisk sind die großen, bislang unterschätzten Profiteure der KI-Ökonomie.

00:15:49: Allein seit Jahresbeginn haben die Aktienkurse der vier Unternehmen zwischen zweiundfünfzig Prozent und einhundertzweiundzwanzig Prozent zugelegt.

00:16:00: Nach der Völlerei im alten Jahr plagt einen zum neuen Jahr oft das schlechte Gewissen.

00:16:05: Der gute Vorsatz, mehr auf sich und seine Ernährung zu achten, ist zwar schnell gefasst, doch solche Vorsätze haben bekannterweise eine geringe Hypewärtszeit.

00:16:14: Mein Kollege Alexander Spier von Heise Plus wollte wissen, ob eine KI helfen kann, über die ersten Januarwochen hinaus dran zu bleiben.

00:16:22: Die Idee bei dem Artikelabnehmen mit KI war eigentlich, ja, kann es die KI helfen, Gewicht zu verlieren.

00:16:29: Zuerst mal gesünder ernähren, das ist ja eine gute Vorsätze fürs neue Jahr.

00:16:33: Dann wollten wir einfach mal schauen, kann mir so ein Chatbot helfen, wenn ich ihm da ein paar Sachen reinwerfe.

00:16:40: Oder kann mir so eine Ernährungs-App helfen, die zum Beispiel vor allem für das Kalorienzählen zuständig ist.

00:16:44: Und da das dort sehr umständig ist, immer die Kalorien selber einzutragen und alles auszumessen und so weiter, sollte die halt mit dem Foto schauen.

00:16:52: Ich gebe ihr ein Foto und sie soll dann analysieren, was ist eigentlich auf diesem Foto zu sehen.

00:16:56: Und da kam dem auch die Idee, gucken wir dann, was macht ein Chatbot draus, weil wir das endlich benutzen, die dieselben KI-Modelle.

00:17:02: Da ist dann entweder OpenAI dahinter oder eben Google Gemini.

00:17:06: Wenn man mal guckt, was macht das eigentlich?

00:17:09: Und zwar doch recht erstaunlich, wie genau die die Bilder analysieren können.

00:17:14: Insbesondere hat Gemini halt das sehr, sehr gut gemacht, besser als die eigentlich Kalorienzähl-App.

00:17:20: Weil die war immer so ein bisschen vage und hat dann also sehr so Zutaten erkannt, aber er hat es beim Gewicht verhauen, hat nicht immer alles so exakt festgehalten, wenn Gemini ganz wenig Fehler gemacht hat.

00:17:30: Also es war schon erstaunlich, wie gut das funktioniert.

00:17:34: Und dann haben wir eben den Chatbot, das Geminer in dem Fall, gefragt, hey, was sagst du zu dem Essen?

00:17:38: Also wie sieht das denn aus?

00:17:40: Wie würdest du das einschätzen?

00:17:41: Ist das eine gute Ernährung?

00:17:42: Ist das schlechte Ernährung?

00:17:43: Und ja, es war doch erstaunlich, wie gut uns der dann doch teilweise Antworten gegeben hat.

00:17:49: Es hat hier so eine Einschränkung.

00:17:51: Das muss man da dazu sagen.

00:17:52: Halt allerdings die Kalorien-C-App auch, weil sie eben dann wiederum das nicht bietet, was ein Chatbot bietet.

00:17:57: Also es ist schon sehr, sehr spannend, was man so daraus machen kann, wenn man diese Tools für sich benutzt.

00:18:03: Sie sagt, es ist nicht perfekt, aber es gibt auch ein paar sehr nette Ergebnisse, muss man sagen.

00:18:07: Danke schön, Alex.

00:18:08: Wenn ihr jetzt Lust habt, noch tiefer in dieses oder auch andere unserer Themen einzusteigen und gleichzeitig diesen Podcast unterstützen wollt, dann könnt ihr das mit einem heise Plus-Abo tun.

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00:18:30: Sichert euch jetzt zwölf Wochen heiseplus mit fünfzig Prozent Rabatt unter heiseplus.de slash audio.

00:18:40: Das war das KI-Update von heise online vom dreißigsten Januar zwetausendsechsundzwanzig.

00:18:45: Eine neue Folge gibt es immer montags, mittwochs und freitags um fünfzehn Uhr.

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