KI-Update Deep-Dive: Besser texten mit KI

Shownotes

Künstliche Intelligenz macht uns völlig unkreativ – alles nur noch Einheitsbrei. Dieser plakativen Aussage würden viele kreative Menschen widersprechen. Denn Künstlerinnen, Musiker und Designerinnen können KI auch als Tool nutzen, um die eigenen Ideen umzusetzen. Am Ende kommt es – wie bei so ziemlich jedem Werkzeug – auf die Art und Weise an, wie wir es nutzen. Ein erster Schritt zur kreativen Nutzung der großen Sprachmodelle ist der richtige Prompt. Anne-Kathrin Gerstlauer ist Expertin im Prompten. Aber sie ist auch Profi im Schreiben und im Redigieren. Denn nur wer sich in seinem Feld gut auskennt, kann auch die KI anleiten, um ein richtig gutes Ergebnis zu erzielen. Wie wir also gut prompten, um am Ende bessere Texte zu schreiben, erklärt uns Anne-Kathrin heute im Deep-Dive.

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00:00:02: Das KI Update, ein heise Podcast mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.

00:00:13: Hallo, ich bin Isabel Grünewald und dies ist unser Deep Dive zum Wochenende.

00:00:20: Künstliche Intelligenz macht uns völlig unkreativ, alles doch nur einheitsbrei.

00:00:26: Dieser plakativen Aussage würden viele kreative Menschen widersprechen, denn Künstlerinnen und

00:00:31: Musiker

00:00:32: und Designerinnen Können KI auch als Tool nutzen,

00:00:35: um die eigenen

00:00:36: Ideen umzusetzen?

00:00:38: Am Ende kommt es, wie bei so ziemlich jedem Werkzeug, auf die Art und Weise an, wie wir es nutzen.

00:00:45: Ein erster Schritt zur kreativen Nutzung der großen Sprachmodelle ist der richtige Prompt.

00:00:50: Die Journalistin Anne Katrin Gerstlauer ist Expertin im Prompten.

00:00:54: Aber sie ist auch Profi im Schreiben und Redigieren.

00:00:58: Denn nur, wer sich in seinem Feld gut auskennt, kann auch die KI anleiten, um ein richtig gutes Ergebnis zu erzielen.

00:01:05: Wie wir also

00:01:06: gut prompten,

00:01:07: um am Ende bessere Texte zu schreiben, erklärt uns Anne-Kathrin heute im Deep Dive.

00:01:21: Du bist ja ursprünglich eine ganz klassische Journalistin und verschickst inzwischen auch deinen Newsletter Text-Hacks an mehr als achtzehntausend Abonnenten.

00:01:30: Und darin erklärst du, wie wir KI nicht nur als künstliche, sondern vor allem auch als kreative Intelligenz benutzen können.

00:01:36: Auf die Kreativität kommen wir gleich noch.

00:01:38: Vielleicht kannst du einmal kurz so zum Anfang deinen Werdegang beschreiben, wie du vom klassischen Journalismus in diese KI-Schreib-Ecke gekommen bist.

00:01:47: Genau, also ich war früher bei der Zeit gearbeitet als Rezau-Literin, war dann Teilvertretender Chefredaktion von What's N Day, also sehr klassisch journalistisch, hab mich dann selbstständig gemacht, hab irgendwann mein Newsletter Text-Text gestartet und hab dann aber auch gemerkt, als das so losging mit ChatGPT, hab mich die Leute auch immer gefragt, wirst du deinen Job verlieren und wird jetzt niemand mehr schreiben können?

00:02:07: und so weiter.

00:02:08: Und dann aber als ich auch die ersten Ergebnisse von ChatGPT gesehen hab, hab ich auch gemerkt, das ist schon nicht schlecht.

00:02:15: Aber wir müssen schon erstmal auch selber trotzdem noch wissen, wie man überhaupt gut schreibt, weil sonst können wir die Ergebnisse erstens gar nicht bewerten.

00:02:21: Wir können zweitens keinen ordentlichen Prompt schreiben.

00:02:23: und dann dachte ich so, nee, mein Job wird nicht weggehen, sondern das wird total nützlich sein, was ich weiß, weil du damit das Prompting einfach auf ein ganz anderes Level heben kannst, wenn du weißt, wie überhaupt ein Text funktioniert und dann auch weißt, wie du den Prompt so schreibst, dass ein ordentlicher Text dabei rauskommt und eben nicht die Mittelmäßigkeit, die wir im Internet so viel... schon vor KI gesehen haben.

00:02:43: Das ist ja kein KI-Problem, sondern die KI trainiert auch sehr, sehr viel mit den mäßigen Texten.

00:02:47: Ja, das merkt man ja ganz häufig, dass, also ich habe immer den Eimerl KI halt wahnsinnig viele selbst veröffentlichte Romane, Romanzenromane gelesen.

00:02:59: Ja, das ist halt das Bayer Material, was

00:03:03: da war.

00:03:04: Und man hört ja auch wahnsinnig viel von AI-Slop.

00:03:07: Wie kann ich denn verhindern, dass der Text, den ich von der KI haben möchte, genau danach klingt.

00:03:15: Also erst mal möchte ich sagen, dass ich diese Diskussion immer ein bisschen übertrieben finde, weil ich beschäftige mich ja beruflich nur mit Texten von anderen Leuten und muss sagen, neunzig Prozent von der Texte sind schlecht geschrieben und das war schon vor KI so.

00:03:27: Ich finde es schön, dass wir uns jetzt endlich damit beschäftigen.

00:03:30: Das ist aber, möchte ich wirklich sehr, sehr klar sagen, kein KI-Problem.

00:03:34: Die KI bringt nochmal so eigene Eigenheiten darin sicherlich mit sich, aber dieses Grunddings von Leute schreiben viel zu kompliziert, superfloskelig, nur über Stepper, das gab es lange davor.

00:03:44: Also das ist mir immer super, super wichtig dazu zu sagen.

00:03:47: Den meisten Leuten, vor allem bei Finanzamt, würde es sehr gut tun, mir mit Kati zu schreiben und wie gerade mit.

00:03:54: Aber trotzdem zurück zu deiner Frage, wie können wir das verhindern?

00:03:57: Erstmal ganz klassisch, indem wir sehr spezifisch.

00:03:59: Promnten also indem wir jetzt nicht einfach sagen schreibt einen Text sondern vielleicht auch so.

00:04:03: ich habe zum Beispiel so einen kleinen Master Prompt mit so den fünf wichtigsten Sachen keine Füllwörter, kein Nominalstil, kein Passiv.

00:04:10: Das habe ich aber noch mal ein bisschen ausführlicher erklärt, weil Nominalstil ein deutsches Konzept muss man der KI nochmal etwas genauer sagen was damit gemeint ist.

00:04:18: Aber so man kann schon mal so ein paar sprachliche Sachen mitgeben und das andere Ding ist aber und da setzen wir wieder vor KI ein.

00:04:26: Was ist eigentlich für mich ein guter Text?

00:04:27: Also welchen Text will ich überhaupt schreiben?

00:04:29: Weil ich kenne das so, dass wenn du die meisten Leute schreiben würdest, aber wie sieht denn so ein LinkedIn-Posting von dir aus?

00:04:36: Also jetzt mal unabhängig von KI, was soll das, was ist das Ziel, wer ist die Zielgruppe, können die meisten nicht beantworten.

00:04:41: Das heißt Schritt eins ist erstmal, was ist für mich eigentlich der perfekte Text, wenn ich den schon habe?

00:04:47: Super, wenn nicht, soll ich den ersten Mal erstellen.

00:04:50: Das heißt, dann weiß ich auch erst mal, was das mein Ziel überhaupt am Ende, was bei der KI rauskommt.

00:04:54: Also mein Vorgehen wäre immer, ich sag mir, okay, nehmen wir jetzt mal das Beispiel LinkedIn-Posting.

00:04:59: Da hab ich mir zum Beispiel, kann man sich bei LinkedIn so ein komplettes Archiv seiner eigenen Postings runterladen.

00:05:05: Und kann man jetzt ja mal durch die KI durchjagen lassen und mal zu gucken, was waren die erfolgreichsten Posts ist und wie sind die eigentlich klassisch aufgebaut?

00:05:11: Also was ist der Einstieg?

00:05:12: Was ist der Mittelteil?

00:05:13: Wie ist mein Sprachstil?

00:05:15: So einfach mal so durch analysieren lassen.

00:05:17: Also ich habe mir so einen eigenen so genannten Tone of Voice Paragraph für mich selber erstellt.

00:05:23: Und da muss ich auch merken, vor zwei Jahren hat das nicht funktioniert.

00:05:27: und mittlerweile sagt mein Freund, und das ist aber eine lustige Metapher in deinem Muster, dann sag ich, ist nicht von mir.

00:05:34: Hab ich mir nicht ausgedacht.

00:05:37: Danke, Claude.

00:05:38: Also das ist schon erstaunlich tatsächlich.

00:05:40: Aber das ist halt auch wirklich, da muss man einmal Arbeit reinstecken, um sich erst mal selber so ein bisschen zu kriplizieren.

00:05:48: Und dann zweitens aber auch einfach genau halt zu wissen, was man wirklich mit seinem Text will, also was wir sehen werden.

00:05:54: Das ist halt ein Haufen Müll im Internet.

00:05:56: Weil jeder kann jetzt zwanzigmal so viele Texte schreiben.

00:05:58: Wie bisher.

00:06:00: Und ich glaube, so das wollen wir erstens nicht.

00:06:02: Und zweitens aber auch die Frage, wie kann ich da mit meinem eigenen Text überhaupt noch durchkommen?

00:06:07: Also da, glaube ich, wird das Niveau quasi noch mal steigen müssen, dass du in diesem ganzen Würfer aus Texten dich halt absetzt, indem du sprachlich stark bist, aber auch eine kreative Idee hast.

00:06:19: Also das sind die Dinge, die sich dann irgendwie durchsetzen müssen und nicht das hundertste Posting zum Thema, ob wir jetzt vier Tage oder fünf Tage die Woche arbeiten

00:06:27: müssen.

00:06:28: Jetzt werden ja wahrscheinlich relativ viele von unseren Zuhörerinnen und Zuhörern denken, aber ich schreibe ja gar nicht professionell.

00:06:34: Ich brauche das ja jetzt gar nicht.

00:06:36: Tatsache ist, aber wir schreiben alle.

00:06:39: Wir schreiben alle in einem Stop.

00:06:40: Wir geben die Kommentare ab unter irgendwelchen Social-Media-Posts oder wir schreiben eben LinkedIn-Posts oder

00:06:46: E-Mails.

00:06:47: Man hat seinen Schilder-Profil oder irgendetwas.

00:06:51: Man möchte irgendwie nicht eine von vielen sein, die weggestript wird oder vielleicht so den ersten Satz haben, der anspricht.

00:06:58: Für wen eignet sich das denn und wann?

00:07:00: lohnt es sich wirklich, viel Zeit in so einen Prompt reinzulästieren?

00:07:05: Also ich glaube, viel Zeit rein zu investieren lohnt sich immer dann, wenn wir den Aufgabe halt hundertmal machen.

00:07:11: Also wenn ich jetzt immer mal wieder ein Link in Profil, Link in Text schreiben muss, ich habe ein eigenes Projekt zum Beispiel für mein Newsletter, wo alles hinterlegt ist und so weiter.

00:07:18: Lohnt sich das jetzt für einen Tenner Profil?

00:07:20: Nein.

00:07:21: Da würde ich auch eher sagen, geht es ja dann oft eher vielleicht auch um Inspiration.

00:07:25: Also ich lasse mir mal kreativere Vorschläge machen.

00:07:29: oder um das, was ich habe, analysieren zu lassen.

00:07:32: Und auch da würde ich zum Beispiel empfehlen, gar nicht unbedingt jetzt sprachlich das direkt analysieren zu lassen.

00:07:36: Ist das ein gutes Posting oder nicht?

00:07:38: Sondern stell dir mal Fragen.

00:07:39: Das finde ich immer viel, viel stärker.

00:07:40: Also eher so... Ich find's immer cool, also ich kenn das eher von anderen Texten, aber könnten wir jetzt direkt mal aufs Intender-Profil übertragen.

00:07:47: Bei anderen Texten sage ich immer, fragt mal die KI, was die denkt, was die drei wichtigsten Aussagen im Text sind so.

00:07:52: Oder fragt sie mal, was die denkt, wer die Zielgruppe dafür ist.

00:07:54: Weil wenn das falsch erkannt wird, dann hast du wahrscheinlich daneben geschrieben, das passiert ziemlich häufig, die Leute schreiben nie für ihre Zielgruppe, sondern immer für sich selber

00:08:01: so.

00:08:02: Es ist ein total häufiger Fehler.

00:08:04: Genauso ist es übrigens bei Tinder-Profilen, ne?

00:08:06: Die sind ja nicht für andere Leute geschrieben, sondern es steht immer so hin, ich möchte niemanden, der das und das und das macht.

00:08:11: wo man denkt, nein, das ist total unsympathisch.

00:08:14: So, das spricht jetzt ja deiner Zielgruppe gar nicht anders.

00:08:16: Das heißt, ich könnte mal sagen, wie wirkt dieses Tinder-Profil, wie wirke ich damit?

00:08:19: Und dann kann ich mal abgleichen, ob das, wie ich wirke eigentlich, das ist, wie ich bin.

00:08:22: Also ich finde, das eine ist ja, ich lasse mir beim Schreiben helfen.

00:08:26: Das ist aber für die meisten, wenn sie sich gar nicht so auskennen, vielleicht eher so ein bisschen tricky.

00:08:31: Aber was ich immer voll gut machen kann, ist auch mal so Fragen dazu zu stellen.

00:08:34: Also so, wie wirkt das Profil?

00:08:37: Was will ich eigentlich damit erreichen?

00:08:39: Das habe ich das eigentlich.

00:08:41: Das heißt, dann wird KI quasi zu so einem Spiringspartner?

00:08:45: Ja, genau.

00:08:46: Vielleicht so ein bisschen wie mit so einer Freundin.

00:08:48: Also, das kann man auch dann benutzen, wenn man seine Freundin vielleicht schon ein bisschen zu aufgefragt hat, wie das zu einer Profil wird.

00:08:56: Dann kann man da vielleicht nochmal die KI fragen.

00:08:59: Natürlich haben wir so ein bisschen das Problem, dass die Kain ein natürlich immer erst mal oben wird.

00:09:05: Also immer erst mal sagen wir, das ist ein total tolles Tenderprofil.

00:09:08: Also da muss man auch sicherlich dann nochmal nach hitischen Feedback fragen und so weiter.

00:09:14: Aber ja, also ich finde so eine zweite Meinung nach den allen Tenderprofilen, die ich in meinem Leben gesehen habe, würde ich sagen, schlimmer geht's nicht mehr.

00:09:24: Stimmt.

00:09:25: Also es kann auf jeden Fall nur besser werden.

00:09:26: Du hast gerade schon Claude erwähnt, hast du irgendwie... Tuls, die du ganz besonders gerne benutzt?

00:09:32: Und hast du bemerkt, dass für bestimmte Aufgaben sich bestimmte Tuls besser eignen als andere?

00:09:37: Also ich schreibe mit Claude, weil ich finde, der in der deutschen Sprache, ich kann es auch mit Englisch nicht beurteilen, so wirklich deutlich flüssiger schreibt, deutlich lockerer schreibt.

00:09:49: Wenn ich jetzt zum Beispiel mit Firmen zusammen arbeite, die jetzt sage ich mal eher etwas förmlicher schreiben.

00:09:55: Sag ich den meistens bleibt eher bei TatchyPT, der schreibt euch euren förmlichen Stents weiter, den wir trotzdem versuchen, einfach lockerer zu schreiben.

00:10:01: Aber vielleicht dieses so ganz lockere von Claude könnte dann so ein bisschen drüber sein.

00:10:07: Ich

00:10:07: glaube aber auch, dass für die meisten das so ein bisschen überbewertet ist.

00:10:12: Also das ist immer diese Frage, ob ich beschäftige mit fünfzig Jahre damit, welches Tool.

00:10:15: ich glaube wichtiger ist, dass man ein gutes Setup hat.

00:10:17: Also sich eher fragt.

00:10:20: Und das ist gar nicht so kompliziert.

00:10:22: Ich hab zum Beispiel wie gesagt ein Projekt, wo man Sprachstil hinterlegt ist.

00:10:25: Das heißt, ich muss nicht jedes Mal dem aufs Neue sagen, nach dieses mach, jenes mach, sonstiges.

00:10:30: Ich würde jedem empfehlen eine Promp-Bibliothek anzulegen, wo man ganz einfach seine besten Prompts wiederfindet.

00:10:36: Dann muss man ja auch nicht jedes Mal ne neuen Prompt schreiben und so weiter.

00:10:40: Und da hab ich zum Beispiel so ne ganz einfache Chrome extension mit Notion.

00:10:44: Wo ich, wenn ich jetzt zum Beispiel einen Prompt schreibe, bei Claude oder bei TedGBT, funktioniere mit beidem, dann drücke ich nur so eine kleine Pinnnade und sage, exportiere das in meine Prompt Bibliothek und zack, bumm.

00:10:56: Es ist drüben in meiner Prompt Bibliothek und ich habe nicht irgendwie, ne, ich habe nicht irgendwie jetzt ... Ein Excel-Tabelle oder einen Microsoft Word-Dokument.

00:11:07: Womit ich jetzt angefangen habe, mir das anzuschauen, ist Langdoc.

00:11:10: Das ist ein deutsches Tool, was verschiedene LLMs miteinander kombiniert.

00:11:13: Da kann ich z.B.

00:11:14: eine Promp-Bibliothek direkt drin erstellen.

00:11:17: Und ich hoffe und glaube, dass das den Chatchi-Betion-Clock hoffentlich auch mal bald kommen wird, dass ich meine Promps auch wirklich da drin abspeichern kann.

00:11:25: Aber das sind so die beiden, mit denen ich zum Schreiben auf jeden Fall am meisten arbeite.

00:11:30: Ja, wir haben auch so ein internes KI-Tool, das auch uns im Zugriff auf alle möglichen Modelle gibt.

00:11:37: Und da können wir auch unsere Proms hinterlegen.

00:11:41: Ich liebe das zum Beispiel für Zwischenüberschriften.

00:11:43: Ich komme aus dem Radio und mache keine Zwischenüberschriften.

00:11:47: Es kommt mir nicht so leicht über die Lippen.

00:11:49: Und wenn ich dann meine Artikel schreibe, dann stehe ich total auf den Schlauch.

00:11:53: Und das gibt mir einfach supergut Inspirationen, was jetzt an der Stelle

00:11:56: ist.

00:11:58: Und häufig ändere ich die da noch mal, aber es ist eine gute Basis zum Arbeiten.

00:12:03: Würdest du Menschen warnen, einfach nur Copy-Paste zu machen bei dem, was die KI ausspuckt?

00:12:08: Tausend Prozent.

00:12:09: Tausend Prozent.

00:12:11: Also niemals, niemals Copy-Paste, nur was die KI ausspuckt.

00:12:15: Also erstens haben wir natürlich das Problem von... Halluzination.

00:12:18: Ich meine, theoretisch halluziniert die KI sowieso alles, was sie sich, was sie schreit über mal eben in vielen Beispielen, liegt sie dann auch einfach falsch.

00:12:25: Also ne, das heißt erinnert.

00:12:27: Es ist aber auch für die meisten natürlich sehr beruhigend zu wissen, so.

00:12:30: Das sag ich immer.

00:12:31: Leuten, die eher skeptisch sind, sag ich immer, ist doch super, weil das halluziniert.

00:12:35: Du bist immer noch gefragt als Expert oder Expert.

00:12:37: Ja, super.

00:12:37: Dann fühlen die sich auch nicht, dass dir Job verloren geht.

00:12:40: Das ist das eine und das andere ist aber natürlich tatsächlich da auch nochmal drauf zu schauen, Stil, Inhalt und so weiter.

00:12:48: Das halt einfach zurück zu redigieren sozusagen.

00:12:51: Sonst habe ich halt diesen Müll am Ende des Tages und Studien zeigen auch, dass wir kreativer sind, wenn wir... erst selber schreiben und es dann von der KI überarbeiten lassen und nicht unbedingt andersrum.

00:13:02: Es ist ja auch total logisch, wenn ich schon ein mittelmäßigen Text da liegen habe, das kennen wir auch.

00:13:06: ohne KI ist es wahnsinnig schwierig, einen mittelmäßigen Text besser zu machen.

00:13:10: Das ist wenn du an einem bestimmten Niveau schon startest oder einen super komplizierten Text zum Beispiel einfacher zu machen, ist total schwierig.

00:13:18: Aber... Die sind tatsächlich kreativer, wenn wir erst mal selber drüber nachdenken, weil wir sonst auch schon so, wir versuchen dann irgendwie die KI vielleicht noch so zu verschlimmen, besser sage ich mal so.

00:13:28: Aber ich glaube so das eigene Gehirn schon weiterhin auch einzuschalten.

00:13:31: Also das merke ich auch bei mir selber, dass ich manchmal echt aufpassen muss, nicht einfach zu denken, ich lasse mir jetzt so eine Newsletter-Folge von dem mal schreiben.

00:13:37: Aber dann irgendwann verliere ich mich ja auch selber und irgendwie meinen Kern meiner Arbeit und so weiter.

00:13:42: Deswegen bin ich ein Riesen-Fan davon.

00:13:43: Aber ich benutze es tatsächlich eher, wenn ich eine Schreibblockade habe, wenn ich schon angefangen habe zu schreiben, um mir jetzt noch mal Beispiele rauszuzuchen und so weiter.

00:13:50: Aber dieses hier, ich kriege auch Knopfdruckentext aus.

00:13:53: Kann ich machen für so ganz leichte Sachen, irgendwie Anleitschungen, die ich natürlich noch mal prüfen muss oder Sachen, die mir jetzt nicht so wichtig sind.

00:14:00: Aber spätestens, wenn es dann irgendwie um mich selber geht, auch um persönliche Postings und so weiter, würde ich ehrlich gesagt immer noch empfehlen, es so rumzumachen, selber zu schreiben und das eher die KI zum Challengen überarbeiten und so weiter zu nutzen.

00:14:14: Und ich muss auch sagen, ich bin halb froh, dass ich schreiben ohne KI gelernt habe, weil ich glaube, die Fahrer... Also es ist sehr, sehr einfach, heute zu Tage zu sagen, ich lass einfach sofort alles, die KI schreiben, aber so, also wie ich mit nineteen geschrieben hab, ich bin sehr froh, dass ich es so nicht mehr schreibe.

00:14:28: Das war ganz cool.

00:14:30: Hundert Metaphern pro Absatz habe ich ungefähr benutzt.

00:14:33: Alle davon schief.

00:14:35: Das war sehr, sehr harte, lange Arbeit, bis ich bei dem Stil angekommen bin, bei dem ich heute bin.

00:14:39: Jetzt finde ich das natürlich total geil, dass Claude diesen Stil kopieren kann.

00:14:42: Aber das war ein sehr, sehr alter Weg dahin.

00:14:44: Und ich glaube, dass die KI super dabei unterstützen kann, sein eigenes Stil und so weiter zu finden.

00:14:48: Aber wenn jetzt wirklich jemand hier sitzt und sagt, ich will ein richtig guter Schreiber werden, dann würde ich immer noch sagen... Kauft ihr eine Zeitung oder im Internet ist mir ganz egal.

00:14:57: und Analyse les Texte streich mit so wie wir früher echt mein Gelbstift angestrichen so was ist an dem Text stark wie ist der Satz aufgebaut und so weiter.

00:15:06: das sind alles Dinge.

00:15:08: Die einem nicht abnehmen kann weil sonst werden wir halt genauso klingen wie alle anderen im Internet halt auch und.

00:15:15: Das reicht vielleicht für die meisten Leute aber wenn man richtig richtig gut sein will dann wird das halt nicht mehr reichen.

00:15:21: Ja.

00:15:22: Nee, also ich würde auch bei meinen eigenen Texten nicht eine KI unbedingt so dranlassen an den ersten Entwurf, der sollte schon von mir kommen.

00:15:31: Das sehe ich auch so.

00:15:33: Du hast dir auch ein eigenes Tool entwickelt, das helfen kann, soll.

00:15:38: Ein bisschen, ich hoffe ein bisschen mit einem Augenzwinkern, weil es meine Texte ziemlich zerrissen hat.

00:15:44: Ja.

00:15:46: Und wie funktioniert der Blabla-Score?

00:15:50: Also, der Blabla-Score gibt einem sehr, sehr hartes Feedback zu den eigenen Texten.

00:15:55: Und zwar sagt der Blabla-Score, dass wie viel Prozent von deinem Text blabla sind.

00:16:00: Und damit sind natürlich gemeint, so Sachen wie Floskeln, Marketing-Spräch, überflüssige Sachen und so weiter.

00:16:07: Und die Idee war dahinter, eigentlich stammt so ein bisschen daraus, dass alle sich darüber aufregen, dass die KI angeblich so viel Blabla schreibt.

00:16:13: Aber ehrlich gesagt, so, wir müssen mal alle darauf achten, wirklich euer nächsten Text, den ihr schreibt, guckt euch mal den ersten Absatz an und fragt euch mal, ob ihr zum Punkt kommt oder ob ihr erstmal sehr, sehr lange drumherum redet.

00:16:27: Und diese ganzen Sachen detectiert der Blabla-Score und sehr, sehr gerne gibt er dann seventy-sech Prozent Blabla-Score.

00:16:34: Es ist sehr, sehr häufig seventy-sech Prozent.

00:16:37: Ich habe aber auch schon mal einen eigenen Text von mir reingehauen und er mit zwölf Prozent rausgekommen.

00:16:43: Du weißt aber genau, was das Tool macht.

00:16:45: Ich weiß genau, was das Tool macht.

00:16:47: Witzigerweise hat mir mal jemand vorgeworfen, ich hätte das Tool absichtlich so streng programmiert, um mehr Aufträge zu bekommen.

00:16:53: Da kann ich sagen, nein, habe ich nicht.

00:16:55: Ich habe das Tool so streng programmiert, weil ich glaube, jeder von uns, inklusive mir, ein bisschen mehr seinen eigenen Texte mal darauf hinterfragen sollte, wie viel da eher leere Wortschülzen sind und wie viel wir eigentlich auch wirklich zum Punkt kommen.

00:17:09: Aber... Es ist ein lustiges Tool, es beherrscht natürlich seine eigenen Regeln nicht.

00:17:14: Also das Tool gibt Feedback zum deinem Blabla und benutzt dabei selber sehr viel Blabla.

00:17:21: Merkt man auch schon wieder, es ist sehr, sehr schwer rauszubekommen.

00:17:27: Ja, das stimmt.

00:17:27: Ich war ein bisschen beruhigt, als ich dann, ich hab dann meinen Sonnet von Shakespeare da reingekirbt.

00:17:34: Und die hatten auch, ich glaube, Hesse hatte zweiundfünfzig Prozent und Shakespeare hatte einen.

00:17:39: Das haben

00:17:40: aber gute Werte.

00:17:42: Ach so, ich lasse das

00:17:43: hier.

00:17:44: Alles unter den Sechsen-Sechsen-Prozent ist top.

00:17:48: Okay, da lag meine auch drunter, aber

00:17:51: nicht

00:17:51: viel.

00:17:54: Aber ich war dann ein bisschen beruhigt, als ich gesehen habe, also auch so die Größe der deutschen Literatur.

00:17:59: Das Wusstige war, dass dann das Tool auch irgendwie geankert hat bei Shakespeare.

00:18:03: Shakespeare würde dir wahrscheinlich abwagieren und gleichzeitig schmunzeln wie viel poetische Nebelmaschine hier mit.

00:18:09: Okay.

00:18:10: Aber immerhin,

00:18:11: jetzt gecheckt.

00:18:12: Also,

00:18:13: ja, hat gecheckt, dass die Nähe zu Shakespeare da war, auf jeden Fall gecheckt.

00:18:18: Wenn du solche Tools benutzt, wenn du in die Firmen reingehst, die du berätst, wie ernst nehmen die Leute das dann?

00:18:25: Denn das ist ja schon sehr lustig präsentiert.

00:18:29: Den Blader Score.

00:18:30: Ja, benutzt du das als Eisbrecher?

00:18:33: gar nicht mal so häufig.

00:18:35: Also ja, hin und wieder bei einem Firmen, wenn ich natürlich meine Knall hat, ernste Persönlichkeit.

00:18:42: Ja, wird es ernst genommen.

00:18:43: Ich glaube, ich erkläre dann immer gerne dazu, dass es eher darum geht, sich selber zu hinterfragen.

00:18:48: Also, wenn man das liest und sich ertappt fühlt, das ist der Moment, den das Schul auslösen will.

00:18:53: Also, man liest das Feedback und denkt so, ja, stimmt eigentlich, weiß ich eigentlich.

00:18:57: Ich glaub, das sind die Dinge, die man raustreichen soll.

00:19:01: Ich glaub, das geht aber bei jedem Feedback, was man von der KI bekommt.

00:19:04: Also, deswegen... Schreib ich meine Promps auch gerne so, dass ich das Feedback halt sehr strukturiert zurückbekomme und dann wirklich entscheiden kann, so, das nehm ich an, das nehm ich nicht an.

00:19:11: Also ich sag dem selbst, wenn ich den auf Rechtschreibfehler checken lasse, sag ich, nie gibt mir einen neuen Text raus, sondern immer mach mir eine Liste oder markier mir das Fett, dass ich KI eher so benutzen würde, dass ich mir das Feedback nehme und dann selber entscheide, was davon will ich annehmen und was davon will ich nicht annehmen.

00:19:28: Wählen wir noch mal ein bisschen konkret.

00:19:29: Wenn ich jetzt zum Beispiel merke, ich habe Schwierigkeiten mit Überschriften für Artikel oder so mit dem.

00:19:37: Was muss dann in so einem Prompt drinstehen, damit die KI mir wirklich kreative, nicht langweilige, gute Vorschläge machen hat?

00:19:46: Ja, ich glaube, da kommen wir so ein bisschen bei so einem Grundproblem von KI an.

00:19:48: KI kann einen besser machen in Sachen, in denen man schon gut ist.

00:19:52: Also ich würde sagen, jemand, der sehr schlechte Überschriften schreibt, kann mit einem sehr, sehr einfachen Prompt machen mit zwanzig.

00:19:57: starke Überschriften für X, wahrscheinlich von einer schlechten Überschrift zu einer mittelmäßigen Überschrift kommen.

00:20:03: Ich würde sagen, man kann auch von einer mittelmäßigen zu einer guten bis sehr guten Überschrift kommen, wenn man sich einen Prompt klaut oder einen Prompt, also ich habe zum Beispiel einen sehr, sehr ausführlichen Prompt geschrieben zum Thema Überschriften, der geht aber auch über eine DINA IV-Seite.

00:20:16: Genau.

00:20:17: Was mache ich in so einem Promt?

00:20:19: Ich dekonstruiere vorher, wie überhaupt eine gute Überschrift aussieht.

00:20:22: Also ich dekonstruiere das Prinzip hinter einer guten Überschrift.

00:20:25: Also meine Lieblingsüberschrift, die ich zum Beispiel nutze, besteht aus einem Detail und der News.

00:20:31: Und die Maßen schreiben ja nur die langweilige News, sondern nur das Oberteil an ihre Überschriften raus.

00:20:34: Das heißt, ich habe mir mal sehr, sehr lange analysiert, was so gut funktioniert an Überschriften.

00:20:39: Das heißt, Schritt eins ist, ich sage dem Promt in dem Promt erstmal dem Tool, bitte an der so... gucke, was an diesem Text, welche Details sind besonders nah am Lesen, am Leben der Leser, welche Emotionen könnten die auslösen?

00:20:53: und so weiter.

00:20:54: Das heißt, Schritt eins ist erstmal gar nicht der Schrift für Überschrift, sondern analysiert erstmal, welche Details stecken eigentlich drin.

00:20:59: Dann analysiert der, was ist wirklich die Geschichte.

00:21:02: Danach setzt er das Ganze zusammen zu einer Überschrift.

00:21:05: Danach präsentiert er mir zwanzig Stück davon.

00:21:08: Es ist natürlich ein sehr, sehr ausgefeilter Prozess, der aber voraussetzt, dass man erstmal weiß, was eine starke Überschrift ist, weil du hast

00:21:14: keine Chance,

00:21:15: eigentlich einen Promp für was zu schreiben, wo man dich nicht auskennt.

00:21:18: Du kannst immer einen Ticken besser machen, die KI kennt sich im Zwei für Zwei, wenn du dich mit nichts, also wenn du dich nichts beim Thema auskennst, ja ein bisschen besser aus.

00:21:25: Wenn es jetzt wirklich in die Feinheiten reingeht, würde ich sagen, dann sind wir immer an dem Punkt, dass wir erstmal unsere Texte dekonstruieren.

00:21:32: Das geht genauso, wenn ich jetzt zum Beispiel in der Firma bin, ich mache ganz viel mit Verbänden, die schreiben alle Positionspapiere.

00:21:37: Da muss ich also erst mal mich selber fragen, was ist eigentlich für mich ein starkes Positionspapier?

00:21:41: Wie sieht der Einstieg aus?

00:21:43: Wie wollen wir unsere Argumente schaffen und so weiter?

00:21:45: Und da merke ich, dass ganz oft das schon fehlt.

00:21:47: Also wenn ich frage jetzt, oder wenn ich frage, warum schreibt die eigentlich die Blockbibeträge auf eurer Homepage?

00:21:52: Dann denken die Leute erst mal fünf Minuten nach und dann geben die mir auch eine super gute Antwort.

00:21:55: Aber sagen dann, tapf ich noch nie darüber nachgedacht.

00:21:57: Ich habe dann, also die meisten Workshops in denen ich hingehe, geht es erstmal darum selber zu erkennen, welche Texte schreiben wir eigentlich, warum schreiben wir die eigentlich, für wen schreiben wir die eigentlich, ist das eigentlich überzeugend.

00:22:07: Und dann im nächsten Trick können wir da aus dem Prompt bauen, weil vorher weiß ich ja gar nicht, wo der Weg überhaupt hingehen soll.

00:22:14: Okay, das heißt, ich muss einmal wissen, was halte ich persönlich für gut.

00:22:20: Und dann auch wissen, wen will ich damit überhaupt ansprechen.

00:22:25: Genau.

00:22:25: Und dann erst kann ich Genau.

00:22:28: Und in welchem Ton will ich das machen?

00:22:29: Aber wenn wir jetzt jetzt mal wirklich noch mal vereinfachen wollen, jetzt mal wirklich für sehr, sehr easy, dann würde ich sagen, nimm dir ein Text, den du schon gut findest von dir selber und lass das auch die KI machen.

00:22:39: Lass die KI durchanalysieren.

00:22:41: Wie ist der Text aufgebaut?

00:22:42: Also gibt ja keine Ahnung.

00:22:44: Fünf Stück von deinen Positionspapieren, von denen du denkst, dass die gut sind.

00:22:48: Sie sind das meistens nicht, aber gehen wir jetzt mal davon aus.

00:22:50: Die werden das.

00:22:51: Nehmen wir fünf Stück davon, schmeißen die in die KI rein und lassen die einmal durchanalysieren.

00:22:56: Wie ist es aufgebaut?

00:22:57: Was ist der Stil?

00:22:58: Was ist der Sprachstil?

00:23:00: Wie einfach ist die Sprache?

00:23:01: Wer ist die Zielgruppe?

00:23:02: Also das einmal durchanalysieren und dann kann das.

00:23:04: aus diesem Ergebnis baut man sich dann einen Promt und sagt, okay, jetzt im nächsten Schritt bauen wir das für, ne, dann daraus einen Massepromt, den kriege ich raus und dann würde ich den ausprobieren und gucken, okay, dann sage ich dem, hier ist jetzt, keine Ahnung, Material, bau mir daraus ein Positionspapier, dann würde ich mir das Ergebnis angucken und wieder gucken so.

00:23:23: ist das schon da wo es sein muss und dann kann ich sozusagen ins Fein-Tuning gehen.

00:23:27: Also im Endeffekt ist es dann schon wieder gar nicht so kompliziert, wenn man sie slide macht, lasst die KI fünf Texte analysieren von der gleichen Art auf Stil, Ton, Struktur, soviel fünf Kriterien.

00:23:39: lasst die da draußen prompt bauen, die KI ist auch sehr gut darin prompt zu bauen, so.

00:23:43: Seien wir ehrlich, ja, es gibt viele Feinheiten, die ich weiß, aber wir können uns auch im ersten Schritt mal von der KI prompt bauen lassen.

00:23:50: Und dann ist es ausprobieren, ne?

00:23:51: Ich probiere dann wirklich einfach aus, was kommt dabei raus.

00:23:53: Und wenn mir das noch nicht gefällt, gebe ich wieder Feedback, passt den Promf wieder an, bis ich dann quasi irgendwann bei meinem perfekten Promp, wenn das funktioniert, übrigens deutlich besser.

00:24:03: als der KI angeblich immer so viele Beispiele mitzugeben, was man immer so liest.

00:24:08: Man liest ja auch oft, so gibt der KI Beispiele und dann schreibt die Kandy KI, wenn die dann einen Zugriff hat auf unser gesamtes fermentäres Netzwerk, da kann die ja von selber alles schreiben und so weiter.

00:24:20: Habe ich noch nie gesehen, dass das funktioniert hat.

00:24:22: Wirklich noch nie.

00:24:23: Warum?

00:24:24: Also nehmen wir jetzt zum Beispiel mal mal ein Blabla-Score GPT, die ich gebaut habe.

00:24:28: Da habe ich alte Newsletter-Folgen von mir hinterlegt, weil ich dachte, ich mache es mir einfach, ne?

00:24:33: Ich mache es mir einfach und ich hinterlege die alten Newsletter-Folgen.

00:24:36: Das bringt den völlig durcheinander, wenn man jetzt in den Chat einen anderen Text reinhaut, weil er dann ständig irgendwie denkt, er soll diese Newsletter-Folgen, die mal schief liegen, auch noch analysieren und so weiter.

00:24:49: Oder um es jetzt mal ein bisschen einfacheres Beispiel zu machen, wenn ich die KI frage.

00:24:54: Nenne mir ein Tier.

00:24:57: Ein Beispiel für ein Tier ist eine Katze.

00:24:59: Dann wird die KI immer sagen Hund oder vielleicht noch haben es dauert oder so.

00:25:05: Wenn ich der KI jetzt sage, was ist ein Beispiel für ein Tier?

00:25:09: und ein Beispiel ist eine Giraffe, dann wird das cool eher sagen Löwe oder vielleicht Nilpferd.

00:25:16: Das heißt, was ich damit sagen will, ist, die KI bleibt erstens immer sehr, sehr nah dran an den Beispielen, die ich ihnen gebe.

00:25:22: Das heißt, wenn wir was Kreatives machen wollen, völlig, wir schränken sie wirklich krass ein.

00:25:28: Das ist so ein bisschen das kreative Seite.

00:25:29: und das zweite ist, die kommt auch manchmal wahnsinnig durcheinander.

00:25:32: Also ich habe dann so oft erlebt, dass ich zum Beispiel ihr zehn Newsletter-Folgen gebe, damit sie denkt, weiß, wie mein Newsletter geschrieben wird.

00:25:39: Dann sage ich, ihr schreibt jetzt eine elfte Folge zum Thema Füllwörter.

00:25:43: Und dann tauchen da plötzlich Absätze zum Thema Nominalstil auf, weil sie das aus irgendeiner alten Newsletterfolge hatte, die ich vorher mal gegeben habe.

00:25:50: Aber die war ja eher für Stil und was weiß ich.

00:25:54: Also das heißt, mit so vielen Dokumenten und Beispielen kommt die KI meiner Meinung nach eher durcheinander.

00:25:59: Ich würde immer eher empfehlen, erst der Analyse-Schritt, dann habe ich einen Prompt, den ich benutzen kann.

00:26:06: Und dann benutze ich diesen Prompt, um neue Sachen zu erstellen.

00:26:10: Aber nicht dieses, wir geben da unser komplettes Firmenarchiv oder ich gebe dem irgendwie alle meine Texte, die ich jemals geschrieben habe.

00:26:16: Und dann kann der so schreiben wie ich.

00:26:18: Das ist eher, das kann, würde ich sagen.

00:26:22: Diese Geschichte mit nicht zu vielen Beispielen ist ja auch einer von deinen Text-Hacks, die du ausgegeben hast.

00:26:28: Das sind insgesamt zehn Hacks.

00:26:31: Die fand ich total spannend, als ich die das erste Mal gelesen habe, weil vieles, okay, mit der journalistischen Ausbildung lernt man das mit dem Seminaristil und den Adjektiven und so.

00:26:44: Aber das so ganz kurz, schwarz auf weiß zu sehen, war unheimlich hilfreich.

00:26:48: Könntest du die einmal kurz zusammen passen?

00:26:51: Also meine wichtigsten Texte sind vor allen Dingen Nummer eins ist, labern nicht ein, labern nicht rum im Einstieg.

00:26:58: Also deswegen ist das auch Hack Nummer eins.

00:27:02: Hack Nummer zwei, es wird sich nicht passiv ausgedrückt.

00:27:05: Ich glaube Hack Nummer drei ist, wir wollen auch nicht ganz so viele Füllwörter verwenden.

00:27:10: Dann vor allen Dingen auch, es geht um die Reduktion und deduktion komplizierter Sprache.

00:27:17: Dann habe ich einen sehr, sehr langen Satz, in dem ich eigentlich vor allen Dingen sage, wenn ein Komma drin ist, kann man kürzen.

00:27:22: Also wir haben ein riesiges Problem mit Schachtelsätzen in Deutschland.

00:27:26: Goethe und Hesse meinetwegen verwenden, aber wenn wir Informationen vermitteln wollen, einkommen und dann ist es wirklich gut.

00:27:33: Und auch nicht Einschübe klammern, das ganze Gedöns.

00:27:37: Dann habe ich immer das Prinzip eine neue Info pro Satz.

00:27:41: und ein neues Thema pro Absatz.

00:27:43: So kann man sich übrigens super einfach Text gestrukturieren.

00:27:45: Also wenn man wirklich ein Schreibanführinger ist und denkt, ich kann, weiß nicht, wie ich ein Text schreiben soll, dann schreibt ihr einfach erstmal deine Oberbegriffe untereinander auf ein Blatt Papier auf.

00:27:53: Dann hast du schon mal deine übrigens berühmten Zwischenüberschriften, auch ein kleiner Heck hier in der Stelle.

00:27:58: Und dann ordnest du noch ein Stichwort und alle Inhalte zu diesen Oberthemen zu.

00:28:02: Und dann hast du dein Ding fertig.

00:28:04: Da musst du es nur noch ausformulieren.

00:28:06: Es ist ein Schritt davor, macht es aber deutlich, deutlich schneller.

00:28:10: Und Hack Nummer neun, ich hab bestimmt einen vergessen, ist halte ich kurz.

00:28:14: Und dann fragen die Leute immer, was Hack Nummer zehn ist.

00:28:18: Und dann verweist ich immer Hack Nummer neun, halte ich kurz.

00:28:22: Also im Endeffekt ist die Botschaft auch immer, ich hab immer weniger als du denkst.

00:28:25: Immer weniger, immer Quirzen, immer, immer, immer.

00:28:29: Das stimmt, das wurde mir auch in meiner Ausbildung sehr lange eingetrichtet.

00:28:34: Musst das beim Radio relativ einfach nachrichten dürfen, die drei halben Minuten lang sein.

00:28:40: Da wurde dann sehr

00:28:41: viel weggeschöpft.

00:28:44: Aber es ist eine sehr harte und sehr gute Schule.

00:28:47: Weil ich auch merke, dadurch, dass ich fürs Sprechenschreiben gelernt habe, ist es ein ganz anderes Ziel zu schreiben als viele meiner Kollegen hier im Haus, die eben fürs Lesen, weil man ganz anders liest, als man hört.

00:29:01: Und ich habe auch häufig das Gefühl, dass KI nicht gut schreiben fürs Sprechen kann.

00:29:06: Sie kann unheimlich betragen fürs Lesen.

00:29:08: Aber nicht wirklich moderativ, weil natürlich diese Texte ja auch nirgendwo verschriftlich im Internet verfügbar waren für das Training der Modelle.

00:29:18: Aber es ist sehr hilfreich, also nicht unbedingt das Freie sprechen, sondern das sprechen in den Nachrichten.

00:29:22: Ich hoffe, meine Zuhörer stimmen dem zu, wenn ich ... Einfache Sätze funktionieren einfach besser, kann man sich besser merken, kann man

00:29:29: sich besser verstehen.

00:29:29: Aber ich wünschte dieser Welt, die Leute würden das auch so machen, wenn sie fürs Lesen schreiben.

00:29:34: Weil ja, wir schreiben Ticken anders, aber ehrlich gesagt, die meisten verwenden so viele Wörter und Formulierungen, die wir im Gespräch niemals verwenden würden.

00:29:43: Und die dazu führen, dass wir eine sehr, sehr bürokratische Sprache nutzen.

00:29:46: Also das ist ja wirklich mein absolutes Lieblingsthema.

00:29:48: Lass uns endlich einfacher schreiben, dass uns so schreiben, dass die Leute uns wirklich verstehen.

00:29:52: Also teilweise verstehen ja die Leute ihren eigenen Text ja nicht.

00:29:55: Und wie soll dann Leser oder Leserin irgendeine Chance an der Stelle haben.

00:29:59: Ist sich aber auch immer spannend von dem was du gerade gesagt hast, dass die KI das nicht so gut kann.

00:30:02: Was man ja auch ganz gut machen kann, ist ja mit der KI sozusagen, der zum Beispiel Sprachnachrichten mal zu geben, um die analysieren zu lassen.

00:30:08: Weil manche Leute sagen ja immer, ich kann nicht schreiben.

00:30:11: Das ist ja schon mal Unsinn, weil jeder kann ja sprechen.

00:30:14: Und ehrlich gesagt ist schreiben nicht sehr viel anderes.

00:30:16: Und das Problem ist eher, dass die Leute immer unterschreiben diesen.

00:30:19: diesen nominals die getriebenen bürokratischen Sprech für uns irgendwelchen wissenschaftlichen Papieren meinen und dann versuchen, den zu reproduzieren.

00:30:27: und dann ist es das schlechteste aus beiden Welten in der Kategorie der wissenschaftlichen auch gut und ehrlich gesagt.

00:30:33: Also wenn wir einfach so schreiben würden, wie wir es erzählen würden, dann wären die meisten Texte gar nicht so schlecht.

00:30:38: Also das hilft auch total.

00:30:39: Das ist auch so ein kleiner Heck, den ich immer habe.

00:30:41: So ist der Sprachnachricht ein Trick.

00:30:42: Wie würdest du eine Geschichte jemals Sprachnachricht erzählen?

00:30:45: Also was wäre das Wichtigste, was du als erstes erzählen willst?

00:30:47: Was wäre das Detail?

00:30:48: Hilft dir übrigens auch sehr bei einer Überschrift.

00:30:50: Und dann würdest du nämlich nicht so eine Überschrift machen, die Bürokratisierung in der deutschen Regierung irgendwie heißt oder so.

00:30:59: Und das ist auch was viele nicht auf dem Schirm haben, dass ich ja auch übrigens mit der KI sprechen kann.

00:31:04: Also ich kann da auch mit der Reden, ich kann die Sprachnachrichten analysieren lassen und so weiter.

00:31:10: und deswegen glaube ich schon auch, jeder hat auf seine Art und Weise einen Stil und nicht alle haben schon geschafft den in eine Schrappstil zu übersetzen, aber so, wie rede ich eigentlich mit anderen, was sind so Wörter, die ich oft verwende, mache ich eher kurz oder lange setze, bin ich eher witzig oder nicht so witzig.

00:31:26: Also was ist da so mein Sprachdruck, du hast da kann das auf jeden Fall auch dabei helfen.

00:31:32: Man kann das ja auch... nutzen eben auch, um im Sprechen, im freien Reden besser zu werden.

00:31:37: Also,

00:31:37: hundertprozentig.

00:31:38: Diese Sachen, wenn man Referat übt oder so, dass man das einer mit der KI durchgeht und die merkt dann sehr häufig benutzt in jedem zweiten Satz das Wort Ja, an einer Stelle, wo es nicht hingehört und macht einen solchen kleinen Fehlerchen dann auch bewusst.

00:31:55: Ich hoffe, du schneidest alle meine Am-Zeute raus.

00:31:59: Nein, nein, wir sind total

00:32:00: ehrlich und authentisch.

00:32:01: Okay, authentisch.

00:32:03: Im gesprochenen Wort.

00:32:05: Wenn ich meine Nachrichten schreibe, dann denke ich auch ein bisschen länger drüber nach über diese Szene.

00:32:08: Ich schreibe und denke häufig.

00:32:10: Ich wünschte, ich könnte so gerade aussprechen, wie ich schreibe.

00:32:14: Und so klar und deutlich.

00:32:16: Das wäre sicher oft hilfreich.

00:32:21: Vielen Dank, dass du heute da warst.

00:32:23: Deine Text-Hacks und viele weitere gute Tipps findet man in deinem Newsletter, den ich in den Schoppers verlinken werde.

00:32:30: Super, vielen Dank dir, das hat mega Spaß gemacht.

00:32:35: Das war's für heute.

00:32:36: Den nächsten Deep Dive hört ihr an dieser Stelle in zwei Wochen.

00:32:40: Dann stimmen wir uns auf die Vorweihnachtszeit ein mit dem Thema KI und Kirche.

00:32:45: Meine Kollegin Sophia Zimmermann hat sich angeschaut, wie christliche Kirchen den Spagatwagen ihren mitarbeitenden KI als Werkzeug an die Hand zu geben und gleichzeitig die authentische menschliche Begegnung zu bewahren.

00:32:58: Es geht um Elektropastoren, christliche Chatbots und die Vision einer echten Kirchen-KI.

00:33:03: Es würde mich freuen, wenn ihr dann wieder dabei seid.

00:33:07: Bis dahin könnt ihr natürlich mit unserem kompakten KI-Update jeden Montag, Mittwoch

00:33:12: und Freitag

00:33:13: auf dem Laufen entbleiben.

Kommentare (1)

Kern Michael

Super Folge sehr informativ. Ja wir haben alle Schreiben in der Schule gelernt aber ich habe gerade verstanden das Schreiben und schreiben etwas anderes sein kann. Wichtiges Thema werde ich mich einlesen.

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